Mal ein paar einfache Tipps, damit die gekaufte Osmoseanlage nicht schnell ein Fiasko wird.
1. die Anlage nie gerade so kaufen, 200 ltr/d sind eben doch nur 8-9 ltr pro Stunde. Ausserdem sinkt die Leistung der Anlage im Winter extrem.
2. Folgende Richtsatz bei Anlagen ohne Boosterpumpe beachten: die Grösse der Membrane in GPD x 2 ergibt die ungefähre Tagesleistung. Der GPD Wert sagt folgendes aus: Leistung der Anlage bei 25° warmen Wasser und 3,5 bar =50 PSI bei relativ weichem Wasser. Alles was davon abweicht, z.b. kälteres Wassser und ein geringerer Druck mindert die Leistung.
3. Bei Anlagen ohne Boosterpumpe sollte ein variables Spülventil und am besten noch ein Manometer verbaut sein. Mit dieser Technik kann ich die Anlage gut einstellen und "überwachen". (das Manometer ist nicht unbedingt erforderlich) Mit dem variablem Spülventil bin ich beim Membrantausch nicht mehr an die bislang verbaute gebunden.
4. Wer viel Wasser am Tag braucht, für den rechnet sich der Kauf einer besseren Anlage mit 1:1 oder 1:2 recht schnell . Bei richtigen Profianlagen gilt: die Leistung bleibt recht konstant.
5. Anlagen mit Boosterpumpe brauchen einen Stromanschluss, das sollte man beim Kauf beachten.Boosterpumpe mit 12-48 Volt sind keine Dauerläufer, also nicht für den Dauerbetrieb. Der Verbau einer solchen Pumpe bringt in der Regel einige Vorteile : mehr Wasser, bessere Rückhaltung und ein besseres Ab/Reinwasserverhältniss
6. In Deutschland ist ein 3/4 Zoll Wasserhahnanschluss üblich, 1/2 Zoll ist eigentlich mehr für Amerika.
7. Ein fester Anschluss ist für die Anlage von Vorteil, gerade da die Membranen später nicht austrocknen dürfen.
8. Eine montierte Anlage ist für den absoluten Laien von Vorteil, oder jemand der sie montieren kann. (mancher Unfall hätte so verhindert werden können)
9. Die Aussage das man min. 3bar für den Betrieb einer Osmose braucht, gilt nur eingeschränkt . Alle Angaben der Hersteller basieren auf 50 PSI=ca. 3,5 bar!
10. Bedenkt das jede Membrane eigentlich für ein Rein/Abwasserverhältniiss von 1:4 gebaut worden ist. Das Verändern des Verhältnisses für oft zum sogenannten Verblocken.
11. Oft sind alle Teile einer Osmoseanlage genormt. So die Membrane, die Schäuche und andere Dinge. Es gibt aber Teile, z.b. die Dichtungen der Vorfiltertöpfe die manchmal selbst von Sendung zu Sendung anders sind.
12. Beachtet das eine Osmoseanlage die aus Ersatzteilen montiert wird, wesentlich teurer ist wie eine komplette. So kostet oft ein Satz Vorfilter und eine neue Membrane schon soviel wie eine ganz neue 3 Rohr Anlage
13. Der Volumenstrom des Abwassers bei einer vergleichbaren Anlage mit und ohne Boosterpumpe ist relativ gleich, nur die Menge des Reinwasser verändert sich. Dadurch entsteht ein besseres Verhältnisss!
14. Gibt man dem Leitungswasser gewisse Stoffe bei, kann man das Verhältniss verbessern. Diese verhindern einfach gesagt, das sich Kalk ablagert.
15. Eine persönliche Anmerkung von mir: eine Osmoseanlage garantiert nicht automatisch das man erfolgreich Diskus halten kann. Sie hilft aber bei regelmässiger Benutzung beim Einstellen eines Diskusgerechten Wassers und verhindert so, das der Fisch im ständigen Stress lebt.
mfg
jörg
Eingige dieser Dinge haben sich im Laufe der Zeit verändert und ich bin bei einer neuen Version



