von AlexR » 21. Jul 2010 01:09
Zur Ursprungsfrage: Je näher die die Nachzuchten an Wildfängen sind, desto langsamer werden sie geschlechtsreif.
Tefe F1 sind 18-24 Monate damit zu rechnen, bei F2 etwa bei 18 Monaten.
Dennoch befruchten die Tiere erst mit 2,5 Jahren so richtig erfolgreich. Ob es an den Spermien / Eiern liegt oder an der Übung im Ablauf kann ich nicht beurteilen.
Speziell Tefe brauchen lange bis sie ausgefärbt sind, sodass es auch keine Sinn macht mit Tieren nachzuziehen, die noch nicht ausgefärbt sind, weil man ja eigentlich nicht nur irgendein Paar benötigt, sondern ein optimales Paar sucht. Die Partner sollen harmonisch zusammenpassen, damit die F2 dann auch einheitlich werden.
Wenn Du einen sehr großen Bock mit einem kleinen Mädchen kreuzt bekommst Du ja keine mittelgroßen Tiere, sondern 50% große und 50% kleine, das will ja keiner. Also muss das Paar sich ähneln und so aussehen wie es dem Züchter idealtypisch erscheint.
Sollte es sich bei den Tieren die Du erwerben möchtest um keine reinen Wildfang Tefe Nachkommen sondern um Leopard-Mixe handeln, wird die nächste Generation nicht einheitlich aussehen. Hier wäre es interessant die Eltern und Großelterntiere zu kennen.
Grundsätzlich sagt ein Blick auf die Elterntiere viel mehr über die Brut aus, als Du an den 6 cm Jungfischen sehen kannst.
Es kommt stark darauf an was man haben möchte: Tefe F1 die aussehen wie ihre wilden Eltern (Klon), optimierte Tefe die die Eltern an Körpergröße und Form leicht übertreffen, oder gepunktete Diskus die einem Tefe ähneln aber Wuchs, Körpergröße und Statur von typischen Nachzuchtdiskussen haben (Rottürkies/Leopard etc)
Grundsätzlich solltest Du (ohne Not) keine Geschwisterpaare anlegen, da ist es besser einen Wildfang einzukreuzen oder mit einem Elterntier zurückzukreuzen.
LG
Alex
"Wenn der Wind der Veränderung weht bauen die einen Mauern, die anderen hissen die Segel."