Nachträgliche Glasbohrung

Dokumentationen über Planung und Aufbau von Aquarien und Anlagen

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Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Rübi » 19. Aug 2010 21:15

Hallo,

Ich möchte an meinem bestehenden Becken nachträglich ein Filterbecken installieren.
Dafür möchte ich eine Glasbohrung durchführen.

Hier noch ein paar Fragen:

• Ist es möglich noch eine Bohrung einzubringen oder sollte man das lieber lassen?
• Die Bohrung sollte im Boden oder in der Seite sein. Was sollte man für Randabstände einhalten?
• Hat jemand mit solchen Nachrüstungen schon irgendwelche Erfahrungen?
• Was sollte man da alles beachten?
Schöne Grüße aus DD
Albert
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon bollo1 » 20. Aug 2010 07:22

hallo albert du kanst grundsätzlich immer nachträglich löcher bohren,aber hast du auch das werkzeug da zu :?: :?:
gruß stefan
bollo1
 

Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Rübi » 20. Aug 2010 08:49

Hallo Stefan,

eigentlich wollte ich die Bohrung nicht selber machen.

Wenn ich aber keinen finde der das bei mir zuhause machen würde, muss ich mir das entsprechende Werkzeug zulegen und es selber ausprpbieren. :?
Schöne Grüße aus DD
Albert
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon big-daddy » 20. Aug 2010 09:05

Hallo Albert,

also entweder selber machen, mit was Handwerklichen Geschick sicher machbar, aber dann auch nur mit dem nötigen Equip. Beim selber machen drauf achten das du nicht von einer Seite durchbohrst in einem Rutsch, weil du sonst wohl oder Übel, Rifflungen im Glas auf der anderen Seite bekommst (Stichwort: Mikrorisse). Besser eine Seite ca. zur Hälfte anbohren, dann die Scheibe drehen und Rest von der anderen Seite dann durchbohren.

Warum brauchst du nur eine Bohrung, soll das nur zum Wasserwechseln dann später gedacht sein? Also bei mir im Becken habe ich 2 Bohrungen, Zu/Ablauf. Die Bohrung für den Zulauf ist praktisch von den beiden Löcher die, die aussen im Eck sich befindet und wenn ich grob messe, dann hat die nach hinten zur Rückscheibe ca. 8 cm Abstand und rechts zur Seitenscheibe ca. 6 cm Abstand. Kanns leider nicht mehr genauer messen, weil ich ja einen Filterschacht habe.

Gruss
Uwe
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Rübi » 20. Aug 2010 12:10

Hallo Uwe,

danke erst mal für die Infos. Ja es sollen zwei Bohrungen in das Becken.

Bei den Bohrern dachte ich an eine Art Kernbohrer mit Industrie-Diamanten besetzt.

Wenn ich jemanden finde, der solche Arbeiten vor Ort macht und der einen nicht um sein letztes Geld bringt, würde ich es machen lassen.
Ich würde es mir aber auch selber zutrauen, mit natürlich der einen oder andern Probebohrung. Daher bin ich für jeden Rat dankbar den ich dafür bekommen kann.
Schöne Grüße aus DD
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon jgottwald » 20. Aug 2010 13:13

Hallo Albert,
ich denke mal das du kaum einen Glaser findest der das machen wird, da er für die evt. Schäden aufkommen muss. Die Frage ist auch: warum willst du ein Filterbecken installieren?
mfg
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Randspringer » 20. Aug 2010 16:48

Hallo zusammen,

- diese Frage erstaunt mich, warum willst du ein Filterbecken installieren? Warum - um zu filtern, weil die heute Technik nicht ausreicht, weil das Becken größer geworden ist! :lol:

Nun mal ohne Spass, das Bohren ist nicht ohne, die Bohrkrone solltest du dir beim Glaser leihen wenn der das macht.
Und ich würde auch 2 - 3 Probebohrungen machen bevor ich an das gute Teil gehen würde. Wichtig ist dabei viel Wasser um die Wärme abzuführen und da wird es ja schon schwierig. Kannst du das Becken im Garten, Hof, Werkstatt aufstellen und dort die Bohrung machen, dann sollte das kein Problem darstellen.

Viel Glück

Herzliche Grüße
Jörg-Uwe
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Rübi » 20. Aug 2010 21:59

Hallo Jörg und Jörg-Uwe,

ich möchte ein Filterbecken versuchen nachträglich zu installieren da ich mein Becken gern über die Zentralheizung beheizen will. Das ganze Thema ist bei uns aus baulicher Sicht nicht so einfach daher möchte ich mich jetzt mal Stück für Stück vortasten was alles machbar ist und was eher nicht.

Da könnte jetzt der eine oder andere sagen alles kein Problem aber das ist es nicht. Wir wohnen in einem alten Haus wo es nur Balkendecken gibt daher ist immer das Problem der Statik, wie weit kann ich etwas belasten.

Mein Becken hat die Maße 130x55x65 also ca. 400 l plus das ganze Drumherum. Ich denke mal dass alles zusammen mindesten 650 kg wiegt. Jetzt könnte man sage was nun auch noch ein Filterbecken, ja aber das Becken soll in einem Nebenraum aufgestellt werden. Da wäre es auch einfacher die Leitungen für die Heizung umzubauen. Da bin ich im Moment schon dran was ich dafür alles noch vom Bau her ändern müsste.
Jetzt noch mal zu meinem ersten Problem mit den Bohrungen und den Sachen an die ich vielleicht noch nicht mal gedacht habe.

z.B. Was für Durchmesser würdet ihr empfehlen.

Hat vielleicht jemand schon mal solch eine Sache in die Tat umgesetzt und hat den einen oder anderen Tipp für mich
Ich bin auf der Informationssuche ob sich das Vorhaben lohnt oder ob der Aufwand keinen richtigen Nutzen zeigt. Es geht mir auch nicht Vorrangig um die Filterung, mit der bin ich ganz zufrieden. Ich betreibe einen Tetra EX 1200 und einen JBL CP500 in Reihe und denke, dass das ganz ok ist. Ich lasse mich aber auch gern vom Gegenteil überzeugen.
Schöne Grüße aus DD
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Zombler » 21. Aug 2010 01:14

Hallo Albert,

ich habe mehrere Jahre als Glaser gearbeitet und öfter Bohrungen für unsere Kunden vorgenommen .
Wie Uwe weiter oben schon angemerkt hat musst Du von einer Seite des Glases , mit dem von Dir erwähnten Kernbohrer , bis knapp über die Hälfte bohren und dann von exakt der gegenüberliegenden Seite den Rest bohren . Das ganze muss mit sehr viel Wasser von statten gehen sonst reisst die Scheibe !! Auch der Abstand zum Rand muss gross genug sein damit es keine Spannungsbrüche/risse gibt .
Wir hatten damals in unserem Geschäft einen transportablen Glasbohrer den man überall einsetzen konnt vorausgesetzt er konnte aufliegen,das heisst in diesem Fall erst von innen bohren dann das Becken umdrehen und von aussen bohren ! Immer mit vieeeel Wasser !!!!! Extrem wichtig !!! sonst Krrrrrraacckk ... und die Scheibe is hin ;) wenn Du es selbst machen willst und das nötige Werkzeug hast !!! dann übe doch vorher nach Möglichkeit an ein paar Löchern in Scheiben der selben Stärke , um das Gefühl für Glasbohrungen zu bekommen , denn eine kleinste Verkantung und schon könnte ein neues Becken nötig sein !!

Ich persönlich halte es für ziemlich riskant das an einem fertigen Becken ( das vielleicht auch noch n paar Jahre aufm Buckel hat , denn Glas verändert sich in der Eigenspannung im Lauf der Zeit , so dass bearbeitung immer schwieriger wird ) auszuprobieren , und würde vielleicht nach alternativen suchen , wie zum Beispiel über den Beckenrand zu gehen !!!

Aus welcher Gegend kommst Du denn ? wenn das bei mir in der Nähe ( PLZ 79540 ) ist könnte ich Dir nen Glaser empfehlen.

Auf jeden Fall viel Erfolg bei Deinem Plan und falls Du Fragen hast meld Dich

Gruss Dante
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon big-daddy » 21. Aug 2010 07:27

Moin Albert,

also wenn ich das richtig interpretiere, soll dann dein Filterbecken seitlich stehen, oder besser gesagt in einem anderen Raum? Würde das Filterbecken dann ca. in der selben Höhe im anderen Raum stehen wie dein Aqua?

Lies mal hier in dem Thread nach:

seitliche-verrohrung-fuer-filterbecken-wie--t32208.html

evtl. kannst du da was abschauen.

Ich habe z.B. ein 40ziger Ablauf und ein 25ziger Zulauf, für meine 2 Tankverschraubungen. Weis nur nicht genau, ob bei dir der Ablauf dann nicht schon was zu gross wäre, da du ja doch paar Liter weniger im Aqua hast als ich z.B. (840 Liter). Hm, obwohl du kannst das ja dann an den jeweiligen Abspeerhähnen (Zulauf/Ablauf)dann regulieren.

Wie Dante auch schon schrieb, ist das selber bohren echt ne fiddels Arbeit, also ich selber würde es mir nicht zutrauen, bin aber auch handwerklich nicht so betucht und eh immer viel zu temperamentvoll, das würde bei mir in die Hose gehen sicher :mrgreen:. Der Vorschlag an einer Glasplatte am besten selber Stärke dann, mal 2 oder 3 Löcher testen, würde ich auch machen dann. Wünsch dir aber gutes Gelingen, wenn du es selber machen willst.

Gruss
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Rübi » 21. Aug 2010 12:41

Hallo Dante und Uwe

Dante danke für deinen Rat. Wenn du als Glaser gearbeitet hast und bei solchen Bohrungen wie bei mir, die nachträglich in ein 2 ½ Jahre altes Becken kommen sollen ein schlechtes Gefühl hast hilft mir das schon weiter. Ich wollte eigentliche einen Tunze Ablauf 1076/2 oder 1077 einbauen, wenn es aber mit der Bohrung nicht seien soll gibt es ja noch den Tunze 1074 der auch noch zur alternative steht. Nein ich komme nicht aus deiner Gegend, ich wohne in Dresden, aber danke für dein Angebot mit dem Glaser.

Uwe ja das Filterbecken würde im Nachbarraum in der gleichen Höhe stehen können. Ich habe da ein Schwerlastregal wo ich mit den Böden in der Höhe variieren kann. Ich habe mir den anderen Thread auch angesehen da ist schon das eine oder andere dabei.

Was natürlich auch ausschlaggebend für das FB ist, lohnt sich das mit der Zentralheizung? Da ich in Erwägung ziehe von Kiesboden auf Sand umzuschwenken, müsse ja eigentlich bzw. sollte eine Bodenheizung mit eingebaut werden um Faulstellen im Boden zu vermeiden.

Oder sagt jetzt einer aber dann loht sich das FB nicht, bleib bei der Filteranlage wie du sie hast.
Mir gehen im Moment so viele Ideen durch den Kopf die ich nun mal sauber zusammen bringen muss.
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Rübi » 21. Aug 2010 19:18

Hallo


ich habe mich glaube etwas schlecht ausgedrückt ich würde schon gern ein FB ausstellen. Auch wenn es nur über einen seitlichen Überlauf zu realisieren ist und das beheizen über die Zentralheizung sich nicht rechnet.
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon big-daddy » 22. Aug 2010 09:35

Hallo Albert,

also ein FIlterbecken ist nie verkehrt. Wer schon mal eins am laufen hatte/hat, wird sich wohl immer für so was Entscheiden. Als mein grosses Becken noch in meiner alten Wohnung lief, das waren knapp 4 Jahre, habe ich mein FB nur einmal hervorgezogen und es leicht gereinigt. Die Pro's für so ein FB sind nicht zu verachten, wie eben lange Standzeit, so gut wie keine Wartung/Reinigung dann eben, man kann viel mehr Filtermedien einsetzen und man kann eigentlich alles an Zusatztechnik dort drinnen verstauen. Filtertöpfe gut und schön, aber ab ner Gewissen Literzahl eines Beckens, müssen ja schon 2 davon geholt werden, natürlich immer im Bezug auf den eigenen Besatz den man sich anlegt. Bei den Filtertöpfen hat man dann auch letztendlich wesentlich mehr Verschleissteile und das ganze geht dann schon richtig an die Börse, besonders wenn man Töpfe von Eheim sich z.B. holt.

Wenn du es realisieren kannst mit der Heizung über die Zentralheizung, würde ich sowas auch immer machen, bei mir geht sowas leider nicht, da wir im gesamten Haus nur Nachtstromheizungen haben. Da ich aber mein Becken über HQI's beleuchte (Becken betreibe ich oben offen) wird so mein Wasser auch indirekt mitbeheizt, die Teile strahlen gut Wärme ab ;).

Gruss
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Rübi » 22. Aug 2010 13:29

Hallo Uwe,

danke das reduziert meine letzten Zweifel an einem FB. Da ich jetzt keine neuen Thread eröffnen möchte, zur Verrohrung gleich hier meine Fragen.
Ich würde auch lieber einen Tunze Ablauf nehmen und nicht auf einen der zahlreichen Selbstbauanleitung zurückgreifen. Da mein Becken im 1. Stock steht und nicht im gefliesten Keller mit Bodeneinlauf. :?

Bei dem Tunze Ablauf 1074 ist ja abflussseitig ein Durchmesser von 32 mm ist das ausreichend für den Zulauf zum FB? Mein Bauchgefühl sagt das er nicht ausreichend ist.

Wie sieht es beim 1076 aus? Aber da wäre wieder das Thema mit der Bohrung.

Ich habe nochmal geschaut das Filterbecken würde ca. 20 cm tiefer stehen (Wasserstand).
Ich könnte es aber auch auf das gleiche Niveau bringen.
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Re: Nachträgliche Glasbohrung

Beitragvon Bede » 22. Aug 2010 14:13

Hallo,
ich habe den ganzen Keller mit Glasbohrungen nachgerüstet. Das geht wirklich total einfach.
Zubehörteile:
Bohrkrone (1-2-3)
Schablone aus Holz welche als Führung dient
Akkuschrauber (niedrige Drehzahl)
Schraubzwinge (nicht direkt auf das Glas, Bruchgefahr)
ein kleines Gefäß zum kühlen der Bohrkrone (aber so wild ist das mit der Temp nicht, bei mir wurde das Glas nicht heiß)
Wichtig: von der Gegenseite muss eine Konterbohrung gemacht werden (damit das Glas nicht absplittert), dann von vorne in gleicher Höhe durchbohren
Anhang siehe Bilder.

Grüßle
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