Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

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Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon Jörg-Schauenburg » 10. Jul 2010 11:18

Also langsam bin ich am verzweifeln. Bei mir hat sich ein schönes Paar gebildet und bis die Larven schlüpfen betreiben die auch Brutpflege. Die attackieren sogar den Schlauch wenn ich den WW machen möchte.

Aber beim ersten mal sind die Larven ab dem Freischwimmen verhungert und lagen alle tot am Boden:( Aber es war halb so wild, denn nur 2 Tage später haben die wieder abgelaicht. Gestern Abend war auch noch alles Ok, aber heute morgen war das gedamte Gelege verpilzt. Nun nutze ich zwar keine Seemandelbaumblätter (weilich gerade auf meine Lieferung warte), aber ich wechsel täglich mindestens 10 % wasser. (Inzwischen nur noch 5 % LW und 95 % Osmosewasser)

Mein KH liegt zwischen 2und 3 (liege etwas mit der genauen Farbebestimmung auf Kriegsfuß, GH bei ca. 7 und PH bei ca. 5,8 bis 6, Nitrat liegt bei unter 10, Amko und Nitrit sind nicht Nachweissbar. Die Temperatur liegt bei 29 Grad. Und das super konstant. Ich habe auch dieses Zuchtbecken eingefahren. Befruchtet sind die Eier, sonst würden die Larven ja nicht schlüpfen. Da es ein Pigeon Pärchen ist (ok Bock ist ein RT) sind ja die Anschwimmproblem bekannt, aber ich habe alles dunkle im Becken ausgetauscht. merkwüdigerweise habe ich das Geühl das die Larven nicht mal versuchen die eltern anzuschwimmen. Nun um dieses Problem zu lösen, habe ich mir gedacht das ich es mal mit künstlicher aufzucht probiere, aber dazu gibt es wieder ganz viele widersprüchlicheaussagen.

Ich habe zu dem vorgehen 2 Ideen, entweder setze ich die Larven in ein Gitternetz Aufzuchtbecken oder ich nehme ein 12 Liter PVC Aufzuchtbecken (so bekomme ich meine Corxs nahezu zu 100 % durch. Bei dem 12 Liter Becken würde ich täglich 5 - 10 % WW aus dem Elternbecken machen. Aber ich weiß nicht ob es bei Scheiben auch funktioniert? Wie macht Ihr das?

Dann bleibt noch die Frage der Fütterung. Meine Idee ist in den ersten 3 Tagen ein Mix aus Eigelb, Artemia Aufzuchtalgen, JBL Multivitamin tropfen und ganz kleingeriebene Futtertabletten. Kann das denn Nährschleim überbrücken bis zur Artemia Aufnahme. Außerdem habe ich gehört das man noch ein wenig Hefe dazu mixen soll? Taugt das Rezept was, oder währe das Artemia Planktonfutter für die Larven besser geeignet? Odergibt es gar Spezialfutter dafür?

Helft mir bitte, denn ich möchte unbedingt mal wieder Nachwchs durchbekommen (keine Sorge Zeit habe ich aufgrund meiner Selbstständigkeit mehr als genug)

Meine nächste Frage ist, wie kann ich bei befruchteten eiern (außer Seemandelbaumblätter) die Laichverpilzung verhindern? Evtl. die Eier aus dem Elternbecken entfernen und in so ein seperates 12 L Becken? Habe schon überlegt ESHA 2000 ins Becken zu kippen, den laut Herstellerangaben verhindert es auch Laichverpilzung und der Nachwuchs sollte Para-Frei sein.Denn das Pärchen laicht spätestens 2 Tage nach Verlust des Geleges wieder ab. Und erst am Do kommen meine Blätter. Meint Ihr das mit ESHA funktioniert?

Hat Ihr jemand erfahrung mit künstlicher Aufzucht und kann mir ein paar Tipps geben? Denn ich will unbedingt ein Gelege von denen durchbekommen, denn die Farbmischung zwischen den beiden muss einfach fabelhaft werden.

Bitte gebt mireinen Tipp...
Jörg-Schauenburg
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon Jörg-Schauenburg » 11. Jul 2010 08:26

Weiß den keiner Rat für mich?
Jörg-Schauenburg
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon andre4711 » 11. Jul 2010 09:14

Hallo Jörg!
Versuch mal keinerlei Wasserwechsel zu machen wenn ein Gelege im Becken ist, zumindest so lange nicht bis die Larven geschlüpft sind, oder besser noch frei schwimmen.
Ich beginne erst einige Tage nach dem Freischwimmen das Wasser wieder aufzuhärten mit normalen Leitungswasser.
Zu Deinem Gelege kann ich aus meiner Sicht nur sagen, wenn das Gelege am ersten Tag verpilzt, dann liegt es am Wasser, verpilzt es am 2. Tag, so sind die Eier nicht befruchtet worden.
Ich hatte mal das Problem, das die Elterntiere kein Sekret gebildet haben und die Larven verhungert sind, da habe ich einen Teil der Larven mit Wobenzym N und Eigelb gefüttert im Jungfischbecken und einen Teil der Larven bei den Eltern gelassen.
Ich habe die Larven so 3 Tage durchbekommen, danach habe ich sie wieder zu Ihren Eltern ins Becken getan, da diese auf einmal doch Sekret entwickelt haben.
Schau erst malnach was mit dem Wasser ist und gib den Tieren Zeit...
Bis bei mir das erste Gelege durchgekommen ist sind bestimmt 10 - 12 Gelege kaputt gegangen oder die Larven gestorben...
Also ruhig Blut.
Wie alt sind die Eltern denn?
Haben sie zuvor schon mal Junge gross gezogen?
Wenn es die ersten Versuche sind, dann brauchen sie eben Zeit, bei den einen geht es schneller, bei den anderen dauert es halt länger.
Ich hoffe ich konnte Dir einige Tipp´s geben.
MfG André
andre4711
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon Jörg-Schauenburg » 11. Jul 2010 19:26

Die beiden Laichen das erste mal ab und alter ist leider Unbekannt. Befruchtet sind die Eiere, denn beim ersten Versuch hatte ich ja Larven die verhungert sind:( Daher meine Frage wie ich die künstlich aufziehen kann?

Bei diesem mal trat die Laciverpilzung nachdem 1. Tag ein und befiel binnen weniger Stunden das gesamte Gelege:( Mir ist aber auch aufgefallen das die beiden keine verpilzten Eier rauspicken. Was hälst du von ESHA 2000 gegen Laichverpilung?

Meine Wasserwerte (konstant, da Mischung von 90% Osmosewasser und 10 LW) sind PH knapp unter 6, KH 3, GH 7, Nitrat 10, Nitrit 0 und Ammoniak nicht nachweisbar. Leitwert habe ich leider noch kein Messgerät, aber bestellt;) Beim ersten fuktionierte das bei diesen Werten auch perfekt. Da haben die Larven nur die Eltern nicht angeschwommen:( Daher die künstliche Aufzucht. (Überlege sogar schon nur noch reines Osmosewasser zu nehmen, was haltet Ihr davon? Also für den Zuchtansatz...)

Ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar...
Jörg-Schauenburg
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon obro » 11. Jul 2010 20:24

Hallo Jörg,
reines Osmosewasser kannst Du nicht nehmen, da gehen die Eier genauso kaputt, als wenn es zu hart ist.
Du gibst Deine KH mit 2-3 an, das ist zu hoch. Versuche mal die KH auf 1° einzustellen, dann sollte es mit dem Schlüpfen klappen.
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon Diskusel » 11. Jul 2010 20:56

Hallo Jörg,

was für ein Leitwert ist denn in deinem Becken? Außerdem müssen die Eier bei Osmosewasser nicht kaputt gehen. Es kommt noch darauf an was für Wasserwerte Jörg bei seinem LW hat und wie alt die Membra ist. Lass es mal 40 micro Siemens sein da werden diese sicherlich nicht kaputt gehen!
Liebe Grüße aus Dresden

Marcel

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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon Jörg-Schauenburg » 11. Jul 2010 21:19

Hallo,

LW kann ich leider nicht messen, da mein Messgerät erst ende nächster Woche da ist:(

Aber Membra ist ca. 4 Wochen alt (ganz neue Anlage von Osmosediscount (240 l/Day).

Die Werte vom LW sind wie folgt:
PH 8
KH über 17
GH Über 30 (kann mein Test nicht mehr anzeigen)
Nitrat 30 mg
Nitrit 0
Ammoniak 0

Soll ich evtl. mehr Osmosewasser nehmen (z.B. 5 % LW und 95 Osmosewasser) oder gar reines? WW mache ich im zuchtwürfel täglich 10 %.

Und wie gesagt beim ersten gelege sind alle Eier geschlüpft und jetzt beim zweiten mal alle binnen weniger Stunden geschlüpft. Es ist nix an den Wasserwerten verändert werden und auch die Wechselintervalle sind gleich geblieben. Daher kann ich mir kaum vorstellen das es am Wasser lag, aber die Eier sahen auch befruchtet aus. Laut Packungsbeilage kann man mit ESHA 2000 Laichverpilzung verhindern. Was haltet Ihr davon ?

Mir ist ganz wichtig ob sich mit ESHA 2000 die Laichverpilzung effektiv verhindern lässt?

Und kennt denn jemand eine Anleitunf zur künstlichen Aufzucht? Ich habe mir gedacht die Larven mit einem Luftschlauch anzusaugen und in ein 12 L AQ zu setzen, das mit dem Wasser aus dem ZuchtWürfel gefüllt ist. Nun würde ich dieses Becken Lüften und täglich 2 * 1 L Wechseln. Aber womit soll ich füttern? ä

Vorsichtshalber habe ich mir dieses Aquamedic FoorU bestellt, aber habe gelesen das man in den ersten 2 bis 3 Tagen Eigelb füttern kann. Und ich habe mir gedacht ich mische Eigelg mit JBL Activol (Multivitaminpaste), JBL Artemia Plankton und zerkleinerte Futtertabletten (Staubfutter). Meint Ihr das könnte funktionieren? Oder habt Ihr einen besseren Tipp dafür? Und ab wann kann ich dann Artemia verfüttern? Und ab wann mit denen ins Aufzuchtbecken?

HabtIhr dafür eine Step by Step Anleitung, oder gar einen Link?

Danke im voraus
Jörg-Schauenburg
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon ChrisBLN » 11. Jul 2010 21:44

Guten Abend,

Vorsichtshalber habe ich mir dieses Aquamedic FoorU bestellt

Denke du meinst Food U , damit kannst du es probieren aber das Zeug geht ganz schön auf deine Wasserwerte.

Mfg Chris
Die Welt liegt mir zu füßen , denn ich steh drauf :o)
ChrisBLN
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon Jörg-Schauenburg » 11. Jul 2010 23:36

Wie oft würdest du denn dann in dem 12 L Aufzuchtbecken Wasserwechseln?
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon andre4711 » 12. Jul 2010 09:14

Hallo Jörg!
Ich würde eher daruf tippen das deine Tiere noch nicht richtig reif dazu sind....
Das gleiche Problem hatte ich auch und wenn sie kein sekret bilden oder die larven nicht die eltern anschwimmen und diese sie nicht einsammeln und dazu bringen an den Körper zu kommen, dann verhungern sie zwangsläufig.
Spiel ein wenig mit den Wasserwerten und es wird irgendwann klappen.
Meiner Meinug nach ist ein 12L Becken viel zu gross, da die Larven dann im Becken umher irren und das Futter nicht finden.
Ich habe ein Jungfischbecken umgebaut und mit in den Würfel gehangen und mittels Luftheber das Wasser aus dem Würfel in das kleien Becken geleitet, so hast du nicht diese riesen Schwankungen beim Wasserwechsel.
Zusätzlich habe ich das Eigelb auf schwarze Plastikstreifen die ich mir geschnitten habe gestrichen, damit die Larven auch wissen wo sie hin müssen.
Einfach den Rand des Plastikstreifen frei lassen und in die Mitte das Eigelb streichen.
Mit der KH gebe ich meinem Vorredener recht der ist für mich auch zu hoch, sollte max. bei 1 liegen.
Mit deiner Rezeptur habe ich keinerlei Erfahrung gemacht, kann ich keine Aussage zu machen.
Soweit ich weiss muss das Eigelb mit einem Enzym bestrichen werden, damit die Larven es überhaupt verdauen können.
Hier hast du mal einen Link wo man solche Becken zum reinhängen auch kaufen kann, wenn man sie nicht selbst bauen möchte oder kann.
http://www.aquarienbastelei.de/behaelter.htm
Da gibt es verschiedene Grössen und es sollte etwas dabei sein, ausserdem für einen ordentlichen Preis.
So ich hoffe Du bist Deinem Ziel ein wenig näher.
Gruß André
andre4711
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Re: Künstliche Aufzucht und Laichverpilzung

Beitragvon Jörg-Schauenburg » 13. Jul 2010 20:39

Mal eine Frage,
meint Ihr ich habe bei der künstlichen Aufzucht bessere Chancen wenn ich anstelle Eigelb ein Aufzuchtfutter wie "JBL Nobil Fluid Artemia" nutze? Oder wenn ich beides kombiniere?

Vielen dank im voraus...
Jörg-Schauenburg
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