Planung Diskusaquarium

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Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon Fataal_Bazooka » 9. Feb 2010 23:18

Wir hatten ja vor kurzen schonmal eine Diskussion über die Hartwasserhälterung, auf die Frage, wie alt Diskus bei den Werten werden hat komischerweise niemand geantwortet :roll:
Unser ältestes Weibchen (bei Weichwasserhälterung) momentan hat mindestens 7 Jahre auf dem Buckel von denen ich sicher weiß, wie lange sie vorher schon gelebt hat kann ich nicht nachvollziehen da sich die Spur verliert

nein, weil die erfahrungswerte ziemlich unterschiedlich sein werden, denn die these weiches wasser = langes, hartes wasser = kurzes leben kann ja nicht bewiesen werden. ich denke, es gibt genug aquarianer, die ihre diskus trotz weichem wasser nicht übers erste jahr bringen. viele faktoren spiele eine rolle, wie z.b. wasserpflege und fütterung.
die frage ist nun: "was ist ein alter diskus?". ich denke, das durchschnittliche alter, dass unsere diskus erreichen, weicht stark vom möglichen alter ab. aber die oben genannte these einfach so aufzustellen, obwohl man kein vergleichsmaterial hat, empfinde ich als gewagt. solange die tiere in härterem wasser ein "vernünftiges" alter erreichen können, empfinde ich diese haltung als in ordnung ( wenngleich der schwachpunkt ist, ein "vernünftiges" alter zu definieren (womöglich auch von diskus zu diskus in den erbanlagen verschieden). dafür brauchts erstmal vergleichsmaterial :D). wie ich gelesen habe, erzielen parafreie tiere ein wesentlich höheres alter als nicht parafreie...sollte es dann nicht ziel eines jeden halters sein, nur noch parafreie nachzuziehen?
ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden als gegner der weichwasserhaltung... das ist nämlich nicht der fall, da die diskus ja auch weichwasserflüssen stammen, jedoch wollte ich mal einen denkanstoss geben, da es ja meines wissens kein vergleichsmaterial gibt. selbst mein kleiner vergleich nach umstellung von weichwasser auf hartwasser, bei dem ich keinerlei unterschiede in wohlbefinden und wachstum ersehen konnte, ist nur ein kleiner teil und keineswegs ausreichendes vergleichsmaterial um hier eine klare aussage zu treffen, aber immerhin eine vergleichende beobachtung. nach meinen beobachtungen ist das wichtigste, dass das wasser sauber (schadstoffarm)ist und gutes futter in ausreichenden mengen angeboten wird. trotzdem, anita, finde ich es gut, dass du einen 7jährigen diskus hast... so "alte" diskus durften nicht viele leute haben. davor ziehe ich den hut -> super pflege ;-) :totalfreu
gruss fabi :bier
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Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon Ela » 11. Feb 2010 12:40

Hallo Aequifasciatus,
ich bin ebenfalls neu hier im Forum und werde mich an geeigneter Stelle auch noch vorstellen, möchte Dir aber sagen, dass es ganz schöne Achteckaquarien (WoHa) gibt, die sind von der Tiefe her genial einzurichten und die Fische können sich prima zurückziehen. Klobig ist halt relativ, nicht wahr.
Nette Grüße von Ela
Ela
 

Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon Anita77 » 11. Feb 2010 12:46

Hallo Zusammen,

zum Thema Aquarienform, wir haben unseres hier her http://www.l-designweb.de/index.php?inhalt=bondo3 und sind sehr zufrieden damit!
Preise hat er zwar keine auf der HP stehen, aber auf E-Mailanfragen macht er immer ein gutes Angebot, auch an Endkunden :wink:

Liebe Grüße,
Anita
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Wir wa(h)ren Helden
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Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon MikeSt » 13. Feb 2010 00:15

Zur Hartwasser/Weichwasserdiskussion:

Die Härte wird in erster Linie durch Kalziumionen gebildet. Der Diskus als Weichwasserfisch hat sich im Laufe der Evolution auf einen niedrigen Kalziumionenhaushalt eingestellt. Da noch einige andere Mineralien eine Rolle spielen, zwar eine untergeordnete, aber eine immerhin vorhandene Rolle (insbesondere Mg), nennen wir diese Stoffe zur besseren Verständigung mal Salze.

Was bedeutet das genau? Der Diskus unterliegt – wie jeder Süßwasserfisch – einem osmotischen Druck. Das heißt, dass das Umgebungswasser, welches einen geringeren Salzgehalt hat, als die Zellen des Tierkörpers, das Bestreben hat, zum Ausgleich der unterschiedlichen Salzkonzentrationen in den Fisch einzudringen. Der Fisch wirkt dem entgegen, in dem er permanent Wasser abgibt. Dies geschieht vorrangig durch die Nieren und durch die Kiemen. Man konnte umgangssprachlich sagen, der Fisch pinkelt permanent in sein Umgebungswasser. Dies ist ein sehr energieaufwändiger Prozess.
Jetzt könnte man meinen, dass bei härterem Umgebungswasser der Fisch nicht einem so hohen osmotischen Druck ausgesetzt ist, weil weniger Wasser in den Fisch eindringt. Das ist natürlich Quatsch. Die Salzkonzentration ist noch immer um ein Vielfaches geringer als im Körper. Trotzdem aber kann es zu einem Umkehrprozeß kommen, Nämlich, dass der Fisch sich nun nicht mehr mit der Situation konfrontiert sieht, genügend Kalziumionen aus dem Wasser zu bekommen, sondern welche abzugeben. Und dazu sind seine Zellen als Weichwasserfisch nicht geschaffen.

Auswirkungen:

Durch eine vermehrte Aufnahme von Kalziumionen, muss der Fisch gegen einen unnatürlichen osmotischen Druck angehen. Die Kalziumionen können sich als Kristalle in den Nieren, vorrangig aber in den Nierenkanälen absetzen. Das kann zu einer Minderleistung der Nierentätigkeit führen, was eine Schwäche des Allgemeinbefindens nach sich ziehen kann, da mitunter Schad- und Giftstoffe nicht effektiv abgebaut werden konnen.
Die gesamten Ausscheidungsorgane laufen auf Hochtouren. Dies kann bei ungünstigen Haltungsbedingungen, wie zu hohe Schadstoffbelastung , Stress aufgrund zu kleiner Becken, Dominanz- und Territorialverhalten usw. das Zünglein an der Waage sein.

Persönliche Beobachtungen:

Ich habe bei der Aufzucht die Larven und Jungfische möglichst schnell an härteres Wasser gewöhnt. Hier ist, insbesondere bei der Ausbildung von Kiemendeckel und Rückrat, ein erhöhter Kalzium- und Magnesiumgehalt, förderlich. Viele Bekannte und ich selber haben das Wasser sogar mit zusätzlicher Zugabe von Calzium „aufgewertet“. Die so gefürchteten Kiemendeckelverkürzungen lassen sich bei entsprechender Erfahrung so weitestgehend vermeiden, wenn die weitere Beckenhygiene stimmt.
Allerdings erfolgte im weiteren Verlauf der Aufzucht dann eine erneute Angeleichung an weicheres Wasser.

Hinzu kommt nach meinen eigenen Erfahrungen, dass sich eine zu „harte Haltung“ negativ auf Gelege auswirken können. Ein in einem relativ hartem Wasser gehaltener Fisch, der dann in ein Zuchtwasser überführt wird, scheint bei der Eireife im Körper die künstlich erhöhten Kalziumionenwerte in die Eimenbran zu überführen.
Einige Stimmen behaupten, dass es den Spermien nicht gelingt, durch die Eimembran zu dringen. Das Gelege schlüpft dann nicht. Bei weiterer Belassung im Zuchtwasser, erfolgt dann offensichtlich eine Angleichung und die Eier kippen nicht mehr um.

Die oftmals verbreitete These, der Fisch würde bei zu hartem Wasser eine Nierenunterfunktion entwickeln, ist übrigens Käse. Ich kenne kein Süßwasser, dessen Salzgehalt höher wäre, als das in den Zellen der Fische.

Fazit:
O. a. Bemerkungen machen vielleicht im Ansatz deutlich, dass die Härte des Wassers mehr Einfluss auf den Organismus haben kann, als man vielleicht annimmt.
Eine Haltung in mittelhartem Wasser sollte keine Probleme aufbringen. Trotzdem sollte das Bestreben sein, dem Fisch möglichst weiches Wasser zu bieten. Es dient einfach der Entlastung des Immunsystems und verhindert Stress. Gerade als Anfänger sollte man dies auf das Möglichste vermeiden.

Als Abschluss sei angemerkt, dass wir uns den Bedingungen des Fisches anpassen sollten. Nicht umgekehrt. Egal, ob er es augenscheinlich verträgt oder nicht. Aus dieser Sichtweise wäre dann jegliche Diskussion, ob was wie wenn und vielleicht möglich wäre, eh unnütz.
Aber ich will nicht philosophisch werden.

Bin wieder weg.

Grüße,

MikeSt
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Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon jgottwald » 13. Feb 2010 16:19

Hallo Mike,
Eine Haltung in mittelhartem Wasser sollte keine Probleme aufbringen. Trotzdem sollte das Bestreben sein, dem Fisch möglichst weiches Wasser zu bieten. Es dient einfach der Entlastung des Immunsystems und verhindert Stress. Gerade als Anfänger sollte man dies auf das Möglichste vermeiden.

ich denke aber das du für diese Thesen wenig Anklang finden wirst. Der Trend geht heute in Richtung, jedes Jahr neue Fische und wenn nichts mehr hilft in Richtung Seewasser oder parafrei
mfg
jörg
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Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon Aequifasciatus » 14. Feb 2010 09:05

Hallo,

irgendwie kommt bei mir bei der Berechnung nichts sinnvolles raus.
Bin bei der Berechnung von einem 450 Liter Becken ausgegangen und wollte von 8,8 kH auf 4 kH runter. Aber dafür soll ich laut diesem Tool weit über 450 Liter Wasser (Osmosewasser) wechseln. Das kann ja nicht ganz angehen oder? ;)

VG Thomas



harti0815 hat geschrieben:Hallo , schau mal hier http://www.deters-ing.de/Berechnungen/Berechnungen.htm und hier http://www.deters-ing.de/Filtertechnik/Mattenfilter.htm auch noch was interressantes, hab ich auch erst vor kurzem gefunden

mfg Jörg
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Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon Aequifasciatus » 14. Feb 2010 09:06

Hallo,

nochmal ich... ;)

Wie oft macht ihr überhaupt einen Wasserwechsel? Und wie viel Prozent?

Grüße
Thomas
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Re: Planung Diskusaquarium

Beitragvon Mr. RT » 14. Feb 2010 09:26

Hallo Thomas,
das hängt sicherlich vom Ausgangswasser, der Beckengröße und der Besatzdichte ab. Als guter Richtwert kann 1x pro Woche 50% angesehen werden.

Gruß,
Hannes

PS: mein großes Becken stammt von Aquarienbau-Schüren.
Die Qualität der Silikonnähte ist nicht mit denen aus Massenproduktion (MP, Juwel, etc.) vergleichbar. Das ist alles viel solider und sauberer gemacht. Kann ich also nur empfehlen. Sehr günstig sind die auch noch. :wink:
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