Filterbestückung

Dokumentationen über Planung und Aufbau von Aquarien und Anlagen

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Beitragvon harrz » 25. Nov 2007 18:02

Hallo Ralf
Die Garnelen können beim Juwel Innenfilter durch die Wasseraustrittsöffnung (da wo das Rohr von der Pumpe das Gehäuse verläßt.
ein und aus gehen wie sie möchten. Auch durch die Wassereinlauf öffnungen passen die kleinen Rückenstrichgarnelen durch. Sie können selbstverständlich nicht bis an die Pumpe, sondern nur bis zur Vorfiltermatte gelangen.
Wenn ich diese Matte tausche(2 mal die Woche) sitzen immer einige Garnelen darauf und weiden sie ab. Die Toten Garnelen sind damals aber vom Wasserstrom in den Filter getragen worden. Es haben im ganzen Aquarium keine Garnelen überlebt.
Nitrit habe ich gemessen, und es war nicht Nachweißbar.
Ich habe ja auch am Anfang nur eine relativ kleine Menge Filtermaterial getauscht.
Wie gesagt es muss nicht an den Ringen gelegen haben. Mir ist nur nichts anderes aufgefallen. Vielecht ist auch etwas aus der Wasserleitung ins Aquarium gelangt, obwohl ich das Wechselwasser immer durch einen Carbonitfilter laufen lasse.
Auf dem Bild sind rechts 3 unbenutzte Ringe bei denen man deutlich dunkle Einschlüsse erkennen kann. Auf den beiden gebrauchten Ringen links kann man Löcher erkennen. Daraus habe ich geschlossen, das sich irgentetwas herausgelöst hat.

Viele Grüße
Hartmut
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Beitragvon Oswald » 25. Nov 2007 21:03

Hallo Hartmut,

Ich habe dann in den kleinen Außenfilter etwa einen Liter dieser Biorings eingefüllt, und dafür das Zeolith entfernt. Mir ist aufgefallen, dass in den Biorings kleine dunkle Einschlüsse in dem sonst weißen Material waren.
Ein paar Tage später zeigten meine Disken deutlich, dass ihnen etwas nicht passte. Meine Vallisnerien haben sich komplett verabschiedet. Sie waren etwa bis 10 cm unter der Wassreoberfläche abgefault (anders kann ich es nicht erklären). Ich musste vorher jede Woche sehr viele Pflanzen entfernen, da das Aquarium regelrecht von den Vallisnerien zugewuchert
war. Außerdem hatte ich hunderte von Rückenstrichgarnelen in meinem Becken. Ich habe mal 6 Stück gekauft, die sich sehr stark vermehrt haben, obwohl ich mehrfach beobachten konnte, das meine Diskusfische sich welche erjagt haben. Alle Garnelen sind innerhalb von einigen Tagen gestorben. Ich habe sehr viele tote Garnelen in den Filtern gefunden.


Ähnliche Erfahrungen habe ich mit Bioigel aus Kunststoff gemacht. Vor mehr als 15 Jahren habe ich das Material in meinen anaeroben Filter eingesetzt. Nach ein paar Tagen habe ich ein Unwohlsein bei den Fischen beobachtet. Es vergingen mehrere Wochen, bis ich eingesehen habe, dass dies an den Bioigel liegen könnte. Meine Fische haben sehr starke Vergiftungserscheinungen gezeigt, diese Beobachtungen haben mich gezwungen diese Bälle zu entfernen. Nach einem kräftigen Wasserwechsel und Filterung über Aktivkohle hat sich der Zustand und das Verhalten meiner Fische langsam gebessert.
Über meinen Bekannten der ein leidenschaftlicher Meerwasseraquarianer und ein leitender Angestellter eines großen Chemielabors ist, habe ich erfahren, dass die schön gefärbten Biobälle einen sehr hohen Cadmium - Anteil besitzen. Cadmium wird als sehr giftig eingestuft, durch die Akkumulation in der Leber und vor allem in der Niere kommt es zu einer Schädigung der Organe.
Du hast auf dem Bild Sinterglas gezeigt ? Ich kann mir nicht vorstellen dass dieses Produkt giftige Stoffe beinhaltet

Gruß,

Oswald
:roll:
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Beitragvon Oswald » 25. Nov 2007 21:09

Hallo Erwin :wink:

Bei dem braunen Blähton ist es doch unmöglich, dass man eine deutliche Blaufärbung sieht.
Aber mach mal einen anderen Versuch.



Es gibt unzählige Filtermaterialien die eine sehr große Gesamtoberfläche besitzen, doch nur sehr wenige haben eine Beschaffenheit (Struktur), die für eine schnelle Ansiedlung von Bakterien geschaffen sind. Die sehr grobe und unregelmäßige Schaumstruktur des Blähtons, hat eine relativ ungünstige Eigenschaft, nämlich das Wasser aufzunehmen und vor allem nicht in der gesamten inneren Oberfläche des Mediums in dem so kaum ein Stoffaustausch möglich ist.
Ich habe mir auch die Mühe gemacht, und habe das seit sehr vielen Monaten eingesetzte Filtermaterial unter die Lupe (Mikroskop) genommen, und habe festgestellt, dass im Inneren des Materials eine sehr schwache Aktivität von Mikroorganismen und Bakterien zu finden war. Auch anderer grobstrukturierte Schaum - Filtermaterialien wie Glasschaum erwiesen sich als nicht ideal.

Unten auf dem Bild ist Glasschaum abgebildet, das Material wird ähnlich wie Blähton hergestellt und weißt eine geschlossenporige Struktur auf. Das Material habe ich mehrere Jahre in meiner zwei Meter hohen Rieselfilter- Säule im Einsatz gehabt, es ist gut zu erkennen, dass das Innere des Filtermaterials nicht aktiv von Bakterien besiedelt wurde..

Gruß,

Oswald
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Beitragvon Oswald » 25. Nov 2007 21:13

Hallo Markus,

Ausserdem bin ich sehr skeptisch, ob darin je nach Herkunft nicht irgendwelche Schwermetalle o. Verunreinigungen enthalten sind. Meine Fische standen besser, als ich das Zeugs rausgeschmissen habe.


Hallo Markus,

Das wundert mich wirklich nicht. Ich denke es hat sich noch nicht rumgesprochen, dass seit mehreren Jahren bei der Erzeugung von Blähton mit Leichtzuchlagstoffen aus getrocknetem Klärschlamm gearbeitet wird. Die angenehm klingende Bezeichnung „Leichtzusatzstoff“des unvermeindlichen Entsorgungsproduktes hat einen sehr großen Anteil an organischen Schadstoffen. Beim Verbrennen oxydieren diese Stoffe und bilden Blähgase die das Tonmaterial aufschäumen.
Es ist zwar wissenschaftlich belegt worden, dass ein Großteil der organischen Schadstoffe bei dem Vorgang „nahezu“ vollständig zerstört werden, aber ein Teil bleibt gebunden und kann unter aquaristischen Bedingungen aus dem Gefüge heraus gelöst werden.
Das größere Übel sind die Schwermetalle des Klärschlamms die aufkonzentriert gebunden werden. Es gibt auch unzählige andere Giftstoffe, die der Klärschlamm beinhalten kann z.B PFT, Medikamentenrückstände........Ob die eingebundenen Schwermetalle aus dem Blähton ausgewaschen werden können, kann ich nicht beantworten, aber ich weiß, daß unter anaeroben Bedingungen die in jedem Aquarium stattfinden, autotrophe Bakterien die Fähigkeit besitzen Schwermetalle als Energieträger zu nutzen

Sicherlich ist das ein geschickter Weg, das unvermeintliche Entsorgungsprodukt des zivilisierten Menschen zu deponieren, aber bitte nicht auf Kosten unserer Mitbewohner unserer Aquarien.
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Beitragvon Dirk_B » 26. Nov 2007 10:01

Hallo Oswald,
Da hast du aber fleißig getestet und es ist klasse das du uns an deinen wissen teilhaben lässt.
Ich habe mir schon fast gedacht das Blähton nicht vollständig von Bakterien besiedelt werden kann.
Deshalb war ich immer ein bisschen skeptisch.
Das es zu Problemen kommen kann wie Markus geschrieben hat ist damit auch zu erklären.
Gruß Dirk






Wer Rechtschreibfehler findet der soll sie sammeln und auf eine Karte kleben .
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