Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

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Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Markus » 7. Feb 2012 21:51

Hallo Zusammen,

unter folgendem Link habe ich einige Gedanken zum Thema Granulat zusammengefasst.
http://www.diskusportal.de/quellverhalten-von-diskusgranulat-%E2%80%93-fakten-u-the-t33826.html

Da dort keine offenen Diskussionen geführt werden können, eröffne ich einfach mal hier einen Thread. Per PN habe ich ein paar Rückmeldungen bekommen, auf die ich hier kurz eingehen möchte. Wenn dazu oder darüber hinausgehend Fragen sind, möchte ich gern dazu Stellung nehmen, aber Euch auch gleichzeitig bitte, Eure Erfahrungen u. Meinungen hier auch kund zu tun.
Gerhard Rahn hat sich auch bereit erklärt, einen vor einiger Zeit in der DATZ erschienenen Beitrag von ihm hier (bzw. unter oben eingestelltem Link) einzustellen. Zwischenzeitlich hat er auch noch einen weiteren interessanten Punkt bei der Granulatfüttterung festgestellt, den er uns hoffentlich nicht vorenthält ;-)

Kurz zu den Punkten aus den PN´s.
- "Fazit alle Quellen mehr oder weniger gleich stark."
- "mich würde mal Interessieren welches Granulat als gut empfehlen kannst."

Ja, mehr oder weniger quellen sie gleich stark. Manche ewas mehr, aber auch die Quellgeschwindigkeit ist leicht unterschiedlich. Was aber nicht genau aus den Messwerten hervorgeht, ist die resultierende Konsistenz des Granulates. Speziell die Zübis werden so weich, dass sie beim leichten "Anstubsen mit einem Spatel" schnell auseinander fallen. Dieses Granulat verfüttere ich seit vielen Monaten und bin damit sehr zufrieden. Ähnlich sind die SAK-Granulate zu bewerten, die ich auch schon seit vielen Jahren einsetze. Das Discusfood habe ich nicht hinreichend getestet, erster Eindruck war positiv, ausserdem habe ich von einigen gehört, dass es gut sein soll. Rudi Blume füttert es auch sehr erfolgreich an Welse, die auch manchmal recht empfindlich auf Diskusgranulte reagieren (wie das bei anderen Granulaten ist, kann ich nicht sagen).
Das Tropical D50 verfüttere ich ebenfalls über einen längeren Zeitraum bei Diskus ohne Probleme, allerdings bisher nur an Diskus, die bereits an Granulat gewöhnt sind! Einige Ramis und Ancistrus haben das Futter leider nicht so gut vertragen, daher hier nur eine eingeschränkte Empfehlung meinerseits.

Mein bisheriges Resumee bzgl. der Untersuchung des QUellverhaltens ist, dass das Quellen wenig Rückschlüsse erlaubt, wie ein Granulat vertragen wird. Ein weiterer Punkt ist wie schon zuvor gesagt, dass jedes Granulat mehr oder weniger quillt.

Wer das mit seinen Granulaten mal nachvollziehen möchte, aber nicht auf ein Mikroskop mit Messfunktion zurückgreifen kann: Ein Reagenzglas oder ein ähnlich schlankes Röhrchen, welches man mit trockenem Gran füllt und an der Oberkante einen Strich zieht, kann nach Wasserzugabe schauen, wo der zweite Strich nach dem Quellen an der Oberkante des nassen Granulates zu setzen ist.

Schöne Grüße
Markus
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Robert B » 7. Feb 2012 22:02

Hallo Markus,

ich habe auch schon das Quellverhalten einiger Granulate nach der 2ten von dir beschriebenen Methode getestet.

Die meisten (fast alle) quellen um das 2 bis 3fach. Bei manchen ist das Quellen schon nach 5 Minuten nahezu abgeschlossen, bei anderen dauert es bis zu 15 Minuten.
Das Diskusfutter von Naturefood, sowie die beiden neuen Granulate von Diskusfood quellen sehr wenig. max. 1,5x.

Was mir dabei auch aufgefallen ist, ist dass einige Granulate einiges an Farbstoffen abgeben, manche trüben auch den Überstand ganz schön.

Ob das Quellen wirklich soviele Rückschlüsse zuläßt, da hab ich auch meine Zweifel. Ich verfütter schon einiger Zeit Granulate von Söll wo das Quellen recht lange dauert, ohne dass es je Probleme gab.

Gruß,
Robert
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Gerhard_Rahn » 7. Feb 2012 22:23

Hallo Markus,

wie vorgestern telefonisch beprochen, füge ich einen Beitrag von mir ein, der 2001 in der DATZ erschienen ist. Ich werde in den nächsten Tagen noch etwas dazu ergänzen:

Zitat:
"Solange Diskusfische in unseren Aquarien gepflegt werden, machen sich die Aquarianer Gedanken über die artgerechte und gesunde Ernährung ihrer Pfleglinge. Dies ist nicht immer leicht. Gelegentlich muß auch einmal vor der einen oder anderen Futterart gewarnt werden, auf jeden Fall dann, wenn sie nicht artgerecht ist oder wenn sie sogar gefährlich werden könnte.

Gefahren durch die Verfütterung von Granulaten?

In der Ernährung der Aquarienfische haben seit vielen Jahren auch von der Aquarienindustrie hergestellte Futtermittel einen festen Platz. An erster Stelle sind hier Flockenfutter und Futtertabletten zu nennen. Seit etwa knapp zwei Jahrzehnten gibt es auch Fischfutter in Granulatform. Alle diese Formen haben grundsätzlich auch ihre Berechtigung bei der Ernährung der Diskusfische. Einige Hersteller deklarieren ihr Granulat sogar als spezielles Diskusfutter. Diskusfische, aber nicht nur diese, sollten aus verschiedenen Gründen möglichst abwechslungsreich ernährt werden. Es ist vorteilhaft, wenn Jungfische und halbwüchsige Tiere mehrere kleine Mahlzeiten bekommen, möglichst über den ganzen Tag verteilt. Mit Flockenfutter, Tabletten und Granulaten ist dies auf bequeme Art möglich, da diese Futterarten in der Nähe des Aquariums gelagert werden können. Frostfutter und Lebendfutter sind in der Lagerung und Handhabung wesentlich aufwendiger. Granulate kann man außerdem sehr gut mit einem Futterautomaten füttern, ebenso lassen sie sich gut mit Vitaminen anreichern. Wenn Diskusfische nicht ausschließlich mit diesen Futterarten ernährt werden, ist gegen ihre Verwendung nicht viel auszusetzen, bis auf die Tatsache vielleicht, daß einige von ihnen zusätzliche künstliche Farbstoffe enthalten. Ansonsten sind z.B. vom Flockenfutter keine negativen Auswirkungen bekannt, anders sieht dies bei der Verfütterung von Granulaten aus. Hier sind schon von Anfang an immer wieder Probleme aufgetreten. Oft sterben Diskusfische plötzlich, ohne daß ein möglicher Zusammenhang damit erkannt wird.

Die Symptome
Die Symptome gleichen denen einer Vergiftung. Sie treten in der Regel einige Stunden, spätestens am nächsten oder übernächsten Tag nach der Verfütterung des Granulates auf. Manchmal haben die Diskusfische einen dicken Bauch, sie färben sich dunkel, einige Körperpartien können dabei extrem hell werden. In diesem Stadium werden die Tiere unruhig und zunehmend schwächer, sie legen sich auf den Boden oder stützen sich dort ab, andere hängen an der Oberfläche, beim Schwimmen stoßen sie gelegentlich leicht an Einrichtungsgegenstände oder setzen „hart“ auf dem Beckenboden auf. Die Augen bekommen oft eine unnatürlich grelle Färbung, die Tiere wirken orientierungslos, sie schießen gelegentlich durch das Becken. Die Atmung ist anfangs beschleunigt, später ist sie stark verlangsamt und schwach, schließlich setzt sie ganz aus. Dieser Vorgang dauert oft nur einige Minuten oder wenige Stunden, gelegentlich erholen sich die Fische aber auch, wenn sie nicht zu stark geschädigt sind. Dies dauert allerdings einige Tage.

Die möglichen Ursachen
Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen. Ein wichtiger Grund scheint vorzuliegen, wenn die Fische dieses Futter nicht gewohnt sind. Während Diskusfische, die das Granulat von frühester Jugend an fressen, seltener Probleme damit haben, treten die plötzlichen Todesfälle gehäuft in den Fällen auf, wo die Diskusfische das Granulat zum ersten Mal bekommen und besonders dann, wenn sie schon ganze Körner auf einmal schlucken können. Vor allem kräftige Tiere, die besonders viel und gierig fressen, sind oft die Opfer. Diskusfische, die nur sehr langsam fressen, bekommen seltener Probleme damit. Der wichtigste Grund hierfür ist offensichtlich die Fähigkeit dieses Futters, große Mengen an Wasser aufnehmen zu können. Bei manchen erfolgt dies sehr schnell, bei anderen eher langsam. Die Granulate einiger Hersteller können ihr Volumen dabei problemlos verdoppeln, manche hingegen quellen nicht so stark oder nur sehr wenig auf. In einigen Fällen sind auch schon Probleme aufgetreten, wo das Granulat trotz Einweichen vor der Verfütterung zu Problemen und Todesfällen bei Diskusfischen geführt hat, hierbei könnte zusätzlich die Tatsache eine Rolle zu spielen, daß einige Arten eine besonders rauhe, scharfkörnige Beschaffenheit aufweisen, die auch trotz der Wasseraufnahme nicht oder nicht schnell genug verschwindet.

Frißt ein Diskus innerhalb kurzer Zeit eine größere Menge eines Granulates, welches im Magen- Darmtrakt noch sehr viel Flüssigkeit aufnimmt und dabei aufquillt, führt dies zwangsläufig dazu, daß dem Mageninhalt und auch der Magen-/Darmwand Wasser entzogen wird, Schäden an den Schleimhäuten des Magens und des Darmes könnten die Folge sein. Wenn nicht nur die Schleimhäute, sondern auch die Magen- und Darmwand geschädigt wird, könnten an diesen Stellen winzige Mengen an Nahrungsbrei mit den darin enthaltenen Bakterien und Verdauungssäften in die Leibeshöhle austreten. Eine Sepsis (Entzündung) des Bauchraumes mit seinen Organen und Nerven ist die Folge. Dies würde die Symptome erklären, mit denen die Diskusfische verenden. Das Aufquellen des Granulates scheint nur eine untergeordnete Bedeutung zu haben. Diskusfische können oft große Mengen an Futter aufnehmen, so daß der Bauch stark aufgetrieben ist, normalerweise haben sie damit keine Probleme, nach einigen Stunden ist der dicke Bauch wieder verschwunden. Auch die Möglichkeit einer Verstopfung ist nicht auszuschließen, sie ist aber offensichtlich nicht der Grund für die plötzlichen Todesfälle. Diskusfische, die eine Verstopfung haben, leben in der Regel damit noch einige Tage oder Wochen, auch wenn der Bauch dabei bedrohlich aufquellen kann, manchmal verschwinden sie von selbst.

Die Ausschaltung der Gefahren
Bei den beschriebenen Problemen handelt es sich um häufig gemachte Beobachtungen und Erfahrungen, die den beschriebenen Sachverhalt und die Erklärung dafür als sehr wahrscheinlich erscheinen lassen. Es wäre aber sicherlich übertrieben, grundsätzlich von der Verfütterung des Granulatfutters abzuraten, allein schon deswegen, weil es mehrere Hersteller gibt, die unterschiedliche Qualitäten anbieten, jedoch ist besondere Vorsicht geboten, wenn dabei die oben beschriebenen Symptome bei der erstmaligen Verfütterung aufgetreten sind. Hier ist ein Zusammenhang sehr wahrscheinlich, vor allem wenn man vorher bei seinen Tieren nie oder nur selten Todesfälle zu verzeichnen hatte. Bei jeder Umstellung auf ein neues Futter kann es Probleme geben, daher sollte die Gewöhnung „einschleichend“ erfolgen, d.h. man gibt bei jeder Mahlzeit zum gewohnten Futter eine sehr kleine Menge des neuen Futters. Diese Menge kann, wenn es gewünscht wird, schrittweise gesteigert werden. Auf jeden Fall sollte man vermeiden, bei gierig fressenden Diskusfischen, die Granulatfutter noch nie bekommen haben, beim ersten Mal größere Mengen dieses Futters in trockenem Zustand in das Wasser zu schütten. Wenn man es vorher ausreichend in Wasser aufweicht, dürfte in den meisten Fällen nichts passieren, vor allem, wenn dann man es nicht als Alleinfutter verabreicht. Dieses ist jedoch genauso abzulehnen, wie jede andere einseitige Ernährung.


Sollten im Zusammenhang mit der Verfütterung von Granulaten die beschriebenen Symptome gehäuft auftreten oder aufgetreten sein, sollte man sich ruhig einmal mit dem Hersteller in Verbindung setzen, um ihn darüber zu informieren. Wenn es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, wird es zwar nicht erfreut darüber sein, es sollte dies aber zum Anlaß nehmen, der Sache auf den Grund zu gehen, um mögliche Probleme abzustellen, anstatt von vornherein jeglichen Zusammenhang zu leugnen, wie dies bei solchen Anlässen leider gelegentlich geschieht. Es sollte das Ziel eines jeden Unternehmens sein, seine Produktpalette ständig zu verbessern und ganz besonders, mögliche Gefahren auszuschalten; hierzu benötigt es nicht nur eine gute Forschung und Entwicklung, sondern auch Erfahrungsberichte und Anregungen aus der Praxis."

Mit freundlichem Gruß

Gerhard
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Markus » 8. Feb 2012 19:13

Hallo Robert,

danke für die Info ! Das Söll habe ich noch immer nicht getestet, da ich andere Granulatsorten deutlich günstiger über den Großhandel beziehen kann. Der Preis sollte nicht alles sein, spielt aber bei der Zucht schon eine Rolle. Im Moment nehme ich die Zübi vom Guggenbühl, was auch von den Inhaltsstoffen her interessant erscheint.
"Fischmehl; Weizen; Sojaschrot; Spirulina (5 %); Garnelen; getrocknete Hefe; Spinat; Artemia; Grünmehl; Kräutermischung; Kakao "
Sogar Kakao... :wink:

Das Söll-Granulat ist nach der Beschreibung zu urteilen sehr hochwertig, auch der niedrige Phosphatgehalt spricht für eine gute Qualität.

Schöne Grüße
Markus
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Markus » 8. Feb 2012 19:13

Hallo Gerhard,

danke für das Einstellen !

Schöne Grüße
Markus
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Robert B » 9. Feb 2012 00:29

Hallo Markus,

Ja die Zusammensetzung der Zübis hört sich ganz gut an.

ich denke auch dass die Söll Granulate hochwertig sind. Das Super Colour enthält mir allerdings zuviel Astaxanthin um es regelmäßig zu füttern. Ich füttere an Granulaten im Moment das Kelp Granulat von Söll und das Softgranulat von Naturefood (das rechnet sich für einen Züchter aber wirklich nicht).

Worauf ich in erster Linie achte sind die Zutatenliste, das Protein/Fett Verhältnis und und wenig Rohasche, sowie Phosphat. Das Quellvermögen ist für mich sekundär.

Gruß,
Robert
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Markus » 9. Feb 2012 09:49

Hallo Robert,

Das Quellvermögen ist für mich sekundär.

Da sind wir uns einig, zumal für mich ja nicht wirklich ein Zusammenhang nachgewiesen werden kann, wie ein "ideales" Granulat quellen soll.
Man kann sich natürlich vorstellen, dass ein Granulat, was theoretisch nicht quillt, trotzdem sehr schnell Wasser aufnimmt, gleichzeitig aber auch komplett so weich wird, dass es die Darmwand nicht beschädigen kann eigentlich ideal sein sollte ?!?
Dies dürfte aber kaum realisierbar sein, also müssen wir weiter anhand von Erfahrungen weiter agieren :)

Worauf ich in erster Linie achte sind die Zutatenliste, das Protein/Fett Verhältnis und und wenig Rohasche, sowie Phosphat.

In dieser Hinsicht bin ich immer hin u. hergerissen. Einerseits klingt es für mich einleuchtend, dass ein Futter mit möglichst vielen u. guten Zutaten hergestellt wird, optimal sein sollte, andererseits habe ich (teils aus Unwissenheit) und einige andere auch mit sehr preiswertem Forellenfutter sehr gute Tiere hochgezogen. Die Wasserbelastung sieht dabei aber etwas anders aus, Stichwort Phosphat...

Schöne Grüße
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Robert B » 9. Feb 2012 14:22

Hallo Markus,

ja in der Praxis scheint das zumindest bei der Aufzucht keine so große Rolle zu spielen. Ich denke bei Fischen, die im Wachstum sind, läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren und das Immunsystem ist noch sehr stark - da wird auch nicht ganz optimale Nahrung gut verwertet, Hauptsache sie ist energiereich.
Interessanter wären für mich Untersuchungen an älteren Diskus ab 3 Jahren wo bei vielen langsam die Probleme anfangen, aber die gibt so gut wie gar nicht ...

Ich denke es ist zumindest kein Fehler "Premiumfutter" zu verfüttern, auch wenn's etwas teurer. Granulat macht bei meinen Fischen sowieso nur 20-30% der Gesamtfuttermenge aus. Ich versuche auch mehr pflanzliche Komponenten (sowohl Fertigfutter, als auch selbstgemachtes) zu verfüttern als das bei Diskushaltern allgemeinhin üblich ist.

Gruß,
Robert
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon DTMaahs » 9. Feb 2012 18:01

Hallo Robert

Meine Altbestand von drei RT sind mittlerweile > 4 Jahre und mussten mit ca. 12cm an Granulat gewöhnt werden da ich viel unterwegs war.

Dies hat etwa 2 - 3 Wochen gedauert.
Bis heute sind keine Auffälligkeiten fest zu stellen.
Sie fressen das Granulat ausnahmslos nur vom Bodengrund nach 1-2 Minuten also niemals sofort und mit äußerster Ruhe.
Die nun seit ca. 3 Jahren jeden Tag ein bis zwei mal.
Nachmittags nur Frost und FD.
Gruß Ditmar
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Diskus, Orinoco Altum , Rote Neon, Rotkopfsamler , Dornaugen, L134, Sterbais, RHG , Clarkii
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Markus » 9. Feb 2012 19:03

Hallo Robert,

wenn ich ein Diskus wäre, würde ich mich auch bei Dir um eine Wohnung bemühen ;-)

Schöne Grüße
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon seelachs » 13. Feb 2012 18:51

Hallo Markus

Ein sehr interessantes Thema, mit sehr guten Erkenntnissen und guten Tipps.
Ich glaube dass die vielen Leser so einiges für sich beherzigen werden.
Was mich aber neugierig gemacht ist der Satz von Robert
„ Ich versuche auch mehr pflanzliche Komponenten zu verfüttern“
Könntest du uns bitte dieses Kapitel etwas näher beschreiben.
Währe ähnlich wie Granulat ein wichtiger Bestandteil der Ernährung unserer Diskusse.

Würde mich über detailiertere Angaben sehr freuen.

Gruß Erich
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Markus » 13. Feb 2012 19:25

Hallo Erich,

ich denke, dass Robert dazu gern Stellung nehmen wird.

Von meiner Seite her kann ich auch Granulate mit höherem Spirulinaanteil empfehlen. z.B.
das unter diesem Link:
http://www.exothobby.cz/index.php/de/futter/spirulina

Oder das SAK Green mit niedrigerem Spirulina-Anteil.

Bei heranwachsenden Diskus kann man das durchaus zufüttern, den größeren Anteil würde ich aber mit proteinhaltigerem Futter durchziehen. Wenn die Tiere es gut verarbeiten und immer gut fressen, wachsen sie dabei sehr gut ab. Hat man aber Probleme mit schlechter Verdauung bis hin zu weissem Kot, kann ein höherer Anteil an pflanzlicher Kost das Ruder oft wieder in die richtige Richtung drehen. Wenn aber richtig was im Argen ist, kommt man um eine Diagnose und entsprechende Maßnahmen nicht herum.
Ansonsten kann man auch aus der Tiefkühltheke den Iglo-Spinat nehmen, natürlich ohne den Blubb. Manche nehmen auch die 7-Kräuter (oder waren es neun ?).
Ich habe schon sehr oft gelesen, dass speziell sehr ausgemergelte Diskus, die nicht mehr richtig fressen, mit Grünzeugs wieder besser ans Fressen zu kriegen sind.

Wie Robert schon schrieb, ist bei älteren DIskus das Verfüttern von weniger gehaltvollem Futter sinnvoll, ein entsprechender Grünanteil bringt auch viele Ballaststoffe mit ins Spiel. Gerhard Rahn hat mir auch mal den Tip gegeben, Weizenkeime zuzufüttern, was ich bisher aber noch nicht getestet habe. Die sind sehr vitamin- u. mineralienreich.

Wer sein Frostfutter selbst herstellt, hat natürlich auch die Möglichkeit, Dinge mit unterzumischen, die man allein sonst nicht wirklich in den Fisch bekommt :wink:

Schöne Grüße
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Robert B » 13. Feb 2012 20:47

Hallo Erich,

ich kann mich allem was Markus geschrieben hat nur anschließen.

Heranwachsende Diskus würde ich auch eher proteinlastig füttern, allerdings auch mit einem gewissen pflanzlichen Anteil. Bei adulten Diskus kann man dann den pflanzlichen Anteil etwas erhöhen.
In der Natur machen Pflanzen (vor allem Früchte und Blüten) und Algen nach Detrius den Hauptanteil der Diskusnahrung aus. Ob das das Optimum ist, ist natürlich eine andere Frage, aber ich denke man sollte es nicht ganz außer Acht lassen. Man kann und sollte aber IMO ruhig weiterhin viel tierische und dort vor allem aquatische Nahrung füttern (Fischfleich, Muschelfleisch, Garnelen und Kleinkrebse, Insekten und Insektenlarven) aber auch auf einen entsprechenden pflanzlichen Anteil wert legen. Der Diskus ist auch von seiner Magen- und Darmbeschaffenheit ein Allesfresser und kein reiner Fleischfresser, anders wie manche Raubfische.

Die von Markus genannten Granulate halte ich für sehr geeignet, ebenso das schon weiter oben genannte Kelpgranulat. Die Tropical 36% Spirulina Flocken (gibts auch als Granulat) füttere ich auch schon seit geraumer Zeit. Für sehr interessant halte ich auch das Dr. Bassleer Biofish Food acei. Habe ich aber noch nicht ausprobiert, andere Sorten aus der Palette aber schon.

Meine Diskus nehmen auch überbrühten kleingehackten Spinat und überbrühte Paprika. Gebe ich aber beides nur sehr selten.

Die meisten Möglichkeiten hat man wenn man sich selber Futtermischungen hergstellt, egal ob auf RH-Basis, oder auf Fisch oder Meeresfruchtbasis. Hier kann man z.B.
- Spinat
- Brennesselblätter
- Paprika
- Broccoli
- Knoblauch
- Zwiebeln
- Bärlauch
- Petersilie
- Oregano (hab ich noch nicht selber probiert, aber von anderen gehört)
- Italienische Küchenkräuter
- Haferflocken
- Banane
- Möhre
- Spirulinapulver
- Aloe Vera Saft
untermischen. Die Gemüse sollten kurz überbrüht werden. Den Gesamt-Pflanzenanteil setze ich auf ca. 30%.

Diverse Rezepte findest du z.B. hier im Forum.

PS: Markus, vielleicht kannst ja du oder auch Gerhard, noch was zu den Weizenkeimen schreiben, halte ich auch für sehr interessant. Was nimmt man da, getrocknete? Wie werden die verfüttert, als Bestandteil einer Frostfuttermischung?

Gruß,
Robert
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon seelachs » 14. Feb 2012 09:46

Hallo Robert

Vielen Dank für deine Ausführung – Pflanzliche Kost.

In meinem selbst hergestellten Futter habe ich auch mehrere Gemüsearten verwendet.
Beim verfüttern konnte ich aber nicht genau feststellen welches die Pflanzenanteile waren und wie sie angenommen werden. Lediglich die Petersilienblätter waren als solche zu erkennen, um die sich die Fische eigentlich gestritten hatten.
Ein Futter aus rein Pflanzlicher Kost habe ich noch nicht ausprobiert.
Gelegentlich schnappe ich bei der Zubereitung unseres Essens mal etwas Gemüse und gebe es den Diskussen. Feststellen konnte ich eine anfangs zögerliche Haltung, Nach einer Stunde etwa war das Gemüse aber dann weck.
So wie ich das Thema Pflanzliche Kost jetzt verstehe, ist es sinnvoll eine Alternativkost in den Fütterungsplan aufzunehmen.
Vielen Dank für die Ausführungen zum Thema Granulat und auch zu dem Thema pflanzliche Kost.

Das Granulat das ich verfüttere weiche ich in Aqua-Kraut vermischt mit Milchsäurebakterien.
Wird sehr gierig gefressen.
Milchsäurebakterien nehme ich die der Firma Emiko. Zurzeit probiere ich es mit Brottrunk.
Funktioniert genau so gut und ist auch günstiger. Gefressen werden dabei alle eingeweichten Granulate.

So macht ein Forum Spaß
Vielen Dank


Mit freundlichen Grüßen
Erich
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Re: Thread Quellverhalten von Diskusgranulat

Beitragvon Robert B » 14. Feb 2012 12:01

Hallo Erich,

ich denke du machst das schon genau richtig.

Man könnte bestimmt auch noch vieles anderes mehr füttern. Ich bin da nur etwas vorsichtig solange es keine Erfahrungsberichte gibt und die meisten Diskushalten sind ja sehr konservativ in ihrer Fütterung so dass überwiegend immer noch RH-Mischungen gefüttert werden. :D

Ein Futter auf rein pflanzlicher Basis, hab ich abgesehen von den o.g. Versuchen auch noch nicht ausprobiert. Ich denke aber es reicht auch wenn man Futtermischungen mit einem etwas höheren Pflanzenanteil gibt.

Wenn man es mit kleinen Mengen probiert, könnte man auch mal schauen was sie von diversen Obstsorten halten. Aber hier sollte man wegen des enthaltenen Zuckers etwas vorsichtig sein, damit es nicht zu einer Bakterienblüte kommt.

Von Peter Glunz (weiß nicht ob er hier im Forum vertreten ist?) gab es auch mal einen interessante Bericht im Diskusbrief zur Verwendung diverser Käuter.

Gruß,
Robert
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