Kiemenwürmer?! und was nun?

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Kiemenwürmer?! und was nun?

Beitragvon Jordi » 18. Jan 2006 15:24

Hallo Diskusfreunde,

nach 16 Jahren allgemein- Aquaristik und einer anschließenden Pause von ca. 5 Jahren, habe ich mich vor 2,5 Jahren an das Thema Diskus gewagt.
Nach verlustbehafteten Anfangsproblemen lief das Ganze nun 1,5 Jahre einwandfrei.
Seit einer Woche beobachte ich jedoch bei 2 Diskus, dass sie sich gelegentlich an Einrichtungsgegenstellen scheuern und auch schon mal den Bodengrund dazu verwenden.
Es macht den Eindruck, dass dabei gezielt die Kiemenregion zu jucken scheint.
Gelegentlich kommt ein leichtes Zucken bzw. Kopfschaukeln mit kurzen und leichten Flossenklemmen hinzu. Beobachten lässt sich diese Verhaltensweise ca. 1 mal stündlich bei den betroffenen 2 Diskus.
Gelegentliches Maulstülpen kommt selten hinzu. Die Atmung liegt maximal bei 50-60 pro Minute (tagsüber) und ich mag mir einbilden meine Diskus schon langsamer atmen gesehen zu haben.
Muss ich hierbei von Kiemenwürmern oder anderen Plagegeistern ausgehen?
Wenn ja, was tun?
Moneol wird im Diskusbrief hoch gelobt und gilt als absolut ungefährlich bei korrekter Anwendung.
Habe aber auch gehört, dass man bei falscher Anwendung durchaus alles in seinem Becken vernichten kann (wenn z.B. zuviel Biomasse vorliegt und es aufgrund der Fütterung der Bakterien über das Medikament zu einer Sauerstoffunterversorgung im Becken kommt).
Eigentlich habe ich den Anspruch das Ganze ohne Medikamente in den Griff zu bekommen.
Mir schwebt zum Beispiel vor, nur mit Medizin einzugreifen, wenn ich den Eindruck habe, dass die Fische massiv leiden. Kann man Diskus nicht auch mit Kiemenwürmern (wenn in geringer Anzahl vorhanden) mit diesen „Plagegeistern“ leben lassen, oder ist hier sofortiges Handeln erforderlich. Gibt es überhaupt Parasidenfreie Diskus?
Welche Alternativen gibt es?
Bin ich zu sensibel (auch uns juckt ja manchmal das Fell und wir reagieren mit Kratzen)?
Die Fische fressen sehr gut, haben keinerlei Farbveränderung, Balzen, legen Eier und machen ansonsten keinen ungewöhnlichen Eindruck.
Habe bei dem Händler meines Vertrauens (bisher mit den bei Ihm gekauften Tieren keinerlei Probleme gehabt) vor ca. 4 Wochen einen Neuling (die Nr. 8) nach mehrstündiger Beobachtung erworben. Dieser gehört aber zu den 6 Anderen die keinerlei Auffälligkeiten aufweisen.
Anbei meine technischen Daten:
Beckengröße: 350L
Filter: 2 x Außenfilter (1x Biologisch, einmal mechanisch mit reichlich Filtervolumen)
11W UV Lampe (parallel mit Beleuchtung 12 Stunden Brenndauer)
CO2-Anlage
Temperatur: 29-30°C
KH:2
GH:9
PH:6,8
Nitrit:0,05
Nitrat: ?
8 Diskus (12-15 cm) + 7 L-Welse
Wöchentlich 120L Wasserwechsel
Futter: Rinderherz, alle Farben Mückenlarven, Artemia, Muschelfleisch, Granulat

Würde mich über Eure Kommentare sehr freuen (bin neu im Portal)!

Gruß

Jordi
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Beitragvon Mattin » 18. Jan 2006 16:26

Hallo Jordi,

erstmal willkommen hier.

Und bleib mal ganz ruhig, solange sie sich noch normal geben, ist meiner Meinung nach keine Hektik angesagt. Scheinbar hast Du Dir mit dem neuen was reingeholt. Keine Quarantäne gemacht? Wie verhält sich der neue?

Zu den Parasiten und parasitenfreien Diskus werden sich hier bestimmt noch einige melden, die davon mehr verstehen.

Als Tipp von mir: nimm ein, zwei Knoblauchzehen, schneide sie schön klein und häng sie in einem Beutel in den Filterauslauf. Das ganze nach zwei bis drei Tagen erneuern (natürlich sofort, sollte es stinken).
Der Erfolg dieser Behandlung ist zwar nicht wissenschaftlich erwiesen, ich persönlich habe damit aber schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

8 Diskus in der Größe in 350 Liter ist schon recht grenzwertig, ich finde schon zuviel. Aber wenn es klappt - OK.

Kannst Du vielleicht mal ein Bild machen, damit man sich einen Gesamteindruck verschaffen kann?

Gruß,
Martin
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Beitragvon Patrick. » 18. Jan 2006 20:12

Hallo

erst mal ganz ruhig, solange diskus fressen, ist noch alles in ordnung.

60 mal pro minute ist schon ziemlich viel. kommt warscheinlich vom rinderherz, also mehr wasser wechseln. bei deinem besatz würd ich dir raten einmal pro woche 70 - 90 % zu wechseln, vor allem wenn du rinderherz fütterst.

zum moneol: vergiss das zeug, kostet n haufen geld und ist vollkommen unnötig! ausser gegen bandwürmer wo es wirklich wunderbar wirkt würd ich es nicht einsetzen.
und selbst da kannst praziquantel (kann sein dass es anders geschrieben wird, will aber jetzt nicht nachkuken) nehmen, was ja ein wirkstoff von moneol ist nehmen.

die zwei die sich kratzen kannst in nem eimer mit salzwasser baden, bis 150 gramm nacl auf 10l mit luftsprudler!! bei einer dauer von 5 bis 15 minuten. dabei sollten die kiemenwürmer abspriongen. währenddessen oder davor machst nen 90 % wasserwechsel.

anbieten würde sich dann allerdings alle diskus in dem eimer nacheinander zu baden.

kiemenwürmer sind für ausgewachsene diskus überhaupt kein problem!!

man liest nur immerwieder das kleine 4 wochen alte diskus undbedingt gegen kw behandelt werden sollten, da sonst ganze würfe wegsterben!

was ich allerdings auch für schwachsinn halte. ich behandle überhauptnicht und wenn die diskus mit 4 wochen gross genug sind und gute haltungsbedingungen vorfinden auch damit ohne probleme zurechtkommen.

medikamente sind in den meisten fällen total überflüssig! und schaden den fischen mehr als dass sie helfen!

ich hab mal mit der frau dr. lech..... telefoniert und sie nach ihrer meinung zu moneol gefragt.... da hat sie mich erst mal gefragt ob ich patient bei ihr wäre was ich ja nicht bin, und darauf hin wollte sie mir keine auskunft darüber geben. ausser dass sie behauptet hat dass es völlig ungefährlich sei.

aber mal im ernst wenn würmer die sowas von robust sind daran sterben kann es wohl nicht ganz ohne sein. und nach einem so kurzem zeitraum wo es nun angewendet wird kann wohl keier mit sicherheit sagen dass es nicht erbschädigend ist oder andere nebenwirkungen hat???

also ich bin für die salzmethode da z.b. haie das selbe in der natur anwenden, sie schwimmen süsswasserflüsse aufwärts dass die parasiten abspringen, und es funktioniert.

also wenn du die tips beachtest wirs du noch viel freude an deinen fischen haben.

mit medikamenten aber wirst du keine freude daran haben das kann ich dir jetzt schon versprechen.


parasitenfrei diskus ist für nen halter uninteressant da es verdammt schwierig ist sie auch parasitenfrei zu halten, sie kosten mehr geld und meiner meinug nach sind sie viel anfälliger allem gegenüber als parasitengewohnte tiere.

gruss patrick
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Beitragvon Jordi » 19. Jan 2006 09:26

Hi Patrick,

danke für die beruhigenden Nachrichten.
Werde so verfahren wie von Dir beschrieben.
Das mit den Salzbädern hatte ich schon häufiger gehört, hatte nur so meine Zweifel wie stressig es wohl für die Diskus sein muss, wenn ich sie einzeln fange, behandel und wieder zurücksetze (Wahrscheinlich weitaus unstressiger als mit Medikamentenbehandlung).
Denke ich werde dass auf 3 Tage verteilen um den Stress ein wenig zu reduzieren.

Danke!

Gruß

Jordi
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Beitragvon Jordi » 19. Jan 2006 09:33

Hallo Martin,

auch Dir vielen Dank!

Fotos habe ich Dir per Email geschickt
Mit dem Knoblauch, dass werde ich parallel mal ausprobieren.

Schön dass es ein solches Forum gibt und man nicht mit seinem Problem alleine dasteht.
Es gibt so viele Meinungen, wobei der Großteil der Literatur + die Händler meist mit Medikamenten drohen (scheint ne eingeschworene Pharma Lobby zu sein).
Mal sehen ob ich Erfolg habe, ich werde berichten.

Gruß

Jordi
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Beitragvon Markus » 19. Jan 2006 09:49

Hallo Patrick,

kiemenwürmer sind für ausgewachsene diskus überhaupt kein problem!!

Diese Pauschalierung halte ich für gefährlich. Es ist häufig so, dass sie damit klar kommen, aber es kommt immer wieder mal zu Problemen bei adulten Tieren.
In diesem Zusammenhang wird dann gesagt, dass der Auslöser schlechte Halterungsbedingungen sein müssen.
Aber ich habe mittlerweile mehrere in meinem nicht kleinen Diskusbekanntenkreis, die genau Deiner Ansicht waren und auch über genügend Engagement u. Erfahrung verfügen, um den Tieren sehr gute Halterungsbedingungen zu bieten. Trotzdem kam es auf einmal zu Problemen mit KW, so dass sie ihre Meinung über KW doch mittlerweile grundlegend geändert haben.

man liest nur immerwieder das kleine 4 wochen alte diskus undbedingt gegen kw behandelt werden sollten, da sonst ganze würfe wegsterben!

was ich allerdings auch für schwachsinn halte.

Dann hast Du wohl noch nicht die Richtigen im AQ gehabt. Wenn ich mich recht erinnere, hat Schubert vor Jahren schon mal von 18 nachgewiesenen, verschiedenen Kiemenwurmgattungen gesprochen und das ist einige Jahre her.

parasitenfrei diskus ist für nen halter uninteressant da es verdammt schwierig ist sie auch parasitenfrei zu halten

Fährst Du auch kein Auto, denn es ist auch nicht leicht, unfallfrei durchs Leben zu kommen.
Ich gebe Dir ja insofern recht, dass dies nicht so einfach ist, aber selbst, wenn ich mir hinterher einen Parasiten einschleppe, ist das immer noch besser, als wenn ich sie mit drei, vier verschiedenen Parasiten kaufe.

sie kosten mehr geld

Das stimmt zum Teil, die Frage ist aber, ob es sich unterm Strich nicht doch rechnet.

und meiner meinug nach sind sie viel anfälliger allem gegenüber als parasitengewohnte tiere.

Um das zu beurteilen, muss man solche Tiere besessen haben, dann würdest Du darüber anders urteilen, denn es ist schlichtweg falsch.

Schöne Grüsse
Markus
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Beitragvon Mattin » 19. Jan 2006 09:49

Hallo,

Literatur + die Händler meist mit Medikamenten drohen

komisch ist, daß wir genau das auch scheinbar wollen.

Auch ein Arzt verschreibt Medikamente bei Erkältung und Grippe - wobei auch er weiß, das nur eins hilft: ab ins Bett!
Eine Grippe dauert 2 Wochen, gehts Du zum Arzt, dann nur 14 Tage. ;-)

Viel Glück mit Deinen Fischen!

Gruß,
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Beitragvon Patrick. » 20. Jan 2006 00:04

Hallo

"Um das zu beurteilen, muss man solche Tiere besessen haben, dann würdest Du darüber anders urteilen, denn es ist schlichtweg falsch. "

ich habe 10 stück, die haben immerhin 2000 euro gekostet, und ich denke ich kann das schon ganz gut beurteilen.

da diese mehr probleme als meine heckel wf machen.

unser immunsystem wird wenn man geimpft wird mit winzigen mengen von krankeitserreger dazu gebracht sich damit auseinanderzusetzen und sich darauf einzustellen, antikörper zu bilden und wenn es erforderlich ist diese dann auch in grösseren mengen zu bekämpfen.

ist es allerdings nicht darauf vorbereitet werden wir krank. und es macht uns viel mehr aus als wenn wir daran gewöhnt sind.

warumm sollte es dann bei fischen anders sein??

mittlerweile hab ich das auch im griff, aber das ist meine meinung und naja ander haben dazu ne andere meinung.

und ja wenn ausgewachsene tiere probleme mit kw haben, dann hat wohl eine massige vermehrung dieser stattgefunden. dafür gibt es dann auch einen grund.
und selbst da bekommst es mit salzbädern wieder in den griff.

ist auf jeden fall besser als irgendwelche medikamente zu verwenden.

wenn ein so robuster parasit an nem medikament stirbt, dann ist es wohl nicht ganz ungefährlich für den fisch.

bei einem salzbad hingegen stirbt der wurm warscheinlich nicht gleich aber er springt ab und der fisch ist ihn los. also hab ich ja dann erreicht was ich will. der eimer wird ins klo geschüttet und der wurm interessiert mich nimmer. kann ja dann in der kläranlage oder was weis ich wo weiter sein unwesen treiben.

mache ich das nun in abständen von jeweils einer woche drei von mir aus vier mal nacheinander hab ich doch genau den selben erfolg wie z.b. mit moneol oder formalin.

nur ohne schädigung des fisches, da es kein medikament gibt das auch die eier abtötet ist es schwachsinn hierbei medikamente zu verwenden!!

gruss patrick
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Beitragvon kubi » 20. Jan 2006 10:50

hallo patrick!

woher weisst denn dass die tier frei sind? von wem hast die denn?

ich hab jahrelang mit wf rumgemacht und kann nur sagen seitdem ich auf saubere umgestiegen bin läuft es einfacher und besser.

ich kann mich markus nur anschließen.

einzig frage ich mich warum von euch konventionellen haltern und züchtern ständig auf den freien tieren rumgehackt werden muss! wenn die doch eh nix taugen und so teuer sind.

interessant ist für mich auch die tatsache, dass wenn konventionelle züchter bei mir waren und ich zu denen gegenkomme, dann auf einmal die fisch gerade nicht so gut wachsen da ja zur zeit die fütterungsintervalle nicht so optimal sind, gerade ausnahmsweise behandelt wurde,...... kurz nur momentan scheiss in der anlage herrscht.

und das ist nicht nur bei mir so. soagar mit ausladungen musst rechnen wennst wo hinkommen willst.

einzig die luft bleibt weg wenn das wachstum verglichen wird. wollte erst vor kurzem ein ganz grosser in österr. wissen wie es geht mit den freien tieren -?! hatte einen wachstumsvergleich zwischen den fischen. noch dazu ist der pensionist und ich berufstätig. weil ich nicht ungut bin hab ich ihm was gesagt. seitdem ist der kontakt seinerseits beendet.
wahrscheinlich weil ich eine flasche bin und keine ahnung hab. ganz versteh ich die szene oft echt nicht.

" ? "
kubi

und noch was aber das mal ganz dirket!!!

"unser immunsystem wird wenn man geimpft wird mit winzigen mengen von krankeitserreger dazu gebracht sich damit auseinanderzusetzen und sich darauf einzustellen, antikörper zu bilden und wenn es erforderlich ist diese dann auch in grösseren mengen zu bekämpfen."


informiere dich mal genau was du da schreibst. (und nicht irgendein beitrag eines aquarianers der in der zeitung xy veröffentlicht)
ein immunsystem wird sich nicht an flag. oder würmer gewöhnen. zeig mir mal eine studie oder wissenschaftl. arbeit die sowas vertritt? das individuum lernt damit zu leben, nimmt vermehrt nahrung zu sich, atmet schneller,......)
was du da von dir gibst bezieht sich rein auf viren und bakterien. wir reden aber von höher gestellten parasiten.
aber wenn das immunsystem mit allem fertig wird dann lass dir mal würmer einsetzen (darm, lunge,...) dazu haust dir noch flagellaten in deinen verdauungstrakt und ebenfalls in den genitalbereich und schauen wir wie es dir in einem jahr geht. (hatte bei hunden mal flagellatenbefall da war was los; irrer kampf und der tierarzt macht sicher keine scherze)
aber vermutlich wirst du gegen all dies dann immun sein. -ganz sicher sogar wenn du keinen arzt aufsuchen wirst. :cry:
suche immer gute wildfänge und leute die sich damit auskennen.
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Beitragvon Markus » 20. Jan 2006 11:05

Hallo Patrick,

ich habe 10 stück, die haben immerhin 2000 euro gekostet, und ich denke ich kann das schon ganz gut beurteilen.

Es gibt immer Unterschiede zwischen verschiedenen Diskusstämmen. Daher kann es auch vorkommen, dass ein konventioneller Stamm robuster ist, als ein ehemals parasitenfreier. Aber diese Erfahrung zu pauschalieren, ist schon sehr gewagt.

Ich beliefere seit zwei Jahren vier verschiedene Händler/Grosshändler in meiner Umgebung mit Tieren, die nur den eingeißligen Flagellaten haben, den man nicht wirklich als Parasiten einstufen kann. All diese Händler bestätigen mir, dass die Tiere sehr gut stehen, auch wenn sie mit anderen Tieren zusammen gesetzt werden. Ein Händler kauft sogar Stückzahlen, die über den momentanen Bedarf weit hinausgehen, da die Tiere im Gegensatz zu vielen anderen Tieren auch in der Verkaufsanlage gut weiterwachsen.
Da ich schon mehr als tausend Tiere an diese Händler abgegeben habe, ist dies m.E. doch ein aussagekräftiges Ergebnis.

unser immunsystem wird wenn man geimpft wird mit winzigen mengen von krankeitserreger dazu gebracht sich damit auseinanderzusetzen und sich darauf einzustellen, antikörper zu bilden und wenn es erforderlich ist diese dann auch in grösseren mengen zu bekämpfen.

ist es allerdings nicht darauf vorbereitet werden wir krank. und es macht uns viel mehr aus als wenn wir daran gewöhnt sind.
warumm sollte es dann bei fischen anders sein??

Impfungen werden durchgeführt, um gegen Bakterien u. Viren entsprechende Antikörper zu entwickeln, also eine spezifische Immunität aufzubauen.
Solche Sachen funktionieren aber z.B. bei Würmern überhaupt nicht. Ebenfalls sind die Möglichkeiten bei Flagellaten sehr eingeschränkt.
Bei Fischen kommt noch hinzu, dass hier im Gegensatz zum Menschen das spezifische Abwehrsystem sehr unterentwickelt ist. Fische haben ein sehr gut entwickeltes unspezifisches Abwehrsystem, weshalb es egal ist, ob ein Fisch bereits Kontakt zu echten Parasiten hat oder nicht. Dieses unspezifische Immunsystem wird idR genügend durch verschieden Keime im AQ trainiert.

und ja wenn ausgewachsene tiere probleme mit kw haben, dann hat wohl eine massige vermehrung dieser stattgefunden. dafür gibt es dann auch einen grund.

Sicher gibt es dazu einen Grund, aber wenn er selbst für sehr erfahrene Halter nicht erkennbar ist, wird es schwierig.

bei einem salzbad hingegen stirbt der wurm warscheinlich nicht gleich aber er springt ab und der fisch ist ihn los. also hab ich ja dann erreicht was ich will.

Ein Salzbad stellt eine grosse Belastung für das Tier dar, daher würde ich dies nicht unbedingt als völlig harmlos hinstellen. In Salzbädern sind auch schon einige Diskus eingegangen...
Ich bin nicht strikt gegen eine Salzbehandlung, wenn mal ein akuter Fall vorliegt. Es macht aber m.E. keinen Sinn, wenn man dies alle paar Monate machen muss. Dann würde ich mir eher überlegen, wie ich die Sache in den Griff kriege.

mache ich das nun in abständen von jeweils einer woche drei von mir aus vier mal nacheinander hab ich doch genau den selben erfolg wie z.b. mit moneol oder formalin.

nur ohne schädigung des fisches, da es kein medikament gibt das auch die eier abtötet ist es schwachsinn hierbei medikamente zu verwenden!!

Mit Formalin u. Chloramin-T kann man KW komplett ausrotten, wenn man entsprechende Zeitzyklen einhält. Es ist nicht einfach, aber es geht. Bei Salz geht das mit vertretbaren Dosen nicht, sonst würde dies jeder so machen.
Bei richtiger Durchführung ist die Behandlung mit o.g. Mitteln (es sind übrigens keine Medikamente) genauso gefährlich o. ungefährlich, wie eine Salzbehandlung.

Ich möchte nicht komplett von einer Salzbehandlung abraten, sie ist gegen einige Ektoparasiten sehr wirksam, aber KW sollte man m.E. komplett ausrotten, oder solche Hälterungsbedingungen schaffen, dass die adulten Tiere damit klar kommen. Sollte es erforderlich sein, alle paar Wochen/Monate einzuschreiten, halte ich auch Salzbehandlungen auf Dauer für inakzeptabel.

Schöne Grüsse
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Beitragvon jgottwald » 20. Jan 2006 14:24

Hallo Patrick!
ich denke genau wie Markus das KW nicht so einfach als Kleinigkeit zu behandeln sind. Auch ist die Behahdlung recht aufwendig und nicht wie man wünscht, mit einmal erledigt. Ich kann dir mit einem konkreten Beispiel dienen: ich hatte bei mir 3 Tiere, deren Kiemendeckel sich immer wieder entzündeten. Die üblichen Methoden mit Salz etc brachten überhaupt nichts, nach ein paar Tagen wieder das gleiche. Ich rief darauf mal bei Gerhard an und fragte nach Hilfe, der sagte mir ich solle die Tiere auf KW untersuchen. Gesagt, getan und es wurden auch ein paar KW gefunden. Also entschloss ich mich zur Behandlung mit Chloramin T. Bereits nach der ersten Behandlung waren die Entzündungen verschwunden.
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Beitragvon Patrick. » 21. Jan 2006 00:08

Hallo

da kann ich nur danke sagen und schön dass wir darüber diskutiert haben.

ich weis sicherlich nicht alles, bin aber immer froh noch was lernen zu können.

werd mir auf jeden fall mal ein par gedanken darüber machen.
trozdem werde ich keine medikamente, oder andere mittel einsetzen wenn es auch so geht.
meinen fischen geht es sehr gut und meine kleinen wachsen super. auch ohne irgendwelche behandlungen.

bei mir stirbt nicht ein einziger jungfisch, ausser ich sortiere ihn aus und verfüttere ihn.


gruss patrick
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Beitragvon Patrick. » 21. Jan 2006 00:38

Hallo nochmal

ich denke aber dass auf jeden fall mehr diskus an den folgen von falscher kw behandlug geschädigt oder sogar gestorben sind als an den kw selbst. und deswegen finde ich es nicht richtig jemandem gleich zu raten mit den bekannten mittelchen zu behandeln.

ich kann nur von meinen erfahrungen berichten, und seit ich keine medizin mehr verwende fahre ich auf jeden fall viel besser.

salz gehört für mich nicht dazu!

ich bin gegen behandlungen wenn es nicht unbedingt sein muss!
und in den meisten fällen muss es das nicht!
das ist meine meinung.

""Es macht aber m.E. keinen Sinn, wenn man dies alle paar Monate machen muss. Dann würde ich mir eher überlegen, wie ich die Sache in den Griff kriege. ""

ja das macht es für mich auch nicht, genausowenig wie jedes jahr ne formalinbehandlung.
wenn man die kw nicht ausrottet, und ich glaube die wenigsten bekommen das hin ist es doch auch nur ne vorübergehende linderung des problems???

also haltungsbedingungen verbessern! sind diese schlecht bringt das salzbad genauso wenig wie alle anderen methoden!

gruss patrick
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Beitragvon kubi » 21. Jan 2006 00:52

hallo patrick!

das habe ich auch nicht bezweifelt. und auch bin ich immer nur für behandlungen nach erfolgter, sicherer diagnose.

wenn dann aber ordentlich und gründlichst. soll nix über bleiben.

wie auch immer. meinungen sind verschieden doch argumente sollten möglichst untermauert sein. ansonsten wird es nur ein wirrwarr. -da weiss ich ganz bestimmt wovon ich schreib.

alles beste
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Beitragvon Markus » 21. Jan 2006 12:03

Hallo Patrick,

werd mir auf jeden fall mal ein par gedanken darüber machen.
trozdem werde ich keine medikamente, oder andere mittel einsetzen wenn es auch so geht.
meinen fischen geht es sehr gut und meine kleinen wachsen super. auch ohne irgendwelche behandlungen.


Solange die Tiere keine Probleme haben, würde ich auch nichts machen, völlig richtig. Ich habe darüber schon häufiger mit Patriz diskutiert, weil wir da auch einen Widerspruch sehen, warum es bei dem einen keine o. wenig Probleme gibt, bei anderen aber doch viele Probleme.

Ich habe früher häufiger starke Probleme mit KW bei der Zucht gehabt, obwohl ich nur mit ein, zwei Paaren in einem 1000 L-Kreislauf gezüchtet habe, was sehr gutes Wasser hatte.
Seitdem habe ich, auch vor meiner parasitenfreien Zeit, zugesehen, dass ich neue Tiere gegen KW behandelt habe, damit sie mir meine anderen Tiere nicht infizieren. Dann behandelt man die Tiere aber einmal und nie wieder.

Wenn ich sehe, dass einige entweder die Elterntiere jedesmal vor der Zucht behandeln, oder die Bruten hinterher, dann aber wieder infizieren, dreht sich mir der Magen um. Das führt nämlich dazu, dass heutzutage KW wesentlich schlechter zu behandeln sind, als vor 30 Jahren.

Schöne Grüsse
Markus
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