Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Ohligerj » 14. Nov 2017 20:08

Hallo Sonja,

ein UV-Klärer ist in einem bepflanzten Becken sehr sinnvoll, weil die Keimdichte dort höher als in einem nicht eingerichteten Becken ist. Viele Probleme mit dem Diskus haben ihren Ursprung in der Keimdichte.

Dein Klärer hat eine UV-Leistung von 8,5 Watt, das ist nicht besonders viel. Trotzdem würde ich den weiterlaufen lassen, oder durch ein leistungsstärkeres Modell ersetzen. Die Bauart ist ja etwas ungewöhnlich, mit integriertem Filter. Wie effizient die Bauart ist, kann ich nicht beurteilen.

Allerdings hab ich das Problem, dass in der Klarwasserkammer, in der er plaziert ist, der Wasserstand oft relativ niedrig ist und ich bin mir daher nicht sicher, ob der Klärer dann noch 100 %ig funktioniert.


Vielleicht verstehe ich etwas falsch, aber solange der Klärer Wasser (und nicht Luft) ansaugt, müsste doch alles i.O. sein? Allerdings ist die Nennleistung der Pumpe nur 450 l/h, d.h. unter Einsatzbedingungen noch viel weniger. Das bringt dann nicht mehr so viel.

Kennt vielleicht jemand die Auswirkung des UV-Klärers auf Huminstoffe ??


Ja, er zerstört die Huminstoffe. Das Wasser wird hell und klar. Zugabe von Huminstoffen macht also keinen Sinn, ist auch nicht erforderlich.

Bzgl. Kahmhaut gebe ich dir Recht, die muss weg. U.a. weil sie den Sauerstofftransport ins Wasser behindert. Dazu würde ich allerdings einen anderen Ansatz fahren: Wirf das Siporax raus, das bringt dir auf die Dauer auch Probleme mit den Pflanzen. Filtere nur über Schaumstoff etc., und der Filter sollte auch nicht überdimensioniert sein.
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon DTMaahs » 15. Nov 2017 10:49

Hallo Sonja

Zu den Keimen im Wasser.
Grundsätzlich gilt für MICH:
Etwas nur aus dem Bauch machen ob Krankheit oder Wasserqualität ohne den nötigen Nachweis zu erbringen , ist immer ein Zeichen von zu geringem Ehrgeiz den Dingen auf den Grund zu gehen.

Wir leisten uns ein Hobby mit lebenden Tieren.
Keiner geht zum Arzt und lässt an sich einfach einmal etwas probieren ohne die nötigen Tests um eine ordentliche Diagnose zu erstellen.
Es sterben zu viele Tiere weil jemand geglaubt er bräuchte keine saubere Analyse.
Wer das Umfeld seiner Tiere nicht kennt und nicht gewillt ist einiges an Zeit aber ja auch Geld zu investieren sollte nicht mit lebenden Tieren arbeiten.

Damit bist nicht du Sonja gemeint denn du bemühst ja.

Schau einmal hier:
http://www.produktkatalog.bode-chemie.d ... slides.pdf

Im übrigen ich habe auch einen externen 36W UV-C Klärer und einen internen 24W UV-C Klärer mit eigenem Antrieb.
Im Einsatz kommen diese Geräte ausschließlich nur in einem 120Liter Quarantänebecken.

Keimdichte hält man tief wenn man .....
1. Die Besatzdichte bei ca. 100Liter/Diskus/Altum hält.
2. Den pH Wert immer < 7 hält
3. Einen ausreichend großen Biofilter einsetzt.
Die ausreichende Größe erkennt an den Standzeiten.
Meiner läuft nun schon im siebten Jahr ohne jeglichen Eingriff bzw. Reinigung.
4. Kein verfüttern von Warmblutfleisch ( Rinder- oder Putenherz )
5. Ausrechend starke Strömung im gesamten Becken um Mulmnester zu vermeiden.
Bei mir 3750 Liter/h bei einem 900Liter Becken.
Davon 3000L/h nur in Bodennähe und dies ist nur ein Bruchteil dessen was in der Natur herrscht.
6. Wasserwechsel an Messdaten festmachen und nicht nach Gefühl.
7. Für ausreichend Sauerstoff im Becken sorgen.
Gruß Ditmar
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Clown » 15. Nov 2017 14:04

Sorry, eine off-topic Frage an Jörg:
Weshalb das Siporax rausschmeissen? Inwiefern schadet es den Pflanzen? Ist es nur wegen dem Nitratabbau, oder gibt es andere Gründe? Die Filterwirkung, sprich Nitrifikation, ist meines Wissens sehr gut, was für mich die Hauptsache bei der Diskushaltung ist.
Gruss, Max
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Ohligerj » 15. Nov 2017 19:50

Hallo Max,

ja, die Filterwirkung von Siporax ist sehr gut; sie ist zu gut für den Einsatz in bepflanzten Becken. Es werden wichtige Pflanzennährstoffe aus dem Wasser entfernt und dann entstehen Probleme mit dem Pflanzenwachstum und mit Algen. Auch eine Kahmhaut kann durch Siporaxfilterung verursacht werden. Wie genau, kann ich dir auch nicht sagen. Es hat irgendetwas mit der Konkurrenzsituation der Bakterien zu tun, eine Kahmhaut besteht aus Bakterien.

Für Pflanzenliebhaber gibt es das sehr gute Forum Flow Grow, da kannst Du mal nach Siporax suchen. Ich hatte auch Siporax verwendet und wollte das erst nicht glauben, nach der Entsorgung dieses Zeugs ist Vieles besser geworden. Den Diskus geht´s übrigens auch besser ohne.

Die Nitrifikation ist etwas, um das man sich in einem bepflanzten Becken kaum kümmern muss. Selbst ein kleiner Filter reicht völlig aus, um die Nitrifikation zu bewerkstelligen. Das liegt daran, weil Pflanzen, Dekoration, Bodengrund etc. genügend Substrat zur Ansiedlung von Bakterien zur Verfügung stellen. Für nackte Becken gilt das natürlich nicht, da muss der Filter größer sein.
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Ohligerj » 15. Nov 2017 20:00

Hallo Ditmar,

ich unterschreibe alles, was Du gesagt hast: Besatzdichte, pH etc. sehe ich ganz genauso. Nur beim Filter - bitte nicht böse sein - bin ich anderer Meinung. Ein besonders großer Filter ist unter den Bedingungen nicht notwendig und schadet im Zweifelsfall nur. Dafür würde ich den Filter, mind. den Vorfilter regelmäßig reinigen, damit sich mineralisierte Endprodukte nicht in zu großer Menge ansammeln. Dass es funktioniert, kannst Du bei mir sehen.

Es gibt aber immer mehrere Wege die zum Ziel führen. Wer einen hat, der funktioniert, sollte zufrieden sein und nichts ändern. Für alle anderen kann der Meinungsaustausch hier eine Hilfe sein.
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Clown » 16. Nov 2017 09:05

Hallo Jörg
Danke für die Antwort. Ich setze Siporax seit 1 1/2 Jahren in einem moderat bepflanzten Becken ein. Bisher ohne Probleme. Die Pflanzen simd für mich im Diskusbecken nur Dekoration. Aber ich werde mal testen was sich ändert, wenn ich das Siporax reduziere. Wichtig ist für mich nur das Wohlbefinden der Fische.
Gruss, Max
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon DTMaahs » 16. Nov 2017 09:20

Hallo Jörg

[quote=Jörg]Nur beim Filter - bitte nicht böse sein - bin ich anderer Meinung.[/quote]
Nein kein Problem.
Jeder macht seine eigenen Erfahrungen.
Ich zähle mein Becken eher zu den leeren trotz meiner "Back to Nature Amazonas" Rückwand.
Daher bin ich von den großen Filter überzeugt auch und gerade wegen der sehr langen Standzeit.
In einem Pflanzenbecken herrschen andere Verhältnisse.
Das auf Pflanzen ein großer/effizienter Filter Einfluss hat ist mir bewusst.
Ich sehe dies an den drei Anubia Pflanzen die eher helle Blätter bilden als das satte dunkelgrün was man erwarten würde.
Allerdings Dünger wird es nie in meinem Becken.
Gruß Ditmar
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon susaana » 16. Nov 2017 23:45

Hallo, Ihr Lieben ! :)

Vielen Dank für Eure Antworten.
Dass sich hier einige der richtigen Profis zu Wort melden, freut mich sehr !

Auch sieht man wieder, dass es mehrere gute Ansätze/Lösungen gibt...

@ Jörg
Die Auswirkungen von Siporax auf die Pflanzen sind mir grundsätzlich klar.
Was ich noch nie gehört hab ist, dass Siporax eine Kahmhaut hervorrufen kann.
Dazu muss ich sagen, dass das mein 3. Becken ist und ich bisher in jedem Becken (330 l, 120 l und das große jetzt) eine Kahmhaut hatte. Hab ich im 330 l mit einer Oberflächenabsaugung gelöst (Eheim Außenfilter), beim 120 l mit einem Eheim Skimmer, nur im großen Becken mit Kammer-Innenfilter ist das nicht so leicht. Hab den Skimmer hier nur zeitweise laufen, da sich sonst die Schwimmpflanzen rundherum ansammeln.
Was mir aber aufgefallen ist, dass die Kahmhaut kurz nach der Zugabe von Easy Life Capatta X Flüssigen Seemandelbaumblättern wesentlich stärker wurde. Kann das sein ??

Hab allerdings gestern einen Diffusor beim Auslauf installiert (Danke Ditmar für den Tipp. Kannte die bisher nur bei den Außenfiltern. Etwas umgemodelt und es funktioniert auch bei mir. :) )
Die Oberflächenbewegung ist jetzt auf jeden Fall besser. Außerdem hat sich auch der Wasserstand in der Klarwasserkammer gebessert/erhöht.
@ Jörg: Der UV-Klärer zieht übrigens auch bei niedrigem Wasserstand Wasser, also müsste alles in Ordnung sein.
Für die Anwendung innerhalb des Beckens/Filters hab ich nur diesen Klärer gefunden. Gibt's denn auch andere ?

Nun heisst es, die richtige Entscheidung bezüglich Siporax zu treffen. Hab ja soeben die Menge erhöht...
Ich hab mir gedacht, dass ich, wenn alles stabil läuft, die Menge vielleicht langsam reduzieren könnte - unter genauer Beobachtung. Das wird aber noch ein bissl dauern...

Das Pflanzenwachstum ist sowieso verbesserungswürdig. Gott sei Dank hab ich aber nicht wirklich Probleme mit Algen. (Die haben mir im alten Becken einige Nerven gekostet.) Vielleicht auch aufgrund des UV-Klärers ?
Ich führe das schleppende Wachstum auf die Ausfällung der Stoffe durch den UV-Klärer und auf die niedrigen Nitratwerte/Phosphatwerte zurück.
Zusätzlich war bis vor kurzem die Beleuchtung noch relativ wenig. Im Moment geb ich ja auch grad keinen Dünger ins Becken.

Was sicher auch nicht optimal ist, sind die Schwebeteilchen im Wasser bzw. z.T. der dünne "Belag" auf den Pflanzen. Teilweise bilden sich auch winzige Häärchen auf den Blättern. Bin hier etwas ratlos, wie ich das am besten in den Griff bekommen soll...

@ Ditmar:
Ich bin auch für genaue Messungen / Diagnosen.
Leider ist das für unsereinen - "Otto-Normal-Aquarianer" - oft nicht wirklich möglich.
Mit einem Mikroskop umgehen kann ich leider nicht und der nächste fischkundige Tierarzt ist gut 2 h entfernt.
Daher gibt es glaub ich viele, die auf Verdacht behandeln. Manchmal bleibt einem nix anderes übrig.
Wenn man die Dinge mit optimierten Haltungsbedingungen oder natülichen/sanften Mitteln verbessern kann, ist das natürlich die bessere Lösung.
Wenn diese "Bode Dip slides" einfach zu besorgen sind, bin ich sofort dabei.
Leider seh ich in Deinem Link aber nur die erste Seite. Hast Du vielleicht eine Bezugsquelle für mich ?
FInde beim googeln nur englische Seiten.

GLG + schönen Abend an alle !
Sonja :au
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Robert B » 17. Nov 2017 14:02

Hallo Sonja,

ich kenne die Stimmen aus Flowgrow bzgl. Siporax ebenfalls. Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, ich habe mehr als 10 Liter Siporax im Einsatz und der Pflanzenwuchs ist schon seit mehr als 10 Jahren hervorragend. Wenn du die Menge wirklich wieder reduzieren willst, dann mache es erst wenn alle Probleme ausgestanden sind.

Ich würde an deiner Stelle das Huminstoffpräparat und den UV-Klärer parallel einsetzen bis die Probleme ausgestanden sind. Du musst dann halt etwas öfter dosieren. Das Präparat selber kenne ich nicht. Eins von beiden kannst du anschließend absetzen.

Es spricht im Übrigen nichst gegen den moderaten Einsatz einen Eisen-Spurenelement Düngers - das schadet den Fischen überhaupt nicht. Ich würde an deiner Stelle ca. 1/10 der empfohlenen Wochenmenge alle 1-2 Tage düngen.

Gruß,
Robert
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Ohligerj » 17. Nov 2017 20:27

Hallo Sonja,

bzgl. Kahmhaut ist zu sagen, dass eine Absaugung nur das Symptom kuriert aber nicht die Ursache beseitigt. Ich denke, es wird durch Überfilterung verursacht. Überfilterung hast Du bei zu großem oder zu effizientem Filter. Eigene Erfahrung:
großer Filter mit verschiedenen Materialien = Kahmhaut
großer Hamburger Mattenfilter = sehr viel Kahmhaut
kleinerer Filter mit Siporax = Kahmhaut
kleinerer Filter ohne Siporax, nur Schaumstoff = keine Kahmhaut

Ich konnte immer und reproduzierbar beobachten, dass die Kahmhaut nach Filterreinigung weniger wurde und dann mit der Zeit wieder zunahm. Kannst Du ja auch mal drauf achten.

UV-Klärer setze ich eine Edelstahlröhre 40 Watt mit einer T5-Röhre aus dem Teichbedarf ein, UV-Leistung 25 Watt. Die Leistung ist beeindruckend, Unwohlsein der Tiere z.B. am Tag nach einer zu reichlichen Fütterung gibt es nicht mehr. Das Wasser ist auch klarer. Eliminierung von Pflanzennährstoffen findet sichtbar statt, i.w. Eisen. Darauf reagiere ich mit einer Erhöhung der täglichen Zufuhr eines Mikrodüngers, dann ist es kein Problem.

By the way: hast Du mal ein Update zu den Nitrat- und Phosphatwerten? Die sind nach deiner ersten Angabe zu niedrig. Grund kann auch das Siporax sein. Bei mir dünge ich mit einem NPK-Dünger nach, so dass ungefähr 20 mg/l Nitrat und idealerweise 0,5 mg Phosphat nachweisbar sind. Das kann sich sogar auf die Kahmhaut auswirken.

Du sagst, Du hast keine Probleme mit Algen. Härchen und Belag auf den Blättern könnten ein sich anbahnendes Problem anzeigen...

Abschließende Empfehlung zu Siporax ist auf die Ferne schwierig zu geben: Da Du jetzt gerade erhöht hast, würde ich abwarten und beobachten. Wird's schlimmer, dann raus damit.
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon bininga » 18. Nov 2017 20:59

DTMaahs hat geschrieben:5. Ausrechend starke Strömung im gesamten Becken um Mulmnester zu vermeiden.
Bei mir 3750 Liter/h bei einem 900Liter Becken.
Davon 3000L/h nur in Bodennähe und dies ist nur ein Bruchteil dessen was in der Natur herrscht.
6. Wasserwechsel an Messdaten festmachen und nicht nach Gefühl.
7. Für ausreichend Sauerstoff im Becken sorgen.


Hallo Ditmar,

solltest aber fairer Weise dazu schreiben, dass du keine Pflanzen hast.
Kannst also mit Strömung, Diffusoren, Sprudelsteinen nach Belieben "spielen" :wink:

LG,
Fred
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon DTMaahs » 19. Nov 2017 09:22

Hallo bininga

Ich dachte ich hätte dies hier deutlich gemacht. :!:

[Quote=Ditmar]Ich zähle mein Becken eher zu den leeren trotz meiner "Back to Nature Amazonas" Rückwand.
Daher bin ich von den großen Filter überzeugt auch und gerade wegen der sehr langen Standzeit.
In einem Pflanzenbecken herrschen andere Verhältnisse.
Das auf Pflanzen ein großer/effizienter Filter Einfluss hat ist mir bewusst.
Ich sehe dies an den drei Anubia Pflanzen die eher helle Blätter bilden als das satte dunkelgrün was man erwarten würde.[/quote]
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon Ohligerj » 19. Nov 2017 10:04

Hallo Ditmar,

Wasserwechsel an Messdaten festmachen und nicht nach Gefühl.


An welchen Messdaten machst Du das fest und wieviel Wasserwechsel kommt dabei ungefähr heraus?
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon bininga » 19. Nov 2017 10:17

DTMaahs hat geschrieben:Hallo bininga

Ich dachte ich hätte dies hier deutlich gemacht. :!:



Hallo Ditmar,

sorry, hatte ich wohl überlesen.

LG,
Fred
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Re: Gesundheitszustand neuer Diskus nach 4 Wochen - wie handeln

Beitragvon DTMaahs » 19. Nov 2017 12:03

Hallo Jörg

Ich definiere Toleranzen meiner Sonden mit entsprechenden Warnmeldungen.
Da ich weiß das mein Nitrat ( NO3 ) zwischen den Wasserwechsel fällt messe ich diesen Wert nur noch bei Verdacht.
Ebenso NO4.
Also bleiben mir noch meine permanenten Sonden Temperatur , Leitwert , Redox.
pH darf nicht unter 6.4 zwischen den WW fallen.

LW darf nicht mehr als 10µScm steigen.
Der Leitwert ( Leitfähigkeit ) darf nicht über 250µScm.

Redox darf nicht 10% steigen bzw. fallen.
Redox darf nicht unter 350mV oder über 450mV

Trifft eines der Parameter ein wird ein Wasserwechsel erzwungen.
Es hat sich gezeigt das ein Wasserwechselwechsel von 33% - 36% alle 10 Tage - 14 Tage erfolgen muss.
Länger als 14 Tage möchte ich allerdings eh nicht einen Wasserwechsel hinausziehen.

Auffallend ist der fallende NO3 Wert geschuldet dem übergroßen Biofilter im Verhältnis zur Besatzdichte.
Zu meiner recht starken Strömung blase ich noch 960Liter Luft an fünf verschieden Stellen in den Biofilter.
Was wiederum zu besseren "Verbrennung" im Biogilter beträgt.
Dazu wächst aus dem Biofilter noch eine Efeutute die ebenfalls für ihren NO3 Hunger bekannt ist.

Aber wie schon erwähnt außer ein paar Anubia keine Pflanzen im Becken.

Jedes Becken reagiert anders.
Daher muss jeder durch intensive Messreihen seine eigenen Vorgehensweisen zu erarbeiten.
Gruß Ditmar
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