Enchytraenzucht auf Filterschwamm???!!!

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Enchytraenzucht auf Filterschwamm???!!!

Beitragvon marlborored » 19. Jul 2009 14:35

Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem beim Stöbern im Internet den Tip gelesen, Enchytraen könnte man auch auf mittelporigem Filterschwamm züchten, mit dem Vorteil Milben zu minimieren.
Praktiziert jemand von euch einen solchen Zuchtansatz?
Ich züchte seid J :?: ahren in einer Styrobox mit Erde, mit unterschiedlichem Futter, in der letzten Zeit Babynahrung von meinem Sohn ;-)
Leider hab ich viele Milben in meiner Box, auch Kellerasseln konnten mir da nicht helfen. Weniger Füttern reduziert die Milben, leider auch die Enchys.
Vielleicht bekommen wir ja hier ausser den Seramis und Torf Ansätzen noch andere Ideen zusammen.

Viele Grüße
Christian (marlborored)
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Beitragvon Markus » 19. Jul 2009 14:51

Hallo Christian,

hast Du dazu noch einen Link?
Mir ist die Idee vor einigen Wochen auch gekommen, allerdings habe ich erst einen Teil umgesetzt.

Ich habe zuunterst eine 3cm dicke blaue Matte eingesetzt, darauf Kokoserde. Nur eine Matte könnte auch funktionieren, schließlich funzt es mit Grindal u. feinem Schwamm ja auch.

Da Enchyträen zur Vermehrung sowieso Kanäle brauchen, in denen sie Kokons mit Eiern ablegen, könnte es gut sein, dass das in offenporigem PU-Schaum geht.

Der jetzige Ansatz mit der untenliegenden Matte Läuft bisher recht vielversprechend, allerdigs hätte ich zum Vergleich einen gleichen ohne Matte macjhen müssen.

Aber warten wir es ab, konkretes kann ich leider auch noch nicht sagen.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon marlborored » 19. Jul 2009 15:02

Hallo Markus,

einen Link habe ich nicht, es war auch keine Anleitung die ich ergoogelt habe, nur ein Tip, leider.
Bei einem großem Onlineauktionshaus kann man eine Anleitung ersteigern, denke mal da wird es um diese Methode gehen.
Enchytraen ohne Erde und ohne Milben etc.
Ich meine einfach, dass das Thema Enchytraenzucht ziemlich vernachlässigt wird. Es muss eben nicht nur Torf, Erde oder Seramis mit Stocknässe, Milben und Schimmel sein.
Eine Filtermatte als Unterlage regelt bestimmt den Feuchtigshaushalt des Ansatzes.
Meine Styrobox ist komplett geschlossen und ich fütter unter einer Glasscheibe. Am Tage der "Ernte" streu ich nur dünn Babynahrung unter die Scheibe, nach 2 Stunden hab ich dann reine Enchys und entnehme diese mit einer Pinzette.
Meine Diskus freuen sich jedenfalls und laichen regelmässig ab.

Als substrat werde ich den mittelporigen blauen Filterschwamm in 5cm Dicke versuchen. bei Problemen mit Milben kann man diesen abspülen, die Enchytraen bleiben drin.
Ergebnisse werd ich hier posten....

Gruß
Christian

PS.: Der Neuaufbau meines 375L beckens steht auch an + Schrankrenovierung, werd mal ne Fotostory machen.
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Beitragvon Markus » 19. Jul 2009 15:14

Hallo Christian,

komplett geschlossene Styroboxen sind nach meinen Erfahrungen nicht optimal. Ich nehme zwar auch meist Styroporboxen und eine Glasscheibe als Fuuterabdeckung, aber ich pörkel jede Menge Löcher ins Styopor (hauptsächlich unten). Den Styrodeckel lasse ich auch immer spaltweise auf. Eine gewisse Belüftung darf nicht fehlen.

Früher habe ich immer unlackierte Holzkisten benutzt, die sind besser geeignet als Styroporkisten. Daher habe ich mir die Tage wieder eine Kiste aus Buchenholz zusammen geleimt und werde die in Kürze in Betrieb nehmen. Mal schauen.

Bei mir muss man auch die Enchyträen löffelweise rein abschöpfen können, sonst macht mir das keinen Spaß.

Da ich zwei Wochen in Urlaub war, muss ich mich jetzt erst mal wieder ein bisschen kümmern.

Ergiebiges Ernten
Markus
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Beitragvon Markus » 19. Jul 2009 15:21

Hallo Christian,

noch was vergessen :oops:

Diese Zuchtanleitung im Ebay hatte ich auch mal gesehen, da war die Rede von Enchyzucht auch bei höheren Temperaturen?

Ich züchte Grindal bei ~ 25-27°, was recht ergiebig ist. Wenn man Enchys auch bei den Temperaturen züchten könnte und durch den erhöhten Stoffwechsel die Ergiebigkeit steigern könnte, wäre das ideal.

Bzgl. solcher Informationen aus Ebay bin ich immer etwas geizig, bzw. zu pessimistisch. Zu oft bekommt man dann Informationen, die man entweder schon kennt, oder die auch noch völlig daneben sind...

Fotostorys interessieren natürlich auch, immer her damit :-)

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon marlborored » 19. Jul 2009 15:32

Hallo Markus,

3 Euro für ne einfache email zu bezahlen war mir auch zuviel.
Deshalb werd ich selbst ein wenig experimentieren.
Reine Enchys mit dem Löffel ernten spricht natürlich für eine optimale Zucht.

Ich hab auch mal überlegt da ich mein Frostfutter selbst zusammenstelle Enchys mit einzufrieren, jedoch hab ich gemerkt, dass die Fische sich gerne die Leckerbissen (wie rote Mülas) aus einem Frostfuttermix rauspicken und es so zu einer einseitigen Ernährung kommen kann.
Auuserdem schätzen meine Diskus (und ich) gerade die Jagd nach den zappelden Enchytraen.
Werde morgen mal einen blauen Filterschwamm in einer gut belüfteten Kunsstoffbox mit ein paar Enchys animpfen und sehen was passiert.

Viele Grüße
Christian
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Beitragvon m.kaiser » 19. Jul 2009 17:02

Hi Leute,

Seramis hat sich für mich erledigt, als die Box richtig gut lief ist sie von einem auf den anderen Tag komplett zusammengebrochen!
Ich habe nicht mehr einen Wurm gefunden. Nur noch stinkenden Brabsch und wie das stank.
Ich kann nicht sagen woran es lag, die Box stand draußen, aber schattig.
Habe noch eine zweite Kiste, aber die läuft noch nicht so prima.
Das mit dem Schwamm ist eine gute Idee, ich werde es mal testen.
Schwamm fliegt genug herum.

Ich frage mich nur wie man das ganze ,,gut" feucht halten will?, da das Wasser wohl ablaufen wird und man dann Staunässe am Boden hat.
Parallel werde ich mal Kokoserde testen, die ungedüngte.
Wenn das mit der Filtermatte klappt, stelle ich auch Bilder ein.

Grüße Marco
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Beitragvon Markus » 19. Jul 2009 17:44

Hallo Marco,

das ist mir mit Seramis auch schon mal passiert, lag aber an mangelhafter Lüftung. Mein letzter Seramisansatz hat bestimmt ein Jahr gehalten, allerdings hatte ich diesen auch mit Lüftungslöchern versehen, oben u. unten.
Dann merkt man auch erst, was sich manchmal unten eine Brühe ansammelt. Die kann bei Löchern ablaufen.

Keine Angst, die Enchys hauen nur dann ab, wenn es in der Enchykiste nicht so schön ist wie draußen. Das gilt aber auch für Löcher oben ;-)

Hinterher war der Ansatz so verschlammt, dass ich ihn entsorgt habe.

Kokoserde gefält mir ein Tick besser als Seramis.

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon Markus » 19. Jul 2009 17:50

Hallo Marco,

ch frage mich nur wie man das ganze ,,gut" feucht halten will?, da das Wasser wohl ablaufen wird und man dann Staunässe am Boden hat.

Da habe ich auch noch Zweifel, denn hier sind ja keine Kapillarkräfte wie in dem feinen Schwamm, auf dem Grindal gezüchtet wird.
Ich würde den Schwamm nicht zu dick nehmen.

Im AQ hatte ich mal eine Matte als Trennung für zwei Paare, wo mir auch mal einige Enchys draufgefallen sind. Die Matte stand ca. 1-2 cm übers Wasser hinaus und man hat wochenlang noch Enchyträen in der Matte sehen können. Und das bei 28°C...

Schöne Grüße
Markus
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Enchys

Beitragvon Matze64 » 19. Jul 2009 17:54

Hallo Leute.

Enchys mit Schwamm züchten wäre ja mal eine Idee!Von Styroporboxen halte ich nicht soviel habe jetzt meine 3 und 4 Kiste(Kunstoffkisten) mit Kokoserde am Laufen zum Test habe ich mir bei Ebay ungedüngte Kokoserde gekauft und eine mit leicht gedüngter Kokoserde gestartet beide am selben tag.Und milben habe ich nur in der Box wo ein gemisch aus erde Blumenerde .Kokos,sand und Graberde ist bei der Box mit Leichtgedüngter erde ist alles Top.

Liebe Grüße Matze
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Beitragvon Anita77 » 19. Jul 2009 17:55

Hallo Markus,

haben die sich da auch vermehrt? Das wäre doch mal eine Idee, Enchys zu züchten - quasi wenn über Wasser kein Platz mehr fallen sie von selber ins Wasser..... eine Art natürlicher Futterautomat :wink:
Ob sowas funktionieren könnte wäre ja schon interessant!

Übrigens, ich hab den Thread grad in der Futtersammelliste verlinkt.

Liebe Grüße,
Anita
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Beitragvon Markus » 19. Jul 2009 18:05

Hallo Anita,

nee, vermehrt haben sie sich nicht, irgendwann waren sie nicht mehr da.

Übrigens, ich hab den Thread grad in der Futtersammelliste verlinkt.

Prima, vielleicht bekommen wir ja mal das ultimative Enchyrezept zusammen :-)

Schöne Grüße
Markus
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Beitragvon marlborored » 19. Jul 2009 18:45

Hallo Leute,

schön, dass Ihr euch auch Gedanken macht.
ich denke den Schwamm feucht zu halten ist wirklich dass erste problem.
hab mir vorgestellt eine Kunststoffbox zu nehmen und den Schwamm minimal im Wasser stehen zu lassen.
Natürlich scheiden so die Luftlöcher im Boden aus.
Fütterung läuft bei mir momentan mit Babynahrung und Haferflocken. Die enchys mögens und die Babynahrung ist sehr vitaminreich und gehaltvoll.
Ausserdem aufgrund meines Sohns unbegrenzt verfügbar ;-)
hab morgen Spätschicht und werd mal einen Ansatz auf Schwamm starten.
Berichte dann natürlich ;-)

Gruß
Chistian
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Beitragvon Erwin » 19. Jul 2009 23:25

Hallo zusammen,

ich will euch euren Versuch mit dem Schwamm ja nicht vermiesen, aber dauerhaft wird das nicht funktionieren.
Und wenn man den Schwamm regelmäßig auswaschen muß, zerstört man den Nachwuchs bzw. wäscht man die Eier aus.

MfG
Erwin
Mein "persönliches Album" enthält mehrere Seiten.

Und wo ist Bayern München ?
Herzlichen Meisterglückwunsch an den BVB 09
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Beitragvon lod » 20. Jul 2009 00:14

Hallo zusammen,

eigentlich kann ich zum Thema keine Angaben machen, da ich mich mit der Enchyzucht noch nicht beschäftigt habe, aber eine kleine Idee hätte ich, dass Problem mit der fehlenden Feuchtigkeit im groben Schwamm zu lösen. Wie wäre es, wenn man zum Beispiel groben und sehr feinen Schwamm in Streifen schneidet (keine Ahnung, in welcher Breite) und sie aneinander reiht. Man könnte auch Löcher stechen und mit feinem Material, das ausreichend Kapilarkräfte hat, auffüllen. So bekommt man eine höhere und gleichmäßigere Verdunstungsfläche innerhalb des groben Schwamms.

Außerdem könnte man, um durch Verdunstungsverlust fehlendes Wasser nachzureichen, eventuell einen alten Hausfrauentrick der langsamen und gleichmäßigen Bewässerung verwenden. Mann stellt eine Wasserflasche neben den Schwamm (Der Wasserspiegel muß natürlich deutlich über den Schwamm liegen) und hängt da einen dicken Strick, ein Seil, oder ähnliches ein. Durch die Kapilarkräfte des "Strickes" wird das Wasser aus der Flasche befördert und durch die Schwerkraft in, oder unter den Schwamm befördert.

Wie gesagt, ich weiß nicht, ob es funzt. Sind nur ein paar Gedanken zu den Problemen. Vielleicht versuche ich es auch irgendwann einmal.

Viel Spaß beim probieren.

Ingo
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