Trinkwasser - das "best kontrollierte Lebensmittel&

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Beitragvon Markus » 22. Mär 2009 13:49

Hallo Zusammen,

kurze Ergänzung:
Gestern stand in der Tageszeitung, dass 4 Tonnen von einem Entworgungsunternehmen in Iserlohn verklappt wurden und dies nur durch Zufall entdeckt wurde, da die Waserwerke auf diese Chemikalie nicht prüfen.

Ich frage mich, wie oft sowas schon von diesem Unternehmen gemacht wurde und hoffe, dass dieses "Entsorgungsunternehmen" jetzt auch entsorgt wird :-(

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon jgottwald » 22. Mär 2009 14:03

Hallo Markus,
und wieviel Privatleute machen das das, von Farbe zu Lösungsmittel bis hin zu wer weiss was ab in den Abguss.
Auch müsste ein Carbonitfilter wohin wenn er zu ist?
mfg
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Beitragvon Markus » 22. Mär 2009 19:56

Hallo Jörg,

normalerweise müsste der in die Müllverbrennung, da hast Du recht. Ich möchte nicht wissen, was da alles drin ist.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon jgottwald » 22. Mär 2009 20:02

Hallo Markus,
auf jeden Fall die Schwermetalle die er rausfiltert und die müssen eigentlich gesonders entsorgt werden. Ein Beispiel: jede Fachfirma muss heute den Russ aus Heizungen seperat entsorgen und was macht ein Privatmann? Der wirft ihn in den Restmüll.
mfg
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Beitragvon Markus » 22. Mär 2009 20:28

Hallo Jörg,

und der professionelle Entsorger? Zerkleinert ihn und leitet ihn wieder in die Ruhr ;-)

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon Pascal Böhm » 23. Mär 2009 07:36

Hallo,

da lass ich mir doch gleich mal meinen kaffe schmecken den ich mit ganz frischen osmosewasser aufgesetzt habe:-)

macht mal den versuch nen tee zu kochen ,
2 weiße tassen, in eine leitungswasser und in die andere osmosewasser,
beide tassen in die mikrowelle bis das wasser kocht und dann in jede tasse nen beutel tee ( mit schwarztee wirds besonders deutlich)
ich wette ihr trinkt kein leitungswasser mehr!

ja ja unser trinkwasser!

viele grüße
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Beitragvon m.kaiser » 23. Mär 2009 08:47

Hi Pascal,

das hat aber eher was mit der Härte zu tun, als mit schadstoffbelastetem Trinkwasser.
Ich ziehe die grüne Variante vor.

Grüße Marco
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Beitragvon Pascal Böhm » 23. Mär 2009 09:24

Hallo Marco,

das ist sicherlich richtig das da die härte auch mit reinspielt,
aber in der zeit in der ich nun das osmosewasser trinke ( ca 2 liter am tag) sind solche sachen wie neurodermitis und allergien ( heuschnupfen ect.) sehr viel besser geworden, jahrelang hatte ich starke probleme und nahm medikamente- nun nehme ich keinerlei madis und bin fast beschwerdefrei, auser 2-3 wochen im jahr ( wenn alle wiesen blühen, da habe ich ganz leichte beschwerden).

bis auf das wassertrinken habe ich nichts verändert- irgendo muss es ja herkommen......

viele grüße
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Beitragvon jgottwald » 23. Mär 2009 09:29

Hallo Pascal,
das Problem ist das wir zum grossen Teil selbst an dieser Situation schuld sind. Da wir Wasser als selbstverständlich ansehen, behandeln wir es auch ebenso. So gelangen immer mehr Stoffe in den Wasserkreislauf die von normalen Kläranlagen nicht entfernt werden können. Jede neue Kläranlage bekommt heute noch neue Stufen dazu in denen versucht wirde diese Stoffe zu entfernen, bloss soviele neue gibt es nicht.
mfg
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Beitragvon Pascal Böhm » 23. Mär 2009 10:52

Hallo,

das wir selbst schuld an der misere sind streite ich nicht ab, und das es von tag zu tag schlimmer werden wird ist auch klar.

was mich nur ärgert an der ganzen geschichte ist, das wir von oben immer suggeriert bekommen unser wasser ist das best kontriliert lebensmittel überhaupt-das lässt den entschluss zu das es gesund ist! und das ist m.e. nicht mehr so. im gegensatz, ich bin davon überzeugt, das durch diverse stoffe ( hormone, pft, lösungsmittel, medikamentenrückstände, nitrate usw) das wasser krankheiten auslösen kann!
aber da im grundgesetz jeder ein recht auf trinkwasser hat-müssten sie entweder das GG ändern oder anlagen einbauen die trinkwasserqualität garantieren. jedoch ist das mit kosten verbunden die keiner übernehmen will! deshalb setzt man die grenzwerte nach oben und streicht kritische parameter-so erfüllt unser Leizungswasser alle anforderungen und junge mütter flößen es guten gewissens ihren babys mit der flasche ein- und wundern sich wenn die kinder krank werden............

und wir lassen unser fische drin schwimmen und wundern uns wenns mit der nachzucht nicht mehr klappt oder wir aus heiterem himmel die seuche im becken haben...........

aber unser wasser wird ja untersucht...........

nachdenkliche grüße
pascal
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Beitragvon RIPchen » 23. Mär 2009 11:00

neurodermitis und allergien ( heuschnupfen ect.) sehr viel besser geworden


Wenn das so war, dann ist Dein Leitungswasser metallbelastet. Die lange Erklärung dafür, die ich selbst nicht begriffen habe, erspare ich Dir. Ich bin für eine Behandlung des Problems 700km weit gefahren und habe alle Ratschläge des Arztes befolgt, das war einer davon und er hat gestimmt.
Das heisst nicht, dass alle im Leitungswasser Metalle haben, sondern er hat mir erklärt, dass Metalle dafür verantwortlich sind. Wenns davon bei Dir besser wurde, dann hast Du im Leitungswasser Metalle, das ist meine Aussage dazu.
Lieben Gruß
Bernhard

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Beitragvon RIPchen » 19. Mai 2009 14:10

In der aktuellen Ausgabe (Mai 2009) des Online-Aq-Magazins ist noch ein Verweis auf aktuelle Trinkwasserberichte, und zwar hier.

Trinkwasser-Qualitätsbericht veröffentlicht
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das
Umweltbundesamt (UBA) hat Anfang April einen Bericht
über die Trinkwasserqualität über den Zeitraum von 2005
bis 2007 in Deutschland veröffentlicht.
Demzufolge werden die recht strengen Auflagen an die
Wasserqualität von den Anlagen zu mehr als 99 Prozent erfüllt.
Die Überschreitungen wurden hauptsächlich in den
coliformen Bakterien nachgewiesen. Die Überschreitung
des Nitratwertes ist von 1,1 % 1999 auf 0,08 % 2007 gesunken.
Das Trinkwasser ist also auch weiterhin das am intensivsten
untersuchte und kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.
Der erste Bericht zur Trinkwasserqualität (2002 bis 2004)
ist nachlesbar unter
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info- ... hwort=3012.
Der aktuelle Bericht (2005 bis 2007) unter
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info- ... hwort=3616
Lieben Gruß
Bernhard

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Beitragvon Markus » 19. Mai 2009 19:16

Hallo Bernhard,

Das Trinkwasser ist also auch weiterhin das am intensivsten
untersuchte und kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

Das kann man sicher nur unterstreichen.
Vergessen sollte man dabei aber nicht, dass nur auf einen winzigen Bruchteil dessen, was wirklich im Wasser enthalten sein könnte, auch untersucht wird.

Wenn man jede Banane hinsichtlich Krümmung und Biegeradius untersuchen würde, wäre es sicherlich auch das bestkontrollierteste Obst der Welt ;-)

Nee, mal im Ernst. Es werden immer wieder neue Spurenstoffe durch Forschungsaktivitäten und verbesserte Analysemöglichkeiten im Leitungswasser gefunden. Reagiert wird nur, wenn man etwas entdeckt und man meint, es würde für den Menschen gefährlich.
Was bei einem Fisch passiert, der nicht nur Wasser trinkt, sondern sein Leben darin in der Regel für 24h jeden Tag verbringt, ist irrelevant.

Hier mal ein Zitat eines Laborleiters bei der Landeswasserversorgung, was meiner Ansicht nach den Kern des Übels gut darlegt:

"Für den Wasserversorger ist es von großer Bedeutung, das Vorhandensein von Schadstoffen in den Roh- und Trinkwässern zu kennen. Bei einer Schadstoffpalette von über 30.000 relevanten Chemikalien und deren Abbauprodukten ist die Einzelstoff-Spurenanalytik mittels physikalisch-chemischer Methoden bei dieser Aufgabenstellung eindeutig überfordert. Nur die Substanzen, nach denen der Analytiker sucht, können gefunden werden, wenn entsprechende Referenzsubstanzen zur Verfügung stehen."

Da ich in Nähe des Ruhrgebietes wohne, habe ich die letzten Jahre mehrere Problemfälle in der Presse mitverfolgen können. Dies waren z.B. PFT, das in diesem Thread genannte Sulfolan, Röntgenkontrastmittel und einige andere Stoffe, die im Leitungswasser nachgewiesen wurden.
Dies wurde aber m.E. nie von den Wasserwerken gefunden, sondern aus meiner Erinnerung heraus immer nur durch stichprobenartige Kontrollen unabhängiger Labore. Wie lang diese Stoffe unerkannt im Leitungswasser waren, kann keiner genau sagen.

Und wenn ich dann noch so Artikel wie vor einigen Monaten in der Datz lese, die die Verwendung von Aktivkohle für die Leitungswasseraufbereitung für die Aquaristik als überflüssig oder gar schädlich darstellt, finde ich das nicht nur schlecht recherchiert, sondern auch noch gefährlich !

Aber was soll ich mich aufregen... Ich habe 2x20" Carbonitpatronen + 4 ltr Schüttkohle in meine Leitungswasserzufuhr gesetzt und seitdem keine Probleme mehr.

Warnen kann ich aber aus meiner Sicht nur die, die sich auf den Spruch des bestuntersuchtesten Lebensmittel der Welt allzusehr verlassen. Es kommt immer auf die Verhältnismäßigkeit an, denkt an die Banane ;-)

Schöne Grüße
Markus
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