Ozonkontaktrohr nach Hückstedt

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Ozonkontaktrohr nach Hückstedt

Beitragvon m.kaiser » 5. Mär 2009 12:27

Hi,

hätte mal eine Frage dazu, irgendwie scheine ich einen Denkfehler zu haben.
Hückstedt beschreibt in seinem Buch das Kontaktrohr, es besteht aus einer Röhre in die oben das Wasser hineinfließt und unten wieder heraus, das Ozonluftgemisch wird unten mittels Ausströmer hineingegeben, man hat also sozusagen den Gegenstromeffekt. Unten im Rohr befindet sich Aktivkohle unter einer Kiesschicht damit das mögliche Restozon katalytisch geknackt wird, bevor es in das Aquarium zurückläuft.
Das ganze findet außeralb des Beckens statt, wenn man möchte als Bypass.

Was ich nicht verstehe, was passiert mit dem Ozonluftgemisch, das muss nach oben ja entweichen können, sonst hat man schnell nur noch Lust in der Säule.
Wie das technisch gehen soll ist mir ein Rätsel.
Stehe ich auf der Leitung?

MfG Marco
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Beitragvon Markus » 5. Mär 2009 13:02

Hallo Marco,

wenn ich Lust in der Säule hätte, würde ich auf auf der Leitung stehen ;-)

Aber Spaß beiseite: Da hast Du recht, ich denke, dass man oben eine kleine Entlüftung braucht.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon m.kaiser » 5. Mär 2009 13:59

Hi,

hups, war natürlich ein Tippfehler, naja aber wie soll das funktionieren mit einer Entlüftung in einem geschlossenenm System?
Das Wasser würde sich sicher auch freuen und der Luft nicht den Vortritt lassen?
Leider hat er im Buch das ganze nur für ein kleines Becken skizziert, mittels Lufthebertechnick und Überlauf und aus der Skizze wird man auch nicht wirklich schlau.
Also konkret, wie bringt man eine Entlüftung an, ohne das Wasser hinausfließt?

MfG Marco
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Beitragvon Erwin » 5. Mär 2009 14:34

Hallo Marco,

ich kenne leider diese Skizze nicht, aber ich vermute , dass es sich um so etwas handelt http://www.afizucht.de/html/ozon.html#Ozonreaktor
Aus meiner Sicht keine geschlossene Röhre, sondern ein oben offenes Rohr, welches weit über den Aquarienwasserspiegel reicht und somit schwerkraftbedingt nicht überläuft.

MfG
Erwin

ps: vielleicht kannst du ja die Skizze einscannen (abfotografieren)
Mein "persönliches Album" enthält mehrere Seiten.

Und wo ist Bayern München ?
Herzlichen Meisterglückwunsch an den BVB 09
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Beitragvon PSPdiskus » 5. Mär 2009 15:26

... das System (Luftmenge/-druck und Wassermenge/druck) muß so eingestellt werden, daß das Ozon-Luftgemisch "mitgerissen", gelöst wird. Hört sich einfach an, ist es aber nicht unbedingt. Schon wenn das Reaktorrohr 80 cm hoch ist, braucht man schon einen ganz schön hohen Luftdruck. Das schaffen die in den Ozongeneratoren eingebauten Pumpen in der Regel nicht.
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Beitragvon m.kaiser » 5. Mär 2009 16:42

Hi Erwin,

hm, die Frage ist, wenn unten der Ausfluss ist und das Aquarium ja meistens nicht auf Bondehöhe steht und der Ausfluss einen geringeren Durchmesser hat als das Kontaktrohr, wo für das Wasser der geringere Widerstand herrscht.
Wie könnte man denn ausrechnen wie hoch die Röhre über Wasserstand sein muss, damit es der leichtere Weg für das Wasser der ins Becken ist und nicht oben wieder heraus :lol: . das müsste ja eigtl. auch unabhängig von der Pumpenleistung sein.
Je breiter das Kontaktrohr, desto niedriger könnte man das Überwasserniveau ansetzen, soweit komme ich mit, nur ist dann auch die Kontaktzeit des Luft/Ozongemisches sehr kurz.
Ich denke ein Durchmesser von 10 maximal 15cm des Rohres wären optimal.

@Peter

Ich glaube das ist praktisch nicht zu realisieren, man bräuchte extrem starke Pumpen und ein paar Bläschen werden sich immer ihren Weg bahnen.
Erwins Idee bzw. Verständins der Sache ist gar nicht mal so verkehrt, da der Weg dadurch auch sehr lang wird, wodurch das Ozon reagieren kann.
Wenn also jemand eine Formel zur Berechnung der Sache hat oder es noch einfacher umzusetzen ist, nur her damit, das werde ich mal ausprobieren :wink:

Grüße Marco
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Beitragvon PSPdiskus » 5. Mär 2009 17:00

Ich kann mir nicht denken, daß du das berechnen kannst. Und ein 15-cm-Rohr brauchst du sicher auch nicht, ein 10er sollte dicke reichen. Versuch dein Glück mit 60 cm Länge - ich würde vorher den Einblasdruck testen! Und pass auf, daß kein Wasser in den Ozongenerator kommt, denn kannste dann weghaun.
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Beitragvon Markus » 5. Mär 2009 17:50

Hallo Marco,

es muss oben eine Entlüftung sein, ansonsten würde in kurzer Zeit die Röhre voll Luft sein.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon m.kaiser » 5. Mär 2009 17:51

Hi Peter,
ich hab einen alten Sander C25, der wird mit einer Membranpumpe betrieben, daher weiß ich nicht so ganz ob wir aneinander vorbeireden?
Wie soll da Wasser reinkommen, das Teil ist im Prinzip nur zwischen Pumpe und Ausströmer geschaltet.
10cm sollten ausreichen da hast du Recht, habe eben mal aufs Geodreieck geschaut :wink: , da verschätzt man sich leicht.

@Markus, habe dich übersehen, das hast du oben ja schon egschrieben und ist mir jetzt auch klar, warum sprichst du es nochmal an?
Ich werde die Tage mal was basteln, bzw. nachbauen, das Bild bei Afizucht habe ich schon öfters gesehen, hatte aber immer den gleichen Gedankenfehler wie in meinem Ausgangspost.
Wenn das Wasser natürlich nicht bis zum Rohrende steigt funktioniert das wunderbar.

Habt mir sehr geholfen.

MfG Marco
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Beitragvon PSPdiskus » 5. Mär 2009 19:05

... wenn der Strom ausfällt oder die Pumpe, dann ist die Gefahr gegeben, daß Wasser in den Generator läuft. Die meisten Generatoren haben eine eigene Luftpumpe, die meist den Druck nicht bringt und auch sehr laut ist. In der Regel kann man die Pumpe abklemmen und den eigenen Kompressor verwenden. Dazu muß man das Gerät allerdings öffnen.

@Markus, bei Reaktoren im Gegenstromverfahren darf oben KEINE Öffnung sein. Bei richtiger Justierung sammelt sich dort auch keine Luft, zumindest konnte ich das bei meiner Anlage noch nicht beobachten.

Viele Grüße
Peter
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Beitragvon m.kaiser » 5. Mär 2009 19:37

Hi Peter,
wie gesagt ich hab eine Extrapumpe(Tetra), warum darf beim Gegenstromverfahren keine Öffnung oben sein, ändert doch nichts an der Funktion.

Grüße MArco
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Beitragvon Markus » 5. Mär 2009 20:00

Hallo Peter,

bei Reaktoren im Gegenstromverfahren darf oben KEINE Öffnung sein. Bei richtiger Justierung sammelt sich dort auch keine Luft, zumindest konnte ich das bei meiner Anlage noch nicht beobachten.

Das würde mich arg wundern.
Ich habe mich zwar noch nicht sehr mit Ozonisatoren auseinandergesetzt, aber die, die ich kenne, haben keine eigene Pumpe und das Ozon muss mit einer normalen Luftpumpe gefördert. Dabei bekommt man aber eine Menge unlöslichen Stickstoff mit ins System, wo soll der denn bleiben?

Ich kenne den Hückstedtschen... nicht, aber das beschriebene System bei Afi wird nicht ohne Entlüftung funktionieren, da müsste man eine immense Strömungsgeschwindigkeit erreichen, damit die Luft komplett mitgerissen würde. Ausserdem wäre das ganze ziemlich laut im Betrieb.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon Markus » 5. Mär 2009 20:05

Hallo Peter,

ich nochmal ;-)

... wenn der Strom ausfällt oder die Pumpe, dann ist die Gefahr gegeben, daß Wasser in den Generator läuft. Die meisten Generatoren haben eine eigene Luftpumpe, die meist den Druck nicht bringt und auch sehr laut ist. In der Regel kann man die Pumpe abklemmen und den eigenen Kompressor verwenden. Dazu muß man das Gerät allerdings öffnen.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir hier aneinander vorbei reden oder von zwei verschiedenen Systemen sprechen. Der Ozonisator ist natürlich oberhalb des Wasserspiegels zu postieren, dann sollte da auch kein Wasser reinkommen.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon Markus » 5. Mär 2009 20:49

Hallo Zusammen,

hier eine interessante Beschreibung:
http://www.aquacare.de/download/anleit/b1ozr.pdf

Da ist keine Entlüftung dran, also nimmt man wahrscheinlich in Kauf, dass das Gerät mehr oder weniger geräuschvoll arbeitet und die überschüssige Luft feinperlig mit ins AQ leitet?

Ansonsten aber eine interessante Sache.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon poldy82 » 5. Mär 2009 21:39

Hallo Marco,

ich habe einen Sander 50 an meinem Becken. Zunächst habe ich das Ozon/Luft-Gemisch über einen Sprudelstein ins Becken geleitet, der in einer Plexiglasröhre hing.

Ab und zu ist ein Corydoras in der Röhre gelandet. Da die Corys offensichtlich keinerlei Schäden genommnen habe, lasse ich das Ozon mittlerweile vollkommen ungeschützt über einen Sprudelstein ins Becken. Es gibt keine Probleme, die Fische scheinen sich Pudelwohl zu fühlen.

Dieses Vorgehen wird öfters im Netz beschrieben, insb. in US-Foren. Ich glaube das Risiko wird deutlich überschätzt.

Grüße

Rüdiger
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