Patrick hat geschrieben:Wobei ich dazu sagen muss, dass es bei mir im Becken bisher durch solche Verletzungen noch nie zu einer Verpilzung gekommen ist. Dies lässt doch auf geringe Keimzahlen schließen und bestätigt, dass es ohne große Wasserwechsel auch funktionieren kann, oder?
das hat auch niemand bezweifelt, oder? Es kann funktionieren. Und in einigen Fällen tut es das sogar über einen relativ langen Zeitraum. Wie bei dir ja anscheinend auch zu erkennen ist. Ein Hinweis auf deine gestorbenen Tiere wäre hier fehl am Platze, weil sowas immer sehr viele unterschiedliche Ursachen haben kann und nicht zwangsläufig auf zu wenig WW hindeuten muss (trotzdem wäre das die Sache, an der ich als erstes bei dir ansetzen würde um eine Wiederholung zu vermeiden
Ich würde aber keinesfalls sagen, dass häufige WW überflüssig sind, nur weil du noch keine (Wund-) Verpilzung hattest. Du hast recht, dass eine hohe Keimzahl die Wundverpilzung fördern kann, weil: Pilzsporen gibt es eigentlich immer im Wasser. Kommt es zu einer oberflächlichen Schleimhautverletzung, so wird eine Festsetzung und ein Wachstum der Pilze in der Wunde erst dadurch ermöglicht, dass die natürliche Pilzabwehr der Schleimhaut durch Bakterien herabgesetzt wird, die sich zuerst in der Wunde festsetzen.
Ich denke aber auch, dass dein Ozon viele Pilzsporen abtötet. Die Wirkung von Ozon auf Pilzsporen ist jedoch umstritten.
Aber zurück zum Thema: es geht doch hier einfach darum, dass du nicht jedem Anfänger, der grade ein Problem in seinem mit 15 halbwüchsigen Diskus besetzten 400 Liter Becken hat, empfehlen solltest, er könne doch mal seinen Wasserwechsel auf 10% pro Monat reduzieren. Sorry für die Übertreibung, aber ich habe nicht den Eindruck, dass du bisher verstanden hast, was wir eigentlich meinen.
Gruß,
Hannes


