Frage zu Osmosewasser

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Frage zu Osmosewasser

Beitragvon fastjo » 11. Sep 2011 18:19

Hallo zusammen,
aus meiner Osmoseanlage kommt das Wasser mit KH 1, GH1 und einem Leitwert von 37µS aber mit einem PH Wert von über 9,0 raus. Membrane und Filter sind neu. Das Ausgangswasser hat KH 2,5 und GH 5,5. Der PH des Ausgangswassers liegt bei 8,1. Das Wasser wird laut Wasserwerk mit Dolomit angereichert.
Wenn ich das Osmosewasser in einem offenen Fass 4 Tage stehen lasse, geht der ph Wert zwar auf 8,2 runter (ich vermute durch CO² Aufnahme aus der Luft; und der würde im Aquarium durch die Strömungspumpe ja auch wieder ausgetrieben) ist aber für die Härtewerte meines Erachtens immer noch zu hoch.
Erst dachte ich, dass mein PH-Messer vom Jörg in dem niedrigen µS Berich vielleicht nicht richtig misst. Deshalb habe ich das Wasser aus der Osmoseanlage zur Hälfte mit Leitungswasser gemischt und dabei einen PH von 8.7 gemessen. Daran scheint es also nicht zu liegen.
Was ist im Osmosewasser drin, das den PH-Wert so hoch hält und wie würdet Ihr jetzt den PH-Wert mit diesem Wasser auf diskusfreundliche Werte senken, Wenn ich Torf reingebe ist die Gefahr eines PH-Sturzes doch ziemlich hoch?
Viele Grüße
Jo
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon Robert B » 11. Sep 2011 18:58

Hallo Jo,

dein pH-Meter wird in dem niedrigen LF-Bereich vermutlich nicht richtig messen. Trotzdem dürfte die Tendenz stimmen, dass du eine pH-Wert von über 8 hast, d.h. das Leitungswasser enthält praktisch kein CO2 was an dem Dolomit liegen dürfte.
Im Aquarium dürfte sich aber bei einer KH von 1 schnell ein pH-Wert um 7 oder sogar darunter ergeben. Falls du eine sehr starke Strömungspumpe hast evt. auch knapp über 7. Falls die Umwälzung deines Aquarium über 2x pro Stunde liegt würde ich die Strömungspumpe etwas drosseln.

Gruß,
Robert
Viele Grüße,
Robert
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon fastjo » 12. Sep 2011 16:11

Hallo,
nein Robert, so komme ich leider nicht an einen niedrigeren PH-Wert geschweige denn an die 6,5-6,7 die ich ungefähr anstrebe. Mit dem Leitungswasser hatte sich schon vorher im im Becken ein PH-Wert von ca.7,3-7,4 eingestellt (Umwälzung ca. 2x Beckeninhalt/Std.). Nur mit Schwefelsäure gelang es ihn niedriger zu halten. Mit Torf im Filter sind mir die Schwankungen zu extrem. Erst geht er gefährlich runter und wenn das Material sich langsam verbraucht steigt er täglich wieder an. Diese dauernden Schwankungen will ich den Fischen nicht zumuten.
Die Schwefelsäurepanscherei wollte ich mir ja gerade sparen. Deshalb der Versuch mit der Osmoseanlage, weil die Leute immer sagen, da läuft das Wasser mit 6,0 raus.
Jetzt habe ich eben mit meinem Apotheker gesprochen. Erstmal war der gar nicht erbaut, als er vom Dolomit im Wasser hörte, weil er meint, dass das bestimmte Wasserleitungen auf lange Sicht gesehen angreift. Aber um das Mischen mit Schwefelsäure in einem großen Fass und anschließendes Belüften werde ich auch weiter nicht herumkommen. Denn das, was unser Wasserwerk dem Wasser an PH-Treibern beimischt, bekommt eine Osmoseanlage nicht heraus. Er meinte, wenn ich es lange genug stehen lasse und das Wasser zieht wieder CO² aus der Luft würde ich nach der Osmose etwa wieder den gleichen PH-Wert wie vorher haben. Da spielt die KH >1 gar keine Rolle.
Ich werd' jetzt mal eine zeitlang mit purem Osmosewasserarbeiten, das ich mit der Schwefelsäure auf 6,5 einstelle. Dazu geb ich das Diskussalz von Preis bis ich so bei 100 µS bin.
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen oder Probleme mit seinem Ausgangs- bzw. Osmosewasser und eine bessere/einfacherer weniger zeitraubende Lösung anzubieten?
Danke schonmal
Jo
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon jgottwald » 12. Sep 2011 16:58

Hallo Jo
entgegen der vorherschenden Meinung senkt eine Osmoseanlage den PH Wert nicht automatisch, auch wenn dies oft so ist. Du entfernst mit der Osmoseanlage einfach gesagt den Puffer der den PH festlegt.Somit ist das Osmosewasser sehr leicht zu beeinflussen, sei es zum sauren aber auch zum alkalischen. Schon geringste Mengen reichen hierzu und woher soll in deinem Wasser eine Säure herkommen? Sobald das Osmosewasser aber im Becken ist, sieht es ganz anders aus und wird dort sehr schnell beeinflusst. Allerdings hat auch dies seine Grenzen , denn das Gesamtwasser hat ja wiederrum eine Härte und zum senken des PH Wertes brauchst du quasi einen Gegenspieler, eine Säure. Im Aquarium ist das in der Regel CO² und das muss vorhanden sein. Von der Theorie senkt ein gut eingefahrener nicht zu kleiner Fitler immer den PH Wert. Sollte es trotz allem nicht zur Senkung des PH Wertes kommen, kann ich dir nur zu einen Schwefelnitratfilter raten. Dieser produziert Schwefelsäure in kleinen Mengen die aber deinen PH Wert senken werden. Das ganze ist auch relativ leicht zu händeln . Ich gehöre leider auch zu Bezieher eines solchen Wasser und trotz Leitwert 150 im Becken leigt der PH Wert bei 7,3-7,5. Gerade weil ich die Probleme habe, arbeite ich mit der Osmose, anders komme ich gar nicht zugange.
mfg
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon Robert B » 12. Sep 2011 17:23

Hallo Jo,

wenn du sonst nichts an deinem Aquarium veränderst, hängt der sich im AQ-Wasser einstellende pH-Wert nur von der KH ab. D.h. wenn du jetzt z.B. eine KH von 2 hast und deine Osmosewasser mit Mineralsalz wieder auf KH 2 einstellen würdest, so bleibt der pH-Wert beim alten. Wenn du dagegen die KH im Aquariumwasser halbierst wird sich ein um ca. 0,3 verringerter pH-Wert einstellen.

Ich würde aber ehrlich gesagt dein Leitungswasser ohne jegliche Aufbereitung direkt verwenden. Das scheint mir ideal. Wenn du mit der KH zu weit runter gehst mußt du gut aufpassen dass sie dir nicht zwischen den Wasserwechseln noch weiter runterrutscht - und damit der pH-Wert ebenfalls.

Was für eine KH hast du jetzt im Aquarium? Ich vermute dass dein Wasser eine sehr geringe CO2-Konzentration hat, weil die Wasseroberfläche stark bewegt wird. Evt. kannst du da ansetzen.

Gruß,
Robert
Viele Grüße,
Robert
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon Fino » 12. Sep 2011 20:08

Hallo Jo,
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen oder Probleme mit seinem Ausgangs- bzw. Osmosewasser und eine bessere/einfacherer weniger zeitraubende Lösung anzubieten?

Wenn der pH-Wert in deinem Aquarium trotz niedriger KH relativ weit oben bleibt, liegt das an einem niedrigen CO2-Gehalt. Der einfachste Weg das zu ändern ist eine CO2-Anlage, die am besten geregelt laufen sollte. Dann kannst du dir den Rest schenken.

Viele Grüße
Klaus
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon fastjo » 12. Sep 2011 20:28

Danke Jörg, danke Robert
für die Lösungsansätze. Meine KH im Hauptbecken ist nach Schnelltest von eben übrigens etwas über 2. Da baut sich also nichts ab. Das mit dem Nitratfilter wäre vielleicht eine Möglichkeit fürs Hauptbecken aber nicht für die Kleineren. Allerdings habe ich da beim Wasserwechsel dann das Problem, dass, wenn ich Leitungswasser reinkippe auch erstmal der PH hoch geht. Bislang ging er dabei immer von 7,3 auf 7,6 hoch. Gut das macht den Fischen vermutlich nicht viel aus, aber sie schwimmen die meiste Zeit eben immer in einem höheren PH-Wert. Wenn der dann wieder auf 7,3 runter ist sind es meistens noch 2 Tage bis zum nächsten Ww. . Mir würde eine Lösung vorschweben, bei der der PH-Wert nicht ständig plötzlichen Schwankungen ausgesetzt ist. Deshalb wollte ich das Osmosewasser auf den PH Wert vom Becken ansäuern. Mit einem Nitratfilter könnte man die Ww. vermutlich hinausziehen. Jörg, kannst du mir da einen empfehlen oder hast du einen vernünftigen bei dir im Angebot, den ich auf meinen Wunschzettel schreiben kann. Und - wie weit gehst du mit deinem Osmosewasser (nimmst du reines oder verschittenes Osmosewasser?) im PH runter (ich nehme an, du nimmst auch Schwefelsäure) bevor du es beim Wechseln ins Becken gibst? Muss ja noch ein bisschen Luft für den Nitratfilter bleiben, damit der PH-Wert dann nicht irgendwann durchfällt.
In den kleineren Becken werde ich wohl mit Osmosewasser, Schwefelsäure und Salz versuchen konstante Werte hinzukriegen. Habt ihr schon einen günstigen µS-Wert ausgetüftelt oder denkt ihr, auch, dass 100 etwa o.k. sind?
Viele Grüße
Jo
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon fastjo » 12. Sep 2011 20:32

@Klaus,
danke Klaus, aber die geregelte CO² Anlage habe ich schon vor längerem abgebaut. Die paar Pflanzen die ich habe, kommen auch ohne klar. Damals war der PH-Wert nur etwa 0,1 niedriger wenn ich die 20mg (waren es mg?) im Wasser messen konnte. Mehr sollte man den Fischen ja nicht zumuten.
VG
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon Fino » 12. Sep 2011 20:57

Hallo Jo,
Damals war der PH-Wert nur etwa 0,1 niedriger wenn ich die 20mg (waren es mg?) im Wasser messen konnte.

Das waren dann aber arge Messfehler. Mal als Beispiel: Bei einer KH von 2,5 und einem CO2-Gehalt von 10 mg/L beträgt der pH-Wert 6,9.

Viele Grüße
Klaus
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon fastjo » 12. Sep 2011 21:10

@Klaus
Leider nein, deswegen habe ich diesen Threat ja aufgemacht. Die Tabellen kenne ich und trotz zig-fachen messens (verschiedene Werte messe ich sogar mit 'nem Photometer) komme ich mit diesem Wasser hier nicht dorthin. Jörg scheint ja auch so ein seltsames Ausgangswasser Wasser zu haben. Ich nehme an - wissen tue ich es allerdings nicht - dass bei fallendem PH-Wert durch CO² das Dolomit im Wasser den PH-Wert sofort wieder anhebt.
Viele Grüße
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Re: Frage zu Osmosewasser

Beitragvon Fino » 12. Sep 2011 21:55

Hallo Jo,

wenn du so willst, habe ich auch so ein seltsames Ausgangswasser. Bei mir liegt die KH so bei 3, meistens wie jetzt ein bisschen weniger. Ohne CO2-Zuführung (also wenn die Flasche leer ist) geht der ph trozt der niedrigen KH gehen knapp 8. Dank meiner geregelten CO2-Anlage habe ich einen pH um die 7,0 bei einem CO2-Gehalt von 10 mg/L. Mit dem Dolomit durchschaue ich nicht ganz. Steigt denn bei dir im Becken die KH? Wenn das wirklich ein Problem ist, mit Osmosewasser und CO2-Anlage funktioniert die Absenkung des pH über CO2 aber definitiv. Übrigens wenn du einen Nitratfilter oder Schwefelsäure einsetzt, wird ja auch CO2 freigesetzt mit einer entsprechenden Absenkung des pH-wertes. Da würde ich in jedem Fall eine geregelte CO2-Anlage ohne größere pH-Schwankungen vorziehen.

Viele Grüße
Klaus
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