Hallo,
vor ab kurz ein paar Worte zu mir, ich heiße Normen bin 32 Jahre alt und lese schon seit einiger Zeit hier mit im Forum, habe mich aber noch nicht oft zu Wort gemeldet. Da ich mich entschlossen habe meine komplette Filteranlage grundlegend umzubauen möchte ich dies hier gerne zur Diskussion stellen.
Zunächst ein paar Worte zu meinem Becken, es ist 1,3m x 0,6m x 0,6m groß und hat ein Bruttolitervolumen von 468 Liter. Zurzeit pflege ich 5 Diskus, 4 L333 und einige Antennenwelse.
Bisher habe ich klassisch über Topffilter gefiltert. Zum Einsatz kamen dabei ein 2250 und ein 2260 in Reihe und 2 Eheim 2217 als biologische langsam Filter. Die Filter waren so angeordnet, dass die Pumpe auf dem 2260 gesessen hat und das Wasser erst durch den 2250, der als Vorfilter konzipiert war, gezogen hat. Als Filtermedium kamen in dem 2250 Schaumstoff mit unterschiedlicher Grobheit und in dem 2260 Siporax zum Einsatz. Da der 2250 nur dazu dienen sollte den groben Schmutz zu entfernen wurde dieser häufiger gereinigt. Den 2260 habe ich seit ca. 2 Jahren nicht mehr gereinigt, da hier keine festen Bestandteile mehr ankommen.
Die zwei 2217 habe ich parallel installiert und es wurde nur sehr wenig Wasser durch die Filter geleitet, diese haben als weitere biologische Filter gedient.
Da mir die Handhabung der Topffilter schon seit längerem nicht mehr gefallen hat und zu umständlich ist, habe ich schon einige Zeit nach einem neuen Filtersystem umgeschaut. Außerdem kam hinzu, dass ich meine Wasseraufbereitung optimieren und vereinfachen wollte. Bei der Suche bin ich über das Portal auf das Filterkonzept von Rudolf Martin gestoßen. Es hat mich von Anfang an begeistert.
Neues Filterkonzept:
Bei meinem neuen Filter handelt es sich um den U-Filter von Rudolf Martin, einige von euch werden den Filter sicherlich bereits kennen.
Bei dem Filter handelt es sich um ein offenes Filterbecken mit automatischer Vorfilterreinigung und Wasserwechselautomatik. Für die Wasserwechselautomatik ist er über einen Überlauf an die Kanalisation angeschlossen.
Der Filter wird wie bei einem Filterbecken über einen Überlauf aus dem Aquarium gespeist. Dazu werde ich zwei 25mm Abläufe in die Seitenscheibe meines Aquariums bohren lassen. Durch die Überläufe strömt das Wasser in eine Vorfilterkammer, die durch ein 1000µm Sieb von der eigentlichen Filterkammer getrennt ist. In dieser Kammer befinden sich sogenannte Moving Beads, die die Aufgabe haben die Feststoffe fest zu halten und das Sieb zu reinigen.
Nach der Vorfilterkammer wird das Wasser in die eigentliche Filterkammer geleitet. Diese ist als HMF ausgelegt und in meinem Fall mit max. 3 Schaumstoffpatronen bestückt. Durch diese Patronen gelangt das Wasser in die Klarwasserkammer und von dort wird es mit einer externen Förderpumpe zurück ins Aquarium gepumpt.
Automatischer Wasserwechsel und Vorfilterreinigung:
Der automatische Wasserwechsel wird durch den Stopp der Förderpumpe realisiert. Dadurch, dass kein Wasser mehr ins Aquarium gefördert wird, aber weiterhin Wasser aus dem Aquarium in den Filter strömt, steigt der Wasserstand im Filter und läuft dadurch in die Kanalisation über.
In dem Moment in dem die Förderpumpe gestoppt wird, wird in der Vorfilterkammer eine Umwälzpumpe eingeschaltet, die die Moving Beads in Bewegung setzt. Durch die Bewegung geben die Beads die Feststoffe ab und schaben durch ihre Bewegung die Verschmutzung von dem 1000µm Sieb ab. Die gelösten Feststoffe werden während des automatischen Wasserwechsels in die Kanalisation entsorgt und sind damit dem Aquarienkreislauf entzogen.
Bei meiner Installation, wird nach dem U-Filter noch ein sogenannter Konzentratbehälter (KB) installiert, der das Abwasser vom U-Filter auffängt. Aus dem KB entnimmt die Osmoseanlage das Wasser und führt es als Reinwasser dem Aquarienkreislauf wieder zu. Hierdurch wird ein aufhärten des Aquariums, durch den automatischen Wasserwechsel, verhindert und dem Wasser Nitrat und weitere Schadstoffe entzogen. Das Konzentrat wird wieder in den KB geleitet. Durch den täglichen Wasserwechsel (überlauf des U-Filters) wird ein aufhärten des KB verhindert.
Am Pfingstmontag habe ich mit dem Umbau begonnen. Erster Arbeitsschritt war ein vorübergehendes Ausweichquartier einzurichten und das Becken und den Unterschrank komplett leer zu räumen. Ich muss das Becken komplett ausräumen, da ich bisher noch keine Bohrungen im Becken habe und das Becken zum Glaser transportieren muss.
So nun noch ein paar Fotos vom Montag. Weitere Bilder folgen, so bald es etwas neues zu berichten gibt.
Gruß
Normen


