hier die ersten Bilder meines eingerichteten BTN.
Die Diskus fehlen zwar noch, aber es ist schon recht schön anzuschauen
mit
Fischen (seit 20.07.2008)
ca. 200 Roten Neons
5 Panzerwelsen Stebai
4 Panzerwelsen Babatos
4 Panzerwelsen Elegans
6 Ancistrus
3 Ancistrus Gold
Pflanzen (seit Ende 06.2008)
2 Echinodorus rose
1 Java Farn
5 Cryptocoryne crisped green
5 Cryptocoryne walkeri
6 Ophiopogon jaburan
Technik
Beckengröße: 130x55x60 cm (netto so 325 l)
Back-to-Nature Rückwand mit Mehrkammer-Bio-Filter (Vor-, Haupt- und Endfilter)
Dimmbarer GHL-Leuchtbalken (2x 38 W)
Aquarien-Computer GHL Profi Lux Plus II mit PH- und Temperatur-Messung
Jäger-Heizstab 300 W
Bodenheizung 50 W
CO2-, PH- und Temperaturregelung über die Profi Lux Plus II folgt
Kamera
Nikon D80 mit DX-Objektiv 18-200 mm und DX-FishEye 10.5 mm
Funktionsweise (BTN-Biofilter, Quelle Back-to-Nature):
Der Mehr-Kammer Biofilter besteht aus einem Vorfilter, einem Hauptfilter und einem Endfilter.
Die 3 Kammern sind durch 2 Styrodurplatten voneinander getrennt.
Der Vorfilter dient zur Hauptsache der Erwärmung und mechanischen Reinigung des Wassers, ferner der Umwandlung von Nitrit in Nitrat (die Hauptumwandlung findet bereits im Aquarium statt).
Der Hauptfilter dient im oberen Bereich zum Abbau des restlichen Nitrits, im unteren Bereich zum Abbau von Nitrat.
Der Endfilter dient dem restlichen Abbau von Nitrat und der Wasserrückführung ins Aquarium.
Die Wasserzirkulation erfolgt über die Umwälzpumpe in der Vorfilterkammer.
Das Wasser wird durch die Pumpe aus dem Aquarium durch die Einlauföffnungen und den Filterschwamm angesaugt, wobei sich der Hauptschmutz auf dem Boden des Vorfilters absetzt, die Schwebstoffe werden vom Schwamm aufgenommen.
Die Pumpe fördert das mechanisch gereinigte Wasser in das Wasserverteilrohr.
Das Wasserverteilrohr verbindet die drei Filterkammern miteinander und dient einer gezielten Verteilung des von der Pumpe geförderten mechanisch gereinigten Wassers.
Soweit es die Versteifungsrippen längs (Längssteg) und quer (Quersteg) zum Aquarium zulassen (sofern überhaupt vorhanden), wird das Wasserverteilrohr oberhalb der Rückwand vor dem Längssteg geführt. Sind die Versteifungsrippen sehr breit ausgeführt, wird das Wasserverteilrohr unterhalb des Längssteges durch die in den Rippen vorgesehenen Durchführungen geführt.
Nur 1/3 dieses Wassers gelangt über die Wasseraustrittsöffnungen in den Hauptfilter.
Diese Öffnungen sollen mindestens 2 cm unterhalb der Wasseroberfläche liegen und müssen nach unten gerichtet sein, damit kein Sauerstoff ins Wasser miteingezogen wird. Nur so ist die Bildung der für den Nitratabbau erforderlichen anaeroben Bakterien gewährleistet. Das Wasser durchfließt sehr langsam den Hauptfilter von oben nach unten. Dieses erwärmte, biologisch gereinigte und mit CO2 angereicherte Wasser tritt zum großen Teil unterhalb der Rückwand durch den Kies ins Aquarium zurück, verbunden mit allen Vorteilen eines Bodenfluters. Der Hauptfilter ist im unteren Teil durch Bohrungen mit dem Endfilter verbunden.
Durch diese Öffnung fließt das restliche Wasser des Hauptfilters in den Endfilter.
Dieses Wasser ist komplett sauerstofffrei und tritt zum größeren Teil durch die Bodenausströmöffnung ins Aquarium, der kleinere Teil durchströmt den Endfilter nach oben und gelangt durch die Wasseraustrittsöffnung ins Aquarium zurück.
Diese Öffnung ist sehr klein gewählt, sodass die Durchströmzeit durch diesen Filter ca. eine Stunde beträgt, eine Vorbedingung für den Abbau des restlichen Nitrats.
Die restlichen 2/3 des Wasserdurchsatzes des Verteilrohres werden dem Aquarium direkt durch die Wasseraustrittsöffnungen im Endfilter zur Erzeugung der Oberflächenströmung und der Bodenströmung zugeführt.
Zur Erhöhung der Sauerstoffzufuhr kann die Turbulenz der Oberflächenströmung durch die Aktivierung der Luftansaugdüse vergrößert werden.
Die stündlich durch die Pumpe umgesetzte Wassermenge ist bewusst groß gewählt, um glasklares Wasser zu erhalten.
Dies wird erreicht, indem einerseits die gesamte umgesetzte Wassermenge durch den Vorfilter geleitet und der größte Teil hiervon am anderen Aquarienende dem Aquarium als Oberflächen- und Bodenströmung wieder zugeführt wird.
Damit entsteht im Aquarium eine Querströmung, die zusammen mit der Wühlarbeit der Fische dafür sorgt, dass der gesamte Schmutz in den Vorfilter gelangt.
Dass von der umgesetzten Wassermenge nur 1/3 durch den Hauptfilter geleitet wird hat seine Ursache darin, dass der biologische Schadstoffabbau um so effizienter erfolgt, je länger die Verweilzeit des Wassers im Filter ist.
Die konsequente Umsetzung oben beschriebener Funktionsweise hat zur Folge, dass bei regelmäßiger Reinigung des Vorfilters und geeignetem Fischbesatz (u.a. auch Bodenfische) ohne jegliche Mulmabsaugung immer glasklares Wasser vorhanden ist. Die effiziente Biofilterung gewährleistet zudem, dass in Verbindung mit der richtigen Beleuchtung selbst ohne üppige Bepflanzung und minimalen Wasserwechseln ein problemloser Betrieb des Aquariums mit gesunden Fischen ohne störendem Algenwuchs möglich ist.
Gruß
Heiko
Fische, Pflanzen und Rückwand
Bilder Technik:
Schlammkammer / Vorfilter (mit Pumpe, Heizstab und Messtechnik)
und Hauptfilter 1
Hauptfilter 2 und Endfilter (mit Auslass Bodenströmer für CO2 und Oberflächernströmung durch die Rückwand)
komplettes System


