meine Aussage beruft sich darauf, das ich davon ausgehen muss, das es doch klar sein sollte, das wenn ich Pflanzen einplane, diese nicht nur einfach einsetze und mich dann nie mehr so richtig um diese Kümmere. Ich gebe dir Recht, das beide Sachen in einer Gewissen Sorgfalt behandelt werden sollten, weil wenn dem nicht so ist, dann hast du auch Recht das es da zu Problemen kommen wird.
Wenn ich ein Becken neu Plane, dann suche ich mir die Pflanzen aus die man auch gut mit Diskus pflegen kann, wenn ich hier schon falsch Anfange geht das Projekt direkt in die Hose. Dann wie du schon geschrieben hast, muss man ein solches Becken einfahren lassen, was am besten geht am Anfang mit den schnellwachsenden Pflanzen. Das ganze wird sicher so 6-8 Wochen dauern (wenn nicht sogar was länger) und dann kann man sich um den Fischbesatz Gedanken machen, da man ja meist zu Diskus auch 2 oder 3 andere Beifischarten zulegen will.
Bevor ich aber nach der Einlaufzeit jetzt schon die Fische einsetze, sollte man doch vorher besser anfangen und nach und nach die schnellwachsenden Pflanzen ausdünnen und dann seine Wunschpflanzen einsetzen. Wenn einem aber die Schnellwachsenden Pflanzen gefallen, spricht ja auch nichts dagegen diese weiterhin drinnen zu lassen. So eine Hintergrundbepflanzung mit Riesenvallis hat schon was.
Wenn dann nach 2 oder 3 Monaten ein Bepflanztes Becken mal läuft, hat man selten Probleme mit den Pflanzen und man muss sich nur noch vieleicht 1 x die Woche mit der Pflanzenpflege auseinandersetzen. In dieser Zeit sollte man auch rausgefunden haben, was die Pflanzen an Zusatzdünger und evtl. an CO² brauchen. Das wäre das Ideale Szenario und wenn man sich an gewisse Regeln hält klappt es auch so. Wenn das so läuft, greife ich nur selten in das Becken ein und die Fische, egal ob Diskus oder nicht, sind einem Dankbar.
Es bringt mir nichts wenn ich täglich in das Becken eingreifen muss, nur weil die Pflanzen nicht das machen, wie ich es mir vorstelle. Hier kommt für mich die Stelle, was ich damit meinte das der Fokus beim Diskus liegen sollte in einem Bepflanzten Becken. Nun sehe ich, das die Pflanzen dahinkümmern, sich Algen ausbreiten und und und. Nun versucht man Krampfhaft dem Entgegen zu Wirken, indem man Anfängt auf Teufel komm raus alles mögliche an Düngemittel auszuprobieren und massig CO² ins Wasser jagt. So, das bringt aber auch nichts (Oh Wunder
Ich denke ich weiß wovon ich hier tippe, da ich selber zu meinen Anfangzeiten genau solche Fehler begangen habe. Ich habe von eh her immer mal mehr, mal weniger Pflanzen mit Diskus gehabt und entsprechend auch gute wie schlechte Zeiten erlebt.
Weiterhin hatte ich vor dem jetzigen Filterbecken auch Eheim Topfilter, mal einen HMF oder mal nur einen Innenfilter am laufen gehabt und bei allen Varianten kann man sehr schöne Pflanzenbecken betreiben. Für mich hat sich aber ein Filterbecken gerade im Bezug auf die Pflege von Diskus als Ideal rausgestellt, da es hier ja nicht nur um Filtervolumen alleine geht, sondern auch an dem + an zusätzlichen Wasser. Da ich mein Filterbecken (ca. 125 Liter) aber nur zu ca. 30% mit Filtermaterial bestückt habe, habe ich auch keinerlei Probleme mit meinen Pflanzen. Sicherlich in der Einlaufphase hatte ich Algen, aber das hat man auch bei anderen Filterarten. Die Aussage das ein Filterbecken eher Kontrapdoduktiv im Bezug auf Pflanzen ist, sehe ich daher eher als falsch an. Natürlich dünge ich aber meine Pflanzen und habe eine CO² Anlage am laufen und was sicher auch richtig ist, das man mehr düngen muss mit einem Filterbecken, keine Frage. Aber wenn ich das doch weiß und dies in Kauf nehme ist es doch OK, oder nicht?
Es hat bei mir ca. 7 Jahre gedauert, bis ich ein Pflanzenbecken mit Diskus richtig realisieren konnte und wo mein Hauptaugenmerk nicht nur auf den Pflanzen lag. Davor habe ich teures Lehrgeld zahlen müssen, wie sicher viele andere auch die eben nicht auf Pflanzen verzichten wollten wie ich. Heute erfreue ich mich an ein Wirklich gut bepflanztes Becken, wo ich viele Sachen auch automatisiert habe, wie Wasserzufuhr und Düngezufuhr. Wenn es hoch kommt muss ich 1 oder 2 x im Monat nur noch gezielter die Pflanzen zurechtstutzen, hier und da mal ein altes Blatt rauszupfen und das war es auch schon, was ich noch an Zeit nur für die Pflanzen opfere.
Wichtig ist einfach, ich sollte was von der Wasserchemie verstehen, etwas Wissen über die Bedürfnisse von Pflanzen haben und was sonst damit alles verbunden ist. Ist dem nicht so, muss ich es lernen, oder ich lasse es von vorne herein solche Experimente durchzuführen. Es ist einfach so, das ganz klar sein sollte, das ein Bepflanztes Diskusbecken - natürlich je nach Bepflanzungsdichte - immer ein Mehraufwand da stellt, das kann keiner wegreden und würde ich auch nie machen.
So, ich denke das reicht von meiner Seite nun. Nun warten wir mal ab, was nun weiteres geplant ist vom Threaderstellen und dann kann man ja sich wieder gezielter dem Thema an sich zuwenden.



