ich widerspreche Dir nur ungern.
Aber ich bin der Meinung, dass in Aquarien schnell ein Missverhältnis zwischen Platzverhältnis, Anzahl der Tiere und ausreichender Futterverfügbarkeit gegeben ist.
Wenn man ein sehr grosses Becken mit wenig Diskus hat, also eigentlich vergleichbar mit der Natur, so fehlt da aber leider das entsprechende Futerangebot, was man nur erreichen könnte, indem man eine entsprechende Menge an diversem Lebendfutter geben würde, was dann über den Tag verteilt in kleinen Mengen jeden Fisch erreicht. Da das nahezu unmöglich ist, kommen sehr oft scheue Tiere zu kurz, sie werden zu wenig durch Futterneid etc. angestachelt, magern ab und werden krank.
Dann gibt es so ein Zwischending zwischen Über- u. Unterbesatz. Auch hier kommt es nicht selten zu Problemen, da das Aquarium in Reviere aufgeteilt wird. Hat man mehrere recht dominante Tiere im Becken, werden schwächere Tiere unterdrückt. In der Natur würden sie einfach ausweichen, im AQ ist das oft nicht möglich. Auch werden manche Tiere nicht ans Futter gelassen.
Und jetzt siehst Du sicher worauf ich hinaus will.
Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, wenn die Tiere keine Reviere bilden können.
Sehr viele sehen das als unnatürlich oder nicht artgerecht an, aus den oben beschriebenen Gründen sehe ich es aber oft als besser für die Tiere an, dies gilt natürlich insbesondere bei der Aufzucht.
Mir geht es trotzdem nicht darum, nur auf Menge zu züchten, doch der Nachwuchs soll gleichmäßig wachsen, die Diskus sollen agil und nicht ängstlich sein. All das kann man mit "Überbesatz" erreichen, wenn man gewisse Grenzen einhält und entsprechenden Aufwand mit Futter u. Wasseraufbereitung einhält.
Für Tropheuszüchter ist das bspw ein alter Hut
Schöne Grüße
Markus


