Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

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Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

Beitragvon Polde » 13. Jul 2010 19:04

Hallo zusammen,

aktuell suche ich nach Anregungen wie man Diskus-Jungfische nach dem Freischwimmen automatisiert über Dosierpumpen füttern kann. Nicht jeder hat die Zeit 6-10 mal am Tag zu füttern und ist wegen der täglichen Arbeit in der Lage tagsüber Futter in bestimmten Abständen zu geben : also müssen automatisierte Lösungen her.
Ich habe hier schon von einigen Lösungen gelesen, wie beispielsweise dem von Erwin entwickelten Automaten für das Verfüttern von in Süßwasser schwimmenden Artemias, aber ich habe leider keine Beiträge über weitere, flüssige Fütterungsmethoden gefunden.

Dosierpumpen sind ja eigentlich recht günstig und ich benutze sie seit Jahren für die Düngung des Beckens. Welche anderen flüssigen Futtermittel fallen euch ein, die man alle 2-3 Stunden tropfenweise für die Jungfische ins Becken zu geben kann, ohne dass
a) das Futter über den Tag verdirbt
b) die Reinigung der Dosierpumpe zu aufwändig wird

Lösungen :
-in Süßwasser schwimmende Artemias
-Plankton Artemia Futter

...weitere ?

Vielen Dank,
Euer Polde
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Re: Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

Beitragvon Jörg-Schauenburg » 13. Jul 2010 20:27

Denke das Artemia dürfte sich 4 bis 8 Stunden in der Dosierpumpe halten...

Habe aber heute JBL Nobil Fluid Artemia gekauft und denke das es nicht verdirbt. Das gibt es auch für größere Tiere...
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Re: Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

Beitragvon Markus » 14. Jul 2010 08:46

Hallo Polde,

obwohl ich selbst Dosierpumpen habe, setze ich sie nicht ein, um Flüssigfutter zu verfüttern.
Ich habe die Erwin´sche Artemialösung schon eingesetzt und werde sie auch weiterhin einsetzen, da es m.E. ausreichend ist, die Diskus in den ersten Tagen mit Artemia zu füttern. Sobald die Jungfische vom Boden fressen (nach ca. 12 Tagen) kann man per Futterautomat Granulat verfüttern. Ein Flüssigfutter verdirbt sehr schnell und die Schläuche von Dosierpumpen verschleimen. Die bakterielle Belastung und Schadstoffanreicherung in den Schläuchen steht m.E. in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Schöne Grüße
Markus
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Re: Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

Beitragvon Polde » 14. Jul 2010 18:21

Danke Jörg und Markus für eure Meinungen.

Gerade die Schadstoffbelastung bei Flüssignahrung und das schlechte Reinigen von den flexiblen Dosierpumpenschläuchen haben mich auch zum Grübeln gebracht. Die Systeme von Dosierpumpen an sich fassen ja auch 30-40 ml was eigentlich schon viel zu viel ist....wenn das dann mit Eigelb etc vollschleimt...gute Nacht.

Deswegen habe ich da schon eine neue Methode im Sinn wie man automatisiert kleine Tropfmengen verfüttern kann ohne viel Reinigungsaufwand. Ich tüftel da noch etwas rum und stelle euch dann meine Lösung vor.

Gesetz den Fall es wäre sehr einfach möglich ohne viel Reinigungsaufwand geringe hochkonzentrierte Futterlösungen ( sagen wir mal 2 ml am Tag in 8 Portionen verteilt ) zu verfüttern, was könnte man alles in flüssiger Form als Erstnahrung reichen ?

Ideen ?

Viele Grüße,
Polde
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Re: Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

Beitragvon Markus » 14. Jul 2010 20:19

Hallo Polde,

worum geht es Dir denn eigentlich? Geht es um die künstlihe Aufzucht oder warum flüssiges Aufzuchtfutter?

Schöne Grüße
Markus
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Re: Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

Beitragvon Polde » 14. Jul 2010 23:37

Hallo Markus, danke der Nachfrage.

Mir geht es um automatisierte Methoden um mit flüssiger Nahrung nach dem Freischwimmen zuzufüttern. Gerade die ersten Tage sind ja immer recht kritisch wenn die Eltern noch unerfahren sind.
Habe aktuell ein Paar im Zuchtbecken, weiss aber nicht genau ob sie mit Sekret die Kleinen ernähren können, deshalb möchte ich dieses Mal gewappnet sein falls es die Eltern mal wieder verschlafen.

Was Zufütter-Methoden angeht bin ich noch recht unerfahren und habe bisher noch nicht viele Junge durchbringen können. Da ich berufstechnisch tagsüber 9-10 Stunden unterwegs bin möchte ich das irgendwie automatisieren, weiss aber noch nicht genau wie und welche Möglichkeiten man da hat.

Viele Grüße,
Polde
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Re: Jungfischfutter über Dosierpumpe ?

Beitragvon Markus » 15. Jul 2010 08:50

Hallo Polde,

die Larven müssen normalerweise ab dem 5. Tag Zusatzfutter erhalten, dabei haben sich frisch geschlüpfte Artemia bewährt. Alles andere Futter hat m.E. immer irgendwelche Nachteile. Oft wird das Wasser sehr belastet, da das Futter nicht gefunden wird. Daher macht die von Erwin vorgestellte Methode der automatischen Artemiafütterung in deinem Falle schon viel Sinn.

Wenn die Larven nicht gut anschwimmen (wie z.B. bei vielen Pigeon) ist das Zufüttern von Mikrowürmchen eine zwar nicht optimale, aber immerhin noch hilfreiche Möglichkeit, die Jungen über die ersten Tage zu bringen.
Man sollte aber auch das Anschwimmen erleichtern, indem man das Beckenvolumen bzw. das Wasser um die Elterntiere reduziert.
Dazu gibt es schon die findigsten Ideen, die teils soweit gehen, dass um die Elterntiere und den Laichkegel vor dem Schlupf ein Eimer gestülpt wird. Es ist natürlich für genügend Wasser-/Sauerstoffaustausch zu sorgen => Gitter)
Mikrowürmer kann man auch mittels eines Stück Styropor "dosieren".... Das Styro mit einem mittigen Loch versehen, in das man Watte stopft. Die Watte saugt sich voll Wasser und man gibt obenauf Mikros, die sich dann langsam und über einen längern Zeitraum verteilt durch die Watte ins Becken verteilen. Dies nutzen bspw. einige Züchter von Labyrinthfischen, sollte aber auch bei Diskus funktionieren.

Schöne Grüße
Markus
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