Jeder wird das kennen: ein Freund, oder eine Freundin, oder beide kommen abends mal auf einen Sprung vorbei, sitzen auf dem Sofa und blicken – nichts böses ahnend - in das schöne Wohnzimmeraquarium. Dann passiert es. Die unvermeidliche Frage: „Was sind denn das für Fische, die sehen ja toll aus.“ Damit ist ihr Schicksal besiegelt. Das war der Startschuß für meinen Mann. Er setzt sich aufrecht hin und fängt im Detail an zu erklären, welcher Fisch wie heißt, woher er kommt, welches Weibchen dazu gehört, was er an Futter benötigt und aus welcher Familie er stammt. Zu letzterem wird natürlich ein prachtvoller Stapel entsprechender Nachschlagewerke hervor geholt. Wo genauestens beschrieben steht, worüber Ralph sich schon seit circa einer halben Stunde ausgelassen hat. Nachdem dann auch der Familienstand geklärt wurde, kommt seitens Ralphs die Frage, ob sie nicht auch noch seine Fische im Keller sehen möchten? Und wie es die Höflichkeit gebietet sagt man selbstverständlich: Gerne. Zu diesem Zeitpunkt überlege ich bereits, was ich denn nun die folgenden eineinhalb Stunden machen könnte! Aber im Haushalt fällt ja immer etwas an. So kann es dann aber auch passieren, das Freunde von uns echte Begeisterung gezeigt haben. Pech gehabt Kinder. Nun haben sie selbst mindestens ein Aquarium. Ab und zu konnte ich aber auch schon rettend eingreifen und Schlimmeres vermeiden. Aber es ist schon faszinierend zu beobachten, wie unsere Gäste immer und immer wieder in ihr Verderben rennen.
Am schlimmsten ist es, wenn angagierte Aquarianer uns mit ihrem Besuch erfreuen.
An solchen Abenden habe ich allerdings meistens selbst etwas vor. Denn, und da bin ich ganz ehrlich, das halte ich einen ganzen Abend nicht aus.
Gaaaaanz lieber Gruß von der
Fisch-Mama

