was machen?

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was machen?

Beitragvon frank_diskus » 11. Jun 2011 08:43

Beschreibung des betroffenen Tieres:
(Alter, Größe, Atemfrequenz)
3 Jahr, 14 cm, mormal

Beschreiben Sie das Problem des betroffenen Tieres:
(Verhalten, Atmung, Kot, Futteraufnahme, Farbe)
zieht sich zurück, normal, ??, sehr schlecht, nicht dunkle

Trat dieses Problem vorher schon mal auf?:
nein

Haben Sie es behandelt? Wie?:
SMBB
Gab es in letzter Zeit andere Probleme? Welcher Art? Hat eine Behandlung statt gefunden? Wie?:
Tier war ca. vor 3 Monaten abgemagert da im Hauptbecken immer gejagt wurde, daraufhin umzug ins Q-Becken,
Tier hat sich daraufhin erholt jedoch vor 4 Wochen wurde die Futteraufnahme immer weniger. Habe mal bei einem Fach-TA
einen Diskus einschläfern müssen. Das Tier hatte Fisch-TB, somit ist hier der Verdacht auch auf Fisch-TB.

Daten zu Ihrem Aquarium:
(Größe, Einrichtungsgegenstände,Bepflanzung, Bodengrund, Wurzel, Düngung/Co2,etc.)
180 Liter, 2 Pflanzen, Bodengrund eswas Kies,

Angaben zur Filterung:
(Art und Größe des/der Filter(s), Liter pro Stunde, Filtermaterial)
Innenfilter vom Beckenhersteller, 600 Liter/h

Angaben zu Wasserpflege:
(Wie / Wie oft wird der Filter gereinigt? Wie / Wie oft wird der Bodengrund gereinigt?)
1 Woche 70 Liter, nach bedarf

Fischbesatz:
2 Diskuse

Gab es einen Neukauf von Tieren? Wann? Woher?:
(Zoohandlung, Zücher, etc.)
-
Welches Futter verfüttern Sie? Wie oft?
Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter. morgends und am abend
Angaben zum Wasserwechsel:
(Wie oft? Wieviel? Welche Temperatur hat das Wechselwasser?)
siehe Waserpflege
Bereiten Sie Ihr Wasser auf?
(Osmosewasser,Easylife, Torf, etc.)
Easylife
Daten zum Wasser (Geruch,Farbe)
Klar, kein Geruch
Wasserparameter des Aquariums
Temperatur des Wassers: 28
Gesamthärte (GH): 8
Karbonathärte (KH): 3
Nitrit (No2-): nicht messbar
Nitrat (No3-): 25
pH-Wert: 7
Phosphatgehalt (PO4):?
Eisengehalt (Fe):?
Kupfer (Cu):?
Schwebstoffe:?

Wasserparameter des Wechselwassers
(Leitungswasser, Brunnenwasser, etc.)
Temperatur des Wassers:
Gesamthärte (GH):
Karbonathärte (KH):
Nitrit (No2-):
Nitrat (No3-):
pH-Wert:
Phosphatgehalt (PO4):
Eisengehalt (Fe):
Kupfer (Cu):
Schwebstoffe:


Nochmals zum Problem: das Tier habe ich aus dem Gesellschaftbecken heraus genommen, da es immer wieder gejagt wurde.
Im Q-Becken hat es dann wieder an Substanz zugenommen bis vor 4 Wochen, nun hat das Tier wieder abgebaut auf den Zustand als er eingesetzt wurde. Der andere Diskus ist auch so ein Problem Tier das im Gesellschaftsbecken immer wieder
gejagt wurde und das fressen eingestellt hat.

Der 1 Problemdiskus hat bis gestern wenigsten noch etwas gefressen, seit heute nichts mehr. Soll ich diesen nun gleich
einschläfern bevor das Tier leidet? Weil es krümmt sich auch irgendwie ab und zu mal.

Was soll ich tun?

Gruss Frank
frank_diskus
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Re: was machen?

Beitragvon frank_diskus » 12. Jun 2011 11:15

Hallo,

hat keiner eine Idee?

Gruss
Frank
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Re: was machen?

Beitragvon Andre1042 » 12. Jun 2011 18:04

Hallo Frank !

Fischtuberkulose ist ein heikle Sache, ich glaube nicht daß hier viele mit dieser Krankheit zu tun hatten auch ich nicht und deshalb auch keine brauchbaren Ratschläge gegeben werden können. In deinem Falle kann dir wirklich nur ein Tierarzt weiterhelfen.

Mit freundlichen Gruß
Andre
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Re: was machen?

Beitragvon littleflo » 13. Jun 2011 15:01

Hallo,
Also wenn es um solche Sachen geht würde ich einen Koi-Arzt aufsuchen. Die kennen sich mit solchen Krankheiten sehr gut aus. Und wissen auch was zu tun ist.
Gruß
FLO
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Re: was machen?

Beitragvon frank_diskus » 14. Jun 2011 08:11

Hallo,

ich werde heute zum Fach TA gehen und die beiden betroffen Tier wahrscheinlich einschläfern lassen :( .
Gegen diese Krankheit hilft halt nichts.

Ein Tierarzt hat mal gesagt das ca. 70-80% der Zierfische die Krankheit schon in sich tragen.

Wenn ich nun meinen ganzen Bestand an Diskus einschläfern lassen würde, das Becken reinigen usw. und mit
Parafreie anfange. Haben diese die Erreger garantiert nicht?

Gruss
Frank
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Re: was machen?

Beitragvon Onkel Tom » 14. Jun 2011 15:56

Hallo Frank,

es ist richtig, dass viele Fische den Erreger für TB in sich tragen. Soweit mir bekannt ist, wird der Diskus äußerst selten von Turberkulose befallen.
Wenn Du schon zu einem Fachmann gehst, verlasse Dich bitte nicht auf den mikroskopischen Befund der Leberuntersuchung. Erst nach Anwendung der Ziehl-Neelsen Färbung kann mit Sicherheit gesagt werden, ob der Erreger vorhanden ist.

Also, lasse Dich bitte nicht verunsichern. Ich an Deiner Stelle würde erst die Ergebnisse dieser speziellen und umfangreichen Untersuchung abwarten. Wie ich aus der Sammelliste für Fischtierärzte ersehen kann, hast Du einige Fachleute in Deiner Nähe.
zierfischaerzte-in-eurer-naehe-t24254.html

Ich wünsche Dir viel Erfolg.
Liebe Grüße von der Nordsee

Tom und Marion
http://www.onkel-toms-diskus.de/
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Re: was machen?

Beitragvon Beobachter » 14. Jun 2011 16:06

Hallo Frank,

Die Fischtuberkulose ist eine durch Mykobakterien verursachte Erkrankung. Sie kommt vorwiegend dann zum Ausbruch, wenn der Fischorganismus durch vorhandene Stressoren geschwächt wird und das Immunsystem eine Infektion durch die Erreger der Fischtuberkulose nicht mehr abwehren kann.
Zumeist sind Mykobakterien - wie von Deinem TA erläutert - latent in einem Aquarium vorhanden und führen unter günstigen Bedingungen in der Regel nicht zu einer Infektion. Kommt es zu einem Ausbruch bzw. zu einer massenhaften Vermehrung der Bakterien kann es zu einem schleichendem Verlust des Fischbestandes kommen. Manchmal sind auch seuchenartige Verläufe möglich, bei denen der Fischbestand innerhalb kurzer Zeit ausgelöscht wird.
Erfolgreiche Behandlungsmethoden sind mir nicht bekannt. Nach meiner Information sind die Erreger der Fischtuberkulose resistent gegen alle für Fische verträglichen Antibiotika. Zumeist führen medikamentöse Behandlungen lediglich zu einem Hinauszögern der Erkrankung und damit zu einer Verlängerung des Leidensweges.
Somit sollte der Schwerpunkt auf die Optimierung der Lebensbedingungen gesetzt werden. Nur so besteht die Chance, die Erkrankung einzudämmen und diese wieder in den passiven Zustand "zurückzusetzen".
Bereits erkrankten Tieren, bei denen eindeutig die Fischtuberkulose als Verursacher feststeht ist sehr wahrscheinlich nicht mehr zu helfen. Es kann lediglich versucht werden unter Ausschluss relevanter Stressoren (z.B. bei "Mobbing" in Quarantäne setzen, für gute Wasserqualität sorgen etc.) das Immunsystem zu stärken. Evtl. kennt der TA auch ein Antibiotikum, mit dem es "versucht werden kann". Zu empfehlen ist es aber nicht.
(Noch) nicht erkrankten Tieren müssen ab sofort beste Lebensbedingungen geboten werden. Dazu gehört unter anderem:

- Eine penible Wasserpflege (mindestens 50% Wasserwechsel pro Woche)
- Austausch des Bodengrundes (Empfehlung meinerseits zur Reduzierung der Keimdichte)
- Eine Optimierung der Filterung
- Abwechslungsreiche, vitaminreiche Ernährung

Aus Deinem Diagnosebogen geht nicht eindeutig hervor, ob es sich bei dem von Dir beschriebenen Becken um das Quarantäne- oder Gesellschaftsbecken handelt. Die Haltung von weniger als 4 Tieren in einer Gruppe ist langfristig ungünstig und kann negative Auswirkungen haben.
Darüber hinaus empfehle ich dringend abzuklären, ob relevante parasitäre Stressoren vorhanden sind. Hierzu zählen vor allem Darmwürmer.
Weiterhin rate ich dazu - sofern das Wechselwasser nicht über eine Entgiftungsanlage läuft (sprich z.B. Osmose, Kohleblock) - mindestens einmal im Monat über eine Aktivkohlefilterung eine Reduzierung möglicher über das Leitungswasser ins Becken gelangten Gifte vorzunehmen.

Gelingt es, einen Großteil relevanter Stressoren zu minimieren könnte es gelingen, den restlichen Fischbestand zu retten und die Fischtuberkulose zu “deaktivieren”.

Übrigens:
Da es sich bei der Mykobakteriose bzw. Fischtuberkulose um eine Zoonose, also um eine auch auf den Menschen übertragbare Erkrankung handelt muss bei der Handhabung mit dem infizierten Aquariumwasser oder den aquaristischem Material, das mit diesem in Kontakt gekommen ist, mit Vorsicht vorgegangen werden. Offene Wunden dürfen nicht mit den Bakterien in Kontakt kommen. Zu verwenden sind sicherheitshalber Schutzhandschuhe und Desinfektionsmittel.
Ich denke aber, dass der TA Dich darüber aufgeklärt hat.

Zu Deiner Frage:

Ich glaube nicht, dass es zum jetzigen Zeitpunkt ratsam ist, alle - also auch die gesunden - Tiere einzuschläfern. Dies würde, so meine ich, den Rahmen sprengen.
Es bestehen noch Chancen.
Sollte die Krankheit dennoch nicht zu stoppen sein und es zum Verlust der Tiere kommen sollte, ist eine gründliche Desinfizierung des Beckens und aller damit in Kontakt stehenden Materialen, Geräte und Einrichtungsgegenständen unabdingbar. Formaldehyd, Isopropanol und Kaliumpermanganat können dafür in Frage kommen, wobei vor allem ersteres nicht ungefährlich ist. Informiere Dich hierzu am besten bei Deinem TA. Wichtig ist hierbei vor allem, dass das eingesetzte Desinfektionsmittel gegen Tuberkulosebakterien wirkt bzw. diese sicher abtötet.


frank_diskus hat geschrieben:Hallo,

Wenn ich nun meinen ganzen Bestand an Diskus einschläfern lassen würde, das Becken reinigen usw. und mit
Parafreie anfange. Haben diese die Erreger garantiert nicht?

Gruss
Frank


Wie bereits geschrieben, tragen die meisten Fische den Erreger der Fischtuberkulose in sich. Auch parasitenfreie Diskusfische sind hiervon selbstverständlich NICHT ausgeschlossen !

Grüße
Paulo, der Beobachter
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Re: was machen?

Beitragvon Andre1042 » 15. Jun 2011 05:36

Hallo Paulo !

Respekt für diese ausführliche Erklärung über Fischtuberkulose, das ist eine ordentliche Aufklärung wo wir alle daraus lernen können dafür vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Andre
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Re: was machen?

Beitragvon frank_diskus » 15. Jun 2011 08:09

Hallo Paulo,

vielen Dank für die Antwort auf meine Frage.

Ich werde heute zum TA gehen und das betroffene Tier einschläfern lassen, das hat auch schon über 60% seines Köpervolumens abgebaut, somit ist diesem nicht mehr zu helfen und man sollte auch einen Diskus nicht unnötig leiden lassen.

ZU meinen Becken. Ich habe seit 2009 zwei Becken laufen. Eines ist das Gesellschaftsbecken gut 400 Liter mit den meisten Tieren und das Q-Becken 180 Liter wo meine "Problemfälle" hinein kommen und viele gesund gepflegt werden oder auch nicht :( . Vor ca. 2 Jahren hatte ich mal 5 kleine Diskuse gekauft um diese groß zu ziehen und dann die mir gefallen behalten und den Rest dann abgeben. Leider sind hier 2 gestorben, bei einem wurden dann die Fisch-TB festgestellt. Somit gehe ich wenn ein Diskus stirbt davon aus das er Fisch-TB hat. Ich hatte auch ein Diskus kurz danach gestorben ist, bei diesem war nichts nachzuweisen ( eigendlich komisch?? ). Das jetzt betroffene Tier ist ca. 3-5 Jahre alt.

Mit der Wasserpflege halte ich es schon genau und versuche alles ok zu machen. Ach von der Nahrung her so viel Abwechslung wie möglich.

Gruss Frank
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Re: was machen?

Beitragvon frank_diskus » 17. Jun 2011 09:19

Hallo zusammen,

ich wollte ja den Leoparddiskus einschläfern lassen. Aber man gibt ja meist dem Tier noch eine Chance. Also zum Fach-TA gefahren. Untersuchung ergab nichts ( Kiemen / Hautwürmer oder Darmparasiten ). Der TA gab dem Tier einen Dosis Antibiotika unterhalb der Brustflosse und noch eine Portion Zwangsernährung. Gestern am Abend hat das Tier nun ganz zögerlich wieder zumindest Enchyträen angefangen zu fressen, zwar nicht viele aber immerhin mehr als garnichts wie die letzten 6 Tage. Mal sehen ob ich das doch abgemagerte Tier wieder hinbekommen? Gruss
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Re: was machen?

Beitragvon frank_diskus » 29. Jun 2011 15:55

Hi Leute,

also bei meiem Diskus sieht es so aus. Der Fach TA hat dem Tier zweimal Antibiotika gegeben.

Seit dem frißt das Tier wieder etwas.

Gruss
Frank
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