WF-Hekel magert ab!

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WF-Hekel magert ab!

Beitragvon Martin Junker » 10. Nov 2005 21:21

Beschreiben Sie das Problem des betroffenen Tieres:
(Verhalten, Atmung, Kot, Futteraufnahme, Farbe)
Der betroffene WF-Heckel ist abgemagert. er verweigert die Futteraufnahme, soweit ich das festtellen konnte. allenfalls frisst er nur wenig, aber beobachten konnte ich ihn nicht dabei. die atmun schein normal über mund. kot konnte ich, seit er im quaratänebcken ist (seit sonntag) keinen finden! die farbe scheint mir normal zu sein. eher etwas blass. er kneifft seine flossen ziemlich ein.

Trat dieses Problem vorher schon mal auf ?: das flossenkneiffen hat er schon immer etwas. gefressen hat er scheinbar normal. in der gruppe gab es immer etwas raubereien. er war klar der unterlegene. er war oft alleine in einer ecke.

Haben Sie es behandelt ? Wie ?: momentan ist er im quarantänebecken. wasser mit webers e-ban, hw-multivit, weber diskusmineral, weber humin versetzt.

Daten zu Ihrem Aquarium:
(Größe, Einrichtungsgegenstände,Bepflanzung, Bodengrund, Wurzel, Düngung/Co2,etc.)
hälterungsbecken: 540l, moorkienwurzeln, viele pflanzen und verstecke, sand als bodengrund, düngung mit drak, c02-anlage mit ph- und temp regler, eheim prof3-filter.

Fischbesatz: 4 rot-türkis, 3 hekel wf, 4 schmetterlingsbuntbarsche, 2 prachtschmerlen, 6 siamesische rüsselbarben, 10 sternflecksalmler

Gab es einen Neukauf von Tieren ? Wann ? Woher ?:
(Zoohandlung, Zücher, etc.) nein, besatz seit april unverändert.

Welches Futter verfüttern Sie ? Wie oft ?
gefrierfutter: artemia, weisse, schwarze, rote mückenlarven, mysis, benkers garnelen-mix, supervital2000, diskusquick.
wenig sera-flocken, tetra diskusgranulat.
lebendfutter: weisse und rote mückelarven, artemia
2-3x täglich.

Bereiten Sie Ihr Wasser auf ?
(Osmosewasser,Easylife, Torf, etc.) reines osmosewasser mit e-ban, humin und diskusmineral von weber.

Daten zum Wasser (Geruch,Farbe) klarwasser mit leichtem "huminstich"

Wasserparameter:
Temperatur des Wassers: 29
Gesamthärte (GH): 4
Karbonathärte (KH): 2
Lw: 120
Nitrit (No2-):nicht nachweisbar
Nitrat (No3-):12.5
pH-Wert:6.8
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Martin Junker
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Beitragvon Martin Junker » 10. Nov 2005 21:38

noch einige bilder...
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Beitragvon Uwe_Bolik » 11. Nov 2005 07:43

Hallo Martin,

es ist schwer bei denen Angaben viel auszusetzen.

Ich würde im Quarantänebecken Lebendfutter anbieten. Ergänzend würde ich das Becken eher Dunkel halten und auf sauberstes Wasser mit Huminstoffen achten.

Viele Grüße

Uwe
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Beitragvon Mattin » 11. Nov 2005 07:52

Hallo,

ich bin kein Wildfangexperte, aber mögen es gerade die Heckel-WF nicht besonders sauer?
Gerade Wildfänge stehen doch besonders auf Lebendfutter, vielleicht kannst Du ihm das bieten?!
Vielleicht die Temperatur noch ein bißchen anheben, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

An den vielen "vielleichts" sieht man, daß ich leider keine echte Hilfe parat habe... :roll: sry

Gruß,
Martin
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Beitragvon Gabi_T » 11. Nov 2005 10:17

hallo martin

ich kann mich meinen vorrednern nur anschliessen ( szet geht nicht ) .
allerdings würde ich alles machen . abdunkeln des beckens , tempr. erhöhen und viel lebendfutter anbieten . das lebendfutter gut durchspühlen . einige tropfen vitamine ins futter ist auch nicht verkehrt .

was für eine pumpe hast du im becken , könnte es sein das die strömung zu stark ist . zumindestens könnte man es denken , weil auf einigen bilder das tier schon eine leichte schräglage hat . oder taumelt das tier schon .

gruss gabi
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Beitragvon Sascha201180 » 11. Nov 2005 13:13

Hallo.

Ist eigentlich alles gesagt worden, ausser das ich vielleicht noch Bio Leaf bzw. Seemandelbaumblätter dem Wasser hinzugeben würde.

Mit dem PH Wert schließ ich mich Mattin an, kann man vielleicht noch ein wenig senken ber vorsicht mit dem weichen Wasser(lieber ein wenig aufhärten)

Gruß Sascha
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Beitragvon Guenter » 11. Nov 2005 20:19

Hallo, Martin

Wenn der Heckel schon am Abmagern ist, sieht es wirklich nicht gut aus.
Da er ja noch etwas frisst ist es noch nicht zu späht.
Könntest du eine Kotprobe Untersuchen lassen, vermutlich hat er einen Massiven Befall mit Flagellaten.
Ich hatte auch mal so einen Todeskandidaten dem wurde Medronidazol mit dem Schlauch in den Magen verabreicht, ist aber auch schon Jahre her. Die Dosierung weis ich leider auch nicht mehr.
Aber vielleicht liest Kubi ja mit der hat Erfahrung damit.

Gruß Günter
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Beitragvon MikeSt » 11. Nov 2005 22:20

Wenn nur ein einzelnes Tier solch Symptome aufweist, dann handelt es sich in den meisten Fällen um eine Erkrankung, die auf Schwächeparasiten zurückzuführen ist. Es kommt eine Vielzahl von Erregern in Frage. Um sich aus dem Bereich der Spekulationen zu entfernen, wäre eine veterinärmedizinische Untersuchung notwendig. Eine Kotprobe fällt weg, weil das Tier keinen Kot absetzt.
In den allermeisten Fällen sind Darmflagellaten dafür verantwortlich. Daher würde ich Dir zu einer Wärmekur raten.
Ich persönlich fahre in einem solchen Fall die Temperatur des Behandlungsbeckens innerhalb von 2 Tagen von 29 auf mindestens 35, eher 36 Grad. Das wird von dem Tier gut vertragen, wenn du zusätzlich belüftest.
Diese Temperatur würde ich 10 Tage halten und dann pro Tag um ein Grad auf die Normaltemperatur zurückfahren.
Biete während dieser Kur dem Tier frisch überbrühtem Spinat an (ohne Blubb). Oft haben die Tiere instinktiv ein gesteigertes Verlangen nach den Inhaltsstoffen von Pflanzennahrung. Darüber hinaus sollte nur leicht verdauliches Futter gereicht werden. Am Besten Enchyträen, weil sie durch den Bewegungsreiz fressstimulierend wirken.
Eine Behandlung mit Medikas würde ich zunächst nicht vornehmen, weil nicht feststeht, was das Tier hat.

Grüße,

Mike
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Beitragvon Gabi_T » 11. Nov 2005 23:17

hallo maik

ich schätzes dein wachwissen sehr , und habe bei mir selber im 1000 L becken einen massieven kiemenwurmbefall mit leichten darmflagellaten . zwar nur bei zwei bloss muss ich alle behandeln . mit flagellaten habe bereits mit mehonidazol eingesetzt 1g auf 100 L . bei einem tier kam die hilfe zu spät . mir wurde gesagt das das tier bereits mit dem mittel nicht richtig behandelt worden ist und deshalb emun dagegen ist .
möchte jetzt nicht vom thema abkommen das andere tier , ist abgemagert bei einer temperh. von 35 grad frisst sie gemässig wieder und kommt auf den damm .
allerdings nicht mit lebendfutter sondern mit muschfleisch mit fischfilee ,rinderherz borkolie und knobi artemia . das lebendfutter rührt sie nicht an , allerdings das futter was ich ihr gebe , . ich habe die tiere mikroskopisch untersuchen lassen und weiss die krankheit deshalb so genau .
lebendfutter ist nicht immer richtig , bloss kann es erst mal helfen wenn man nicht genau weiss woran es liegt !
bei wf muss man eben damit rechnen auch wenns 2 jahre her ist mit neubesatz :D
was für eine erfahrungen hast du mit dem mittel , ich weiss schweift von thema ab , wenn der admin das teil könnte währe nett !

gruss gabi
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Beitragvon MikeSt » 11. Nov 2005 23:41

@Gabi.

Metrodinazol wirt seit langen Jahren bei Flagellaten eingesetzt. Diese haben schon vor längerer Zeit, je nach Stamm, Resistenzen gebildet. So liegt die wirksame Doiserung von Metrodinazol oftmals nahe an der Schädigenden. Um Erfolg zu erzielen, sind mittlerweile schon mehrere Gramm auf 100 Liter erforderlich.
Eine Resistenz aufgrund einer, nicht richtig durchgeführten Behandlung möchte ich ausschließen.
Es ist bekannt, dass hohe Dosierungen zu Nierenschäden bis hin zum Versagen fühen können. Des Weiteren führt eine hohe Metrodosierung zu einer vorübergehenden bis hin zu einer bleibenden Schädigung der Keimdrüsen. Wobei hier vornehmlich männl. Tiere zur Unfruchtbarkeit neigen.

Rinderherz ist meiner Meinung nach ein gutes Kraftfutter gerade im Wachstum zum Muskelaufbau. Es enthält aber viel Kollagen. Wechselwarmblüter verfügen nicht über gewisse Enzyme zur Verdauung von Warmblüterfleisch. Daher liegt der Nahrungsbrei lange im Darm. Es ist bekannt, dass sich Flagellaten von diesem Nahrungsbrei ernähren.
Muscheln sind Filtriertiere. Ihre Herkunft oftmals nicht bekannt. Daher weisen Muscheln oft einen hohen Schadstoffgehalt auf, der einen geschwächtes Immunsystem zusätzlich belasten kann.

Planzliche Stoffe sollten angeboten werden, weil ein Flagellatenmassenbefall einhergeht mit Mineralienverlust, den der Fisch darüber zu kompensieren versucht.

Enchyträen sind mit das sauberste Futter überhaupt und belasten nicht.

MfG,

Mike
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Beitragvon Hussy12 » 12. Nov 2005 14:15

Hallo Martin,

ich würde im Quarantänebecken die Wurzel rausnehmen und z.B.
eine eingetopfte Pflanze reinstellen. Wurzeln geben u.a. Gerbstoffe an das Wasser ab.
Für die Abmagerung des Tieres kann neben Flagelaten (weißer oder weißgrauer Kot, der dir sicherlich schon aufgefallen wäre) auch ein Bandwurm in Frage kommen. Die Tiere fressen und magern trotzdem ab und später verweigern sie die Nahrungsaufnahme bis sie verhungert sind. Ein gutes Mittel dagegen ist Moneol von Alpha-Biocare.
Da der Diskus aber in der Gruppe der unterdrückte war und somit nicht an das Futter gekommen ist, würde ich erstmal versuchen sein Fresstrieb, den er möglicherweise verloren hat, zu aktivieren. Das geht z. B. mit Nahrungsbrei, der in einer Plastespritze aufgezogen und dem herausgefangenen Tier direkt ins Maul gespritzt wird. Dannach fängt so ein Diskus wieder an selber zu fressen.

MFG Mario
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Beitragvon MikeSt » 12. Nov 2005 17:02

Hallo Mario.

Ich sehe ein krasses Mißverhältnis, zwischen möglicher Schädigung bei unsachgemäßer Handhabung und einen eventuell zu erwartenden Erfolg.
Zunächst wird das Tier deutlich gestresst und auch der beste Kescher führt zu Schleimhautverletzungen.
Eine Zwangsernährung sollte nur von jemanden durchgeführt werden, der sich damit auskennt. Zum anderen ist nicht bekannt, was das Tier hat. Bei Bandwürmern dürften - natürlich nicht immer - andere Tiere ähnliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Des Weiteren sollten abgestossene Bandwurmteile im Quarantänebecken zu finden sein.
Daher kann ich einer Medikamentation nicht zustimmen, weil noch nicht diagnostiziert wurde und wir nur spekulieren.


MfG,


Mike
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Beitragvon kubi » 12. Nov 2005 19:40

grüss euch!

meine ehrliche meinung.
das tier wird nimmer.
ich habe die erfahrung gemacht, dass wärmekuren meist nur schwächen. sie kurbeln den kreislauf an und das tier benötigt energie um dem gerecht zu werden.
nebenbei ist anzunehmen dass dieser tier auch an starkem kw-befall leiden wird. denn diese siedeln sich auf geschwächten fischen mit freude an.
wenn einer so abgemagert ist hilft meist gar nix mehr. mit zwangsernährung (aber auf keinen fall so wie oben beschrieben) kann es unter umständen helfen.
allerdings nicht wenn flagellaten im spiel sind. meist wird der befall kurzfristig runtergedrückt aber mehr schon nicht. das geschwächte tier hat nicht die kraft zu gesunden und die flag brechen wieder voll aus.
die biester sind viel zu resistent geworden.
habe wirklich schon viel herumexperimentiert und -probiert, seziert und flagellatenstämme oft tagelang in metrosuppen schwimmen lassen.
alles ohne befriedigendes ergebnis.

kurz ich glaube dass du den nimmer hinbringst. aber eine genaue diagnose würde ich schauen dass ich bekomme.
-kotet das tier noch?

gruss
kubi
Zuletzt geändert von kubi am 12. Nov 2005 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
suche immer gute wildfänge und leute die sich damit auskennen.
kubi
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Beitragvon Martin Junker » 12. Nov 2005 20:03

Hallo Leute!

Vielen Dank für eure Hilfe!

Das Becken ist mit einem eheim Auqball ausgerüstet. Diesen habe ihc nun in der leistung zurückgenommen. So sollte praktisch keine Strömung vorhanden sein. Die Wurzel ist draussen.

Füttern tue ich mit verschiedensten Variationen; Jedoch nimmt er keine bisschen an. Dementsprchend kotet er auch nicht. Suche jedesmall das ganze Becken ab. Kein Kot zu finden.

Die Temparatur erhöhe ihn nun langsam. ich denke, dass alle Massnahmen nur nützen könnten. enn ich nichts mache, wird er sowieso sterben.

wie lange muss tie temp auf 36/36 grad sein, bis es es eine wirkung zeigen könnte :?: wenn es gar nichts bringt, werde ich ansonsten auf medikamente gegen Darmflagellaten zurückgreifen. auf die zwangsernährung werde ich jedoch momentan verzichten. habe keine erfahrung damit.

das wasser habe ich nun im quarantänebecken auf ph 6.4 satbilisiert. Seemandelbaumblätter sind drin. aqua-dna (easylife-ersatz) ist auch drin.

diskus habe ich nun gut ein jahr. hatte noch nie probleme, krankheiten oder ausfälle. hoffen wir mal, dass dieser fisch kein "lehrgeld" sein wird...

liebe grüsse

martin
Martin Junker
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Beitragvon MikeSt » 12. Nov 2005 21:31

Nachdem die Temp. bei 36 Grad angelangt ist, hälst du sie 10 bis 14 Tage. Denk an die Belüftung (Sprudelstein).

In der Regel wird Metrodinazol verwendet. Es ist verschreibungspflichtig, also über den Tierarzt zu erhalten. Die Dosierung ist mit 1 Gramm auf 100 Liter Wasser standart, greift aber oftmals nicht mehr, wie Mario auch schon anführte.
Das Kaufen von Metro offiziell/öffentlich von einen anderen, ist verboten. Ich winke gerade heftigst mit ner Zaunlatte.
In der Regel verschreiben das die Tierärzte problemlos. Nur bekommst du selten ein paar Gramm.

Die Flagellaten kommen mit der hohen Temp schlecht zurecht. Außerdem kurbelt die Temp den Stoffwechsel an. Das kann dazu führen, dass der Fisch weißkotet. Das ist kein Kot, es sind abgestorbene Darmzellen/ Darmschleimhaut. Dann können wir uns schon besser auf Flagellaten einstellen.
Allternativ kannst du mit Hexa- Ex von Zoomedica Frinkhinger arbieten. Es ist frei käuflich und gut verträglich. Bringt gerade in den Anfängen häufig Besserung. Obwohl ich ja von echter Medikamentierung ohne Befund abrate, halte ich Hexa für unbedenklich. wie du schon sagtest. Ohne stirbt er. Meistens zumindest.
Es kann auch bei der hohen Temp eingesetzt werden.
aut Packungsbeilage wird eine Normaldosierung empfohlen und 14 Tage später die dopplete. Der Sinn entzieht sich mir. Aber ich würde die empfohlenen Behandlungsintervalle einhalten.

Sag uns, wenn es ihm besser geht.

Viel Erfolg,

mike

und sorry, wenn ich viele Fehler reinhau. meine Tastatur ist im A....Gesäß.
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