Einzelnen Diskus gegen Flagellaten behandeln oder Alle?

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Einzelnen Diskus gegen Flagellaten behandeln oder Alle?

Beitragvon 123suedamerika » 20. Aug 2005 10:09

Hi,

ich hatte ja vor Kurzem noch echte Probleme mit meinen Diskus
siehe dazu --> ( http://www.diskusportal.de/portal/forum ... as%3F.html )

Nachdem ich mit Moneol behandelt habe, sind die Sypmtome der 2 halbwegs gesunden Diskus verschwunden und sie schwimmen nun im Becken umher und fressen auch wieder schön. Das 3. Tier hat allerdings nichts von seinem Verhalten geändert. Es ist nach wie vor sehr abgemagert, ist dunkel gefärbt und frisst nichts. Durch "Hinweise" vom Händler verdichtet sich nun der Verdacht, dass er zusätzlich noch unter Darmparasiten leidet.

Nun die Frage: Eigentlich sollte man ja gegen Flagellaten das ganze Becken behandeln. Aber nur dieser Eine Diskus weißt dieses Verhalten und die Symptome auf. So gesehen könnte ich ihn doch auch extra bzw. einzeln behandeln ohne das ganze Becken, denn den anderen Fischen geht es wieder gut.

Spricht was dagegen?

Gruß
Daniel
123suedamerika
 

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Beitragvon MikeSt » 20. Aug 2005 17:26

Grundsätzlich:

eine Flagellatenbehandlung führt nicht zur Ausrottung der Flagellaten. Das ist ein immer noch weit verbreitetes Hirngespinnst. Nur zu einem Zurückdrängen, damit das Immunsystem Gelegenheit bekommt, sich zu erholen und zukünftig mit einem Befall alleine klarzukommen.

Daher ist eine Gesamtbehandlung nicht erforderlich. Eine Reinfektion brauch man ebenfalls nicht befürchten, da alle Tiere die Erreger in sich tragen. Äußere Einflüsse lösen einen Massenbefall aus. Nicht eine Ansteckung. Eine Ansteckung kann nur erfolgen, wenn ein parasitenfreier Fisch mit "normalen Tieren " in Kontakt kommt.

Ich würde ihn rausnehmen und separat behandeln.

Viel Erfolg,

Mike
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Beitragvon 123suedamerika » 20. Aug 2005 23:39

Hallo

eine Flagellatenbehandlung führt nicht zur Ausrottung der Flagellaten. Das ist ein immer noch weit verbreitetes Hirngespinnst.


Gut das mir die Frage so beantwortet wird, so habe ich mir das nämlich auch gedacht. Ich gehe mal davon aus, dass die anderen Diskus zu 99,9% mit Flagellaten befallen sind, jedoch mit einem Maße, das sie verkraften und mit dem sie leben können. de befallene Diskus war wahrscheinlich schon vor seiner Ankunft bei mir durch irgendeine Schwächung stark damit befallen worden.

Das verwirrende für mich war nur, dass man immer wieder liest wenn ein Tier stark mit Flagellaten befallen ist, sollte man den ganzen Bestand und das Becken behandeln, da sie sich sonst wieder durch Kotreste usw. infizieren und ich dachte dann immer dass doch ein gewisser Befall "normal" wäre.

Ok, dann werd ich mal den einzelnen behandeln.

Gruß
Daniel
123suedamerika
 

Beitragvon johann-s » 21. Aug 2005 09:24

Hallo Daniel,

schön daß es zumindest Deinen anderen zwei Diskus wieder besser geht. :D
was Flagelatten angeht kann ich mich Mike nur anschließen !

wenn die 3 wieder Topfit sind, dann laß was von Dir hören !

alles Gute
schöne Grüße

Hans
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Beitragvon MikeSt » 21. Aug 2005 09:52

Es kommt immer wieder mal vor, dass ein Tier unter einer plötzlichen Massenvermehrung der Flagellaten leidet, ohne dass ein ersichtlicher Grund vorhanden zu sein scheint. Dese Tiere leiden irgendwie unter einem schwächeren Abwehrmechanismus, als andere Tiere. Auch bei Menschen gibt es unterschiedliche Konstitutionen. Meist bleiben diese einzelnen befallenen Tiere ihr Leben lang Wackelkandidaten und zeigen in jeglicher Hinsicht eine besondere Anfälligkeit auch für anders geartete Probleme.

Wenn Flagellaten in einem Becken zu einem Kollektivproblem werden, sind meistens Einflüsse von Außen der Grund. Irgendwelche Einflüsse, die das Immunsystem der Tiere schwächen. Dies kann eine falsche Fütterung sein, verdorbenes Futter, schlechte Wasserparameter, nicht messbare Keimbelastungen, sozialer Stress usw. sein.
Diese Faktoren wirken sich früher oder später auf mehrere Tiere des Bestandes aus, so dass augenscheinlich der Eindruck entsteht, eine Ansteckung wäre der Auslöser.


Mit freundlichen Grüßen,

Mike
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Beitragvon 123suedamerika » 21. Aug 2005 21:15

Wenn Flagellaten in einem Becken zu einem Kollektivproblem werden, sind meistens Einflüsse von Außen der Grund. Irgendwelche Einflüsse, die das Immunsystem der Tiere schwächen. Dies kann eine falsche Fütterung sein, verdorbenes Futter, schlechte Wasserparameter, nicht messbare Keimbelastungen, sozialer Stress usw. sein.
Diese Faktoren wirken sich früher oder später auf mehrere Tiere des Bestandes aus, so dass augenscheinlich der Eindruck entsteht, eine Ansteckung wäre der Auslöser.


Wenn das in meinem Becken passiert wäre, dann hätte ich mich schon mal auf Ursachenforschung begeben, aber ich habe ihn ja leider so geschickt bekommen (war übrigens das erste und das letzte mal, dass ich mir Fische schicken lasse).

Mal noch was. Ich habe absolut keine Ahnung wie ich den Diskus mit Metronidazol behandeln soll. Ein Quarantänebecken mit 100 Liter habe ich. Wenn ich den jetzt da rein setze, wie soll ich das Metronidazol dann dosieren und nach welcher Zeit soll ich wieviel Wasser welchseln.

Und noch was. Sind ja wie gesagt meine ersten Diskus. Ich hab vorher Skalare gezüchtet und hatte auch nie Probleme damit, deshalb kenne ich mich mit den Medikamenten auch nicht so aus. Jedenfalls war ich von den Skalaren einiges an Fressverhalten gewöhnt. Die Diskus hingegen fressen in Zeitlupe.
Ich wollte jetzt mal wissen, ob meine beiden "gesünderen" Diskus normal fressen, wenn sie von einem haben Würfel Mückenlarevn ca. die Hälfte fressen (zu zweit) und dafür eine halbe Stunde brauchen? ICh habe nämlich so irgendwie den Verdacht, dass sie zwar fressen, weil ihre Kiemenwürmer jetzt weg sind, aber dass sie nicht so richtig fressen da sie evtl. doch bisschen stärker mit Flagelatten befallen sind, als ich angenommen habe.

Was meint ihr? Die beiden vorsichtshalber mitbehandeln, oder ist es normal, dass sie so zögerlich und wenig fressen.


Was den 3. betrifft, bei dem Versuche ich es noch gegen die Flagelatten, aber ich glaube nicht das er überlebt, unabhängig ob ich die Flagelatten reduziere oder nicht. Er ist einfach sehr stark abgemagert. Er ist gerade mal fingerdick (und er ist ausgewachsen)

Gruß
Daniel

PS: Ich hoffe, dass es irgendwie eine Ausnahme ist, dass man sich mit Diskus so rumschlagen muss und ich hoffe, dass ich einen sehr unglücklichen Start habe, denn wenn so ein Aufwand bzgl. Krankheiten usw. normal sein sollte, dann werde ich mich von diesen Fischen, so schön wie sie sind, wieder verbschieden und lass das mit Diskus sein. Da ab ich einen riesen Aufwand betrieben, dass das Wasser stimmt die Bepflanzung suw. und dann bekomme ich kranke Fische bei denen ich noch nicht einmal weiß, ob in einer Woche noch alle leben werden. :(
123suedamerika
 

Beitragvon MikeSt » 22. Aug 2005 16:19

Da hast du deinen Stress, der durch äußere Einflüsse zustande kam.
Als erstes Transportstress. Dann wird immer wieder – und das häufig – von großen bakteriellen Problemen nach einem Versand berichtet. Nachvollziehbar, da sich das Transportwasser stark mit Keimen anreichern kann. Dazu kommt des Öfteren ein Temperaturabfall, der generell, also auch bei zu niedriger Haltung, Flagellatenmassenvermehrung zu begünstigen scheint. Es gibt ja immer noch Leute, die von ihren Haltungstemperaturen unter 28 Grad überzeugt sind. Anreden werde ich dagegen nicht mehr.
Danach neue, fremde Wasserparameter in deinem Becken.
Das kann einen Fisch schon mal umhauen.

Die beste Methode ist und bleibt die Wärmebehandlung. Wolfgang Tlok hat darüber geschrieben. Metrodinazol ist keine sichere Bank. Die verschiedensten Flagellatenstämme reagieren unterschiedlich. Bei wenigen hilft es noch. Bei vielen ist die notwendige Dosis nahe an der schädigenden.
Die Behandlungen gehen von einem bis zu mehreren Gramm auf 100 Liter Wasser. Nimmst du zu wenig, können Resistenzen entstehen. Nimmst du zu viel, werden die Tiere günstigenfalls steril, oft aber kommt es dann zu Nierenversagen.

Ich würde einen Bestand zur Rettung eines einzelnen Tieres nicht der Gefahr einer Medikamentierung aussetzten. Solltest du keine Beifische haben, führe eine Temperaturerhöhung durch. Ansonsten würde ich das kranke Tier allein behandeln.

Zu dem Fressverhalten:

Schon seit längerer Zeit ist eine enorme Qualitätseinbuße gerade bei roten Mückenlarven zu beobachten. Manche verdienen die Bezeichnung „rot“ schon nicht mehr. Das gilt auch für Artemia, die oftmals mehr grau als rötlich sind. Dieses verhaltene Fressen der Larven ist oft zu beobachten. Minderwertiges Futter fördert Flagellaten ebenso. Allerdings ist die Mengenaufnahme der beiden Tiere meiner Meinung nach in Ordnung. Zur Überprüfung des Fressverhaltens würde ich mit verschiedenen Futtersorten experimentieren.

Im Übrigen ist der Start fast normal. Weil die wenigsten Anfänger in der Lage sind, bei einem Kauf der Fische deren Gesundheit auch wirklich einzuschätzen, was auch normal ist. Und es ist nunmal viel Schrott auf dem Markt. Was glaubst du, was los war, als ich mal ne Fage stellte, ob wirklich jeder züchten sollte? Verbale Steinigung. Aber das führt teils aus Inkompetenz, teils aus kommerziellen Gedanken oder auch aufgrund schlichtweg der Weigerung, die Sache verstandsmäßig anzugehen dazu, dass der Markt mit schlechter Qualität überschwemmt wurde und Züchter guter Tiere ihre Zuchten aufgeben mussten, weil die Zuchten nicht mehr tragbar waren. Einen Diskus im normalen Einzelhandel zu kaufen, ist abgesehen diverser Einzelfälle, zu einem Lotteriespiel geworden. Das sollte dich aber nicht abschrecken, da es meist auch nur Starprobleme sind. Wenn sich Diskusfische nach dieser Zeit stabil zeigen, machen sie in der Regel kaum Probleme.


Mit freundlichen Grüßen,

Mike
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Beitragvon 123suedamerika » 27. Aug 2005 14:26

Die beste Methode ist und bleibt die Wärmebehandlung. Wolfgang Tlok hat darüber geschrieben. Metrodinazol ist keine sichere Bank. Die verschiedensten Flagellatenstämme reagieren unterschiedlich. Bei wenigen hilft es noch. Bei vielen ist die notwendige Dosis nahe an der schädigenden.
Die Behandlungen gehen von einem bis zu mehreren Gramm auf 100 Liter Wasser. Nimmst du zu wenig, können Resistenzen entstehen. Nimmst du zu viel, werden die Tiere günstigenfalls steril, oft aber kommt es dann zu Nierenversagen.


Mal ganz ehrlich ?
Ich würd den ganzen Kasten am liebsten zum Fenster raus werfen. Ich muss mir hier jetzt mal bisschen Luft verschaffen.
Diese saudummen Fische (im Prinzip können sie ja überhaupt nichts dafür).
Sowas wie mit diesen Diskus hab ich echt noch nicht erlebt. Einige stellen hier im Forum Fragen weil sich ihre Diskus nach 1-2 Tagen noch in der ecke verkriechen. Mein Gott haben die Nerven. Ich dreh so langsam echt ab. Meine hab ich jetzt 1 Monat. Und alles was ich weiß ist, dass sie von Tag zu Tag dem Tod immer näher kommen. Was ich auch mache hilft nichts.

Ich hab die jetzt 2 mal mit Moneol behandelt und die schwere Atmung hat auch tatsächlich aufgehört. Die beiden, die etwas besser aussehen, schwimmen normal im Becken umher und sind auch nicht mehr voll durchgestreift.

Schön, oder?
Eben nicht. Die fressen trotzdem wieder fast nichts mehr. Einer frisst etwas und der andere ein bisschen weniger, dafür kotz er auch alles wieder aus danach. Ich hatte die Temp. 7 Tage lang zwischen 34/35°C. Keiner der Rotkopfsalmler hat mir das übel genommen, aber auch keienr der Diskus hats mir gedankt. Während der hohen Temp. und auch danach sind keine Anzeichen einer Besserung zu sehen.

Die Argumente mit Licht und das das Becken falsch steht kann ich auch nicht mehr akzeptieren. Bei manchen Händlern stehen die Becken noch viel ungünstiger und die Viecher fressen wie verrückt.

Sobald ich vors Becken trete schwimmen die beien auf mich zu und suchen wie wild nach Futter und wenn ich dann füttere (und ich hab jetzt schon so ziemlich die ganze Palette an Diskusfutter tot und Lebend durchgemacht) ignorieren sie das Futter einfach.

Schon kalr. Wer das hier liest dem geht nun auch der Rat aus. Aber ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Getsren meinte jemand zu mir er habe 35% Formalin. Ich soll 10 ml auf die 600 Liter reinschütten, nach 4 h WW machen udn zwar einen 90%tigen und danach nochmal 50% und dann das Becken 1 Tag verdunkeln. Entweder sterben die Diskus oder sie überleben es. Falls sie aber überleben ist mit Sicherheit jeder Parasit weg.

Naja so radikal wollte ich dann auch nciht vorgehen, aber wenn niemand mehr was besseres einfällt, dann muss ich irgendwas tun, sonst verhungern die mir vor der Nase.

Eigentlich wollte ich ja noch 3 Diskus dazukaufen, wenn alles vorüber ist, aber bin im Moment am überlegen ob ich nach dem ganzen Ärger überhaupt noch genug Geld habe für neuen Diskus.

Gruß
Daniel
123suedamerika
 

Beitragvon jgottwald » 27. Aug 2005 15:21

Hallo Daniel!
ich kann dich nicht verstehen. Du hast ein Tier das erkrankt ist, hast aber soweit ich sehe, keinerlei Anstrengunen unternommen, die wirkliche Ursache zu finden. Monel ist was gegen KW und das Diskus schnell atmen, kann zig Gründe haben. Ich würde das Tier separieren und zuerst einmal klären, ob die schnelle Atmung nicht von anderer Seite kommt.
Da Eile geboten ist, sollte der Einsatz von Metro nicht unbedingt außer Acht gelassen werden. Warum die Tiere nicht fressen, kann mehrere Gründe haben, so kann auch der Bodengrund daran schuld sein. ÜBerprüfe ihn mal, ob er fault.
PS. da ich mir nicht die Mühe gemacht habe, den ganzen Thread durchzulesen, kann es sein, das ich ich in einzelnen Punkten im Unrecht bin, dann bitte ich um Entschuldigung.
mfg
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Beitragvon 123suedamerika » 27. Aug 2005 19:30

Hi,

das Prob ist, dass die Diskus nicht bei mir die Probleme bekommen haben, sondern das sie so zu mir gekommen sind und sich einfach nicht mehr so richtig erholen wollen.

Monel ist was gegen KW und das Diskus schnell atmen, kann zig Gründe haben


Ein Diskuszüchter hat mir dazu geraten es mit Monel zu versuchen. Da er meinte, dass es relativ sicher wäre, dass sie KW haben wenn sie so heftig atmen. Nach dem Moneleinsatz war die Atmung auch tatsächlich besser, deshalb habe ich Monel benutzt.


Du hast ein Tier das erkrankt ist, hast aber soweit ich sehe, keinerlei Anstrengunen unternommen, die wirkliche Ursache zu finden


Sehe ich anders. Vor 4 Wochen hab ich sie bekommen. Wollte ihnen zumindest 1 Woche geben sich einzugewöhnen. Alle sagten die Atmung usw. sei am Anfang ganz normal und das sich das ändern werde. Also habe ich gewartet.

Woche 1 war um.

In der zweiten Woche habe ich auf anraten eben dieses Züchters die Temp. auf 34/35°C erhöht eine Woche lang. Während und nach der Temperaturerhöhung ist keine Besserung eingetreten.

Woche 2 war um

Mitte dritten Woche habe ich mit Moneol behandelt. Danach war der Zustand von 2 Tieren endlich besser. Nun musste ich aber 8 Tage warten bis ich die zweite Behandlung anwenden konnte. Die habe ich nun angewendet und der Zustand der zwei Diskus war unverändert. Der kränkelnde war immer noch so. Zwischen den Moneol Behandlungen sollte ich nciht mit noch anderm Zeug rumhantieren wurde mir gesagt. Hab ich so gemacht.

Die dritte Woche war um.
Nun ist es 3 Tage her, dass ich die zweite Moneol Behandlung gemacht habe und ich habe mir erhofft, dass das dritte Tier evtl. sich bessert ist aber nicht so.

Ich würde das Tier separieren und zuerst einmal klären, ob die schnelle Atmung nicht von anderer Seite kommt.


Der ganz kranke atmet ja nicht mehr schnell, das ist seit der Moneol Behandlung weg. Er steht einfach nur in der Ecke ist dunkel gefärbt und bewegt sich nicht.

Bin leider noch Anfänger was die Diskushaltung betrifft von daher bin ich relativ vorsichtig was die Medikamente betrifft. Man hat mir gesagt ich soll langsam eines nach dem anderen durchprobieren.

Um es auf den Punkt zu bringen

1. Habe vor 4 Wochen 3 mit Sicherheit kranke Diskus bekommen.
2. Einer sah top fit aus. Der zweite weniger gut und der Dritte war schon stark abgemagert.
3. Habe erst einmal gar nichts gemacht, wollte ihnene Zeit geben.
4. Habe 4 Tage später begonnen zu füttern. Nr.1 hat gefressen aber nur sehr wenig. Nr. 2 hat Futter ignoriert und Nr.3 hat es sowieso nicht interessiert.
5. Habe dann mit Moneol behandelt. --> Diskus Nr.1 frisst nun etwas mehr und atmet nicht mehr stark. Nr.2 frisst ein bisschen und spuckt es dann wieder aus. Manchmal behält er es auch drin. Diskus Nr.3 verschlechtert sich zusehends
Tatsache ich bin mit der Situation echt überfordert. Während ich gerade schreibe sehe ich wie sich Diskus Nr.1 an einer Wurzel kratzt. Na toll, ganz große Klasse. entweder hat das Moneol nicht geholfen oder sie haben keine Haut- und Kiemenwürmer und es ist was anderes.

Ich denke dass alle drei diskus vom gleichen betroffen sind, der eine mehr, der andere weniger. Wenn sich jemand mit Ahnung die Tiere ansehen würde könnte er bestimmt sofort sehen "ah ja.. das ist das und das....." Aber ich hab einfach keine Ahnung wie ich dieses Verhalten deuten soll und wie ich darauf reagieren soll. Will auch nciht einfach auf Verdacht behandeln.

Werde nun morgen mal das ganz kranke Tier ins Quaratänebecken. Und dann?

Soll ich dann mal mit Metro behandeln?

Gruß
Daniel

PS: Ist zar nicht macbar, aber es würde mich brennedn interessieren, ob es anders gelaufen wäre, wenn ich 3 zu 100% gesunde Diskus bekommen hätte, dann wüßte ich, ob es an mir, oder an den Fischen liegt.
123suedamerika
 

Beitragvon Ralph.E » 27. Aug 2005 20:08

Hallo Daniel,

nu mal gaaaaaaaaaaaz ruhig!

Höchstwahrscheinlich wäre dein Start ruhiger verlaufen, auf sicher.

Aber das ist er nun mal nicht. Diese Phase machen ALLE irgendwann irgendwie mal durch. Du hast nur das Pech, das DEIN Start schiefgelaufen ist.

Bis zu diesem Zeitpunkt hast Du alle Ratschläge verfolgt und auch positive Ergebnisse gehabt......bis auf.

Lies doch nochmal alles in Ruhe durch was dir geraten wurde. Den letzten sichtbar Kranken zu separieren erscheint im Moment die Möglichkeit zu sein die noch ausbleibt. Damit wird sich nicht unbedingt die Lage der anderen schlagartig verbessern. Hier schaltet man nicht von Krank auf Gesund, das braucht schon mal viel Zeit. Biete deinen Tieren jetzt das was sie am nötigsten brauchen, gutes Wasser und Futter.

Du bist hier in guten und kompetenten Händen!

Also immer ruhig mit den jungen Pferden.
Ich weiss, das sich das bescheuert anhört, wenn man schon 4 Wochen kämpft, aber eine andere Möglichkeit hast Du nicht. Die Kondition der Tiere wird eine weitere Rosskur, sofort im Anschluss wohl eher nicht zulassen.

Viel Glück.

Gruß

Ralph
Trinkt kein Wasser,
da machen Fische SEX drin:))
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Beitragvon Markus » 27. Aug 2005 21:11

Hallo Daniel,

es ist zwar jetzt zu spät, aber als Anfänger sollte man sich auf keinen Fall darauf einlassen, sich kranke Fische aufs Auge drücken zu lassen, um sie gesund zu pflegen. Das kann nur in die Hose gehen.

Man hat mir gesagt ich soll langsam eines nach dem anderen durchprobieren.

Da rollen sich meine Fußnägel hoch. Durch genau solche Vorgehensweisen werden jährlich viele tausend Diskus zugrunde gerichtet.
Es ist kein Probieren angesagt, sondern ein gezieltes Eingreifen, was nicht zwangsläufig Medikamenteneinsatz bedeuten muss.

Stell Dir mal vor, Du kommst ziemlich platt ins Krankenhaus und man gibt Dir als erstes eine Chemo, es könnte ja Krebs sein. Nach zwei Wochen kommen Zweifel, ob es nicht doch eine bakterielle Lungenerkrankung ist, ein Antibiothikum muss her...

Du kannst Dir sicher vorstellen, dass derartige Vorgehensweisen äusserst selten zum Ziel führen. Ich habe den Thread eben überflogen, konnte aber kaum Hinweise auf Deine Hälterungsbedingungen finden. Bitte teile uns doch mal mit, wie gross Dein Becken ist, welche Wasserwerte vorherrschen, welches Futter Du anbietest... Kurzum kann Dir am Besten geholfen werden, wenn Du möglichst viel an Informationen hier reingibst.

Vielleicht das Wichtigste wäre, wenn Du in Deinem Profil mal Deine Heimatstadt angibst, vielleicht findet sich jemand, der mal ein kundiges Auge auf Deine Tiere werfen kann.

Eins noch: Drei Diskus sind eine zu kleine Gruppe. Sie fühlen sich schon allein deshalb unsicher, weshalb auch der Appetit fehlen kann. Aber auch das kann man im Nachhinein kaum korrigieren, da man dann noch weitere Diskus ins Dilemma stürzen würde.

Bitte sei mir nicht böse, dass ich jetzt etwas hart mit Dir umgegangen bin. Du bist sicherlich schon genug gestraft, aber jetzt sollte nicht weiter rumgedoktert werden, sondern eine Lösung her.

Schöne Grüsse
Markus
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Beitragvon 123suedamerika » 27. Aug 2005 22:44

es ist zwar jetzt zu spät, aber als Anfänger sollte man sich auf keinen Fall darauf einlassen, sich kranke Fische aufs Auge drücken zu lassen,


Ich sags mal so. Was Diskus betrifft bin ich Anfänger hab vorher Apistogramma und Skalare gezüchtet, von daher wärs mir schon aufgefallen das mit meinen Tieren was nicht stimmt, aber ich hab sie geschickt bekommen und hab eigentlich nicht gedacht das ich da solche Fische bekomme. Deshalb wußte ich nicht was auf mich zu komtmt Es hat mir nur soviel gebracht, dass ich nie ehr Fische kaufe, die ich nicht vorher selber gesehen habe.

Da rollen sich meine Fußnägel hoch. Durch genau solche Vorgehensweisen werden jährlich viele tausend Diskus zugrunde gerichtet.
Ich finds ja auch nicht so gut. Glaub mir, wenn heute oder morgen jemand kommt, der sagt ich muss "das und das" machen dann ist wieder alles in Ordnung, würde ich es sofort tun. Sinnlos Medikamente einsetzten wollte ich auch nicht deshalb hab ich eher nicht sooo viel gemacht, dann heißt es wieder ich mache gar nichts.

Mit Moneol hab ich nun mal behandelt, das kann ich jetzt nicht mehr rückgängig machen.Aber wie gesagt sie kratzen sich immer noch an wurzeln. Welche Erreger können noch diese Symptome hervorrufen?

Vielleicht das Wichtigste wäre, wenn Du in Deinem Profil mal Deine Heimatstadt angibst

Hab ich doch drin stehen. Für alle die es nicht wissen. Mein Wohnort ist 69234 Dielheim




Meine Daten:

Becken 130x70x70
Bodengrund 5cm Sand (nicht der grelle weiße)
1 Kunstwurzel aus Polyester (hatte ich schon draußen bringt aber nix)
Besatz: 15 Rotkopfsalmer seit 2 Jahren
3 L-333 seit 1 Jahr
6 apisto. borellei seit 1/2 Jahr
3 grüne Diskus seit 4 Wochen

Gh 10
KH 6
pH-Wert 7
Temp.30°C
NO2 0
No3 5-10 mg/l
10-tägig 1/3 WW

Hab auch schon auf Po4, Fe und Cu untersuchen lassen. Gar nix. Noch nicht mal Eisen ist drin da ich auf den Pflanzendünger verzichte.

Symptome der Fische:

Nr.1
Dieser Diskus macht mich am Glücklichsten. Er frisst eigentlich fast alles. Wenn auch nur in geringen Mengen. Er "freut" sich wenn ich am Becken vorbeilaufe und schwimmt noch oben um zu sehen was ich mache. Wenn ich ihn füttere dann lässt er das meiste links liegen, aber ein bisschen davon proboert er immer. Meistens steht er bei den aneren in der Ecke. Ich denk mal "Gruppenzwang" er ist auch mal nicht durchgestreift. Wenn alle so wären würde ich hier überhaupt nicht schreiben brauchen. Das Problem ist. er scheuert sich an Gegenständen. Ab und zu. schwimmt er plötzlich einfach kerzengerade ziemlich schnell vorwärts oder zickzack. Manchmal klemmen auch die Flossen. Der Kot ist Braun, aber irgendwie nicht fest sondern eher schmierig.

Nr.2

Er ist nicht so "fit" wie Nr.1 Er hält sich immer bei Diskus Nr.2 auf. Er frisst sehr wenig. Rot Mückenlarven nimmt er am besten auf. wenn er mal etwas mehr frisst wird wieder alles erbrochen. Sonstiges Futter wird einfach ignoriert. Er schwimmt auch mal hin und wieder durchs Becken. Kot sehe nie welchen, da er ja auch kaum frisst. Manchmal etwas Flossenklemmen und auch er kratz sich nocht an Gegenständen und schwimmt plötzlich voll durchgestreift einfach mal kerzengerade quer durchs Becken, dann bremst er wieder ab und das wars.

Nr.3

Tja, was soll ich sagen. er ist spindeldürr. Ist komplett durchgestreift obwohl die streifen fast nicht zu erkennen sind, so dunkel ist sein Körper gefärbt. Seit ein paar tagen steht er manchmal etwas nch vorne geneigt in der Ecke. An Fressen ist nicht mehr zu denken. Der Fisch ist vollkommen aphatisch und das schon seit der Ankunft. Dieser Fisch steh prinzipiell reglog in einer Ecke zwischen Pflanzen und ignoriert die anderen und wird ach von den anderen ignoriert.

Noch was zu meinen WW: Die Fische sind lt. Züchter/Händler bei diesen Werten groß geworden. Deshalb habe ich diese Werte vor 4 Wochen in meinem Becken eingestellt. War eigentlich so gedacht das ich dann bei jedem WW Osmosewasser verwenden und so die GH noch etwas senke. Hab es aber bleiben lassen weil ich den Fische noch mehr Ärger ersparen wollte.

Eins noch: Drei Diskus sind eine zu kleine Gruppe. Sie fühlen sich schon allein deshalb unsicher, weshalb auch der Appetit fehlen kann. Aber auch das kann man im Nachhinein kaum korrigieren, da man dann noch weitere Diskus ins Dilemma stürzen würde.


Also nochmal. 3 Diskus sind für 600 Liter zu wenig. das ist mir schon klar gewesen bevor ich die 3 Diskus hatte. Der Plan war diese Diskus für 2-3 Wochen zu beobachten und wenn sie sich als gesund herausstellen nochmal 3 stück dazu zu kaufen.

Mir ist einfach nicht so ganz klar warum darin immer wieder ein Problem gesehen wird das es nur 3 sind. Wäre das jetzt auf lange Sicht gesehen, dann könnte ich es ja verstehen, aber ihr hattete doch sicherlich auch schon "nur" 2 Diskus in einem Zucht- oder Quarantänebecken. Es kann ja nicht so schlimm sein, das es nur 3 Diskus sind.

Sorry, das soll jetzt nicht genervt rüber kommen, aber ich verstehe es einfach wirklich nicht. Wenn ihr 2 Diskus in einem Zuchtbecken habt, dann fressen sie doch auch, deshalb verstehe ch nicht weshalb die geringe Anzahl der Auslöser für dieses Verhalten sein soll. Ich bin sogar froh, das ich nur 3 hab. stellt euch vor ich hätte gleich noch 3 dazugekauft. Wären es gesunde robuste Fische wären sie vielleicht gesund, wenn ich aber Pech habe (und das habe ich wie es scheint) dann wären sie jetzt genauso krank wie die anderen. Was spricht denn dagegen zu warten bis die 3 sich als gesund herausstellen und dann erst andere Diskus zu kaufen es wird doch auch geraten neue Tiere (selbst einzeln) im Quarantänebecken für 1-2 wochen zu halten um sie zu beobachten. In meinem Fall ist es eben ein 600 Liter Quarantänebecken.

Ein Zoohändler sagte zu mir: "Ein kerngesunder Diskus ist neugierig, sucht Futter schwimmt umher und frisst eigentlich fast alles. egal ob er nun zu zweit dritt, oder zu viert ist. Ist dies nicht der Fall stimmt was nicht."

Weierhin bin ich ja für die Antworten dankbar und würde lieber heute als morgen die richtige Behandlung starten, aber ich weiß einfach nicht was ich machen soll.
Werde wahrscheinlich am Montag mal einen Fisch einpacken zu nem Züchter in meiner Nähe fahren und ihn fragen ob er sich das Tier mal anschaut. Auch wennd as Stress bedeutet, wenn ich gar nichts mache ist das wohl auch nicht so gut.

Das ist wirklich ALLES was ich an Infos für euch hab.

Da sich die Tiere schon von Anfang an so verhalten glaube ich nicht das sie sich was bei mir eingefangen haben (wills nicht ganz ausschließen). Die Tatsache, dass der eine schon ganz abgemagert zu mir kam spricht wohl eher dafür das man mir "Ramsch" verkauft hat und die armen Fische können am allerwenigsten dazu.

Gruß
Daniel
123suedamerika
 

Beitragvon jgottwald » 28. Aug 2005 09:25

Hallo Daniel!
sollten die Informationen: Moneol, Wärmebehandlung und Verhalten der Diskus aus einer Quelle kommen, würde ich mir überlegen, ob ich dieser noch weiter vertraue. Ein gesunder Diskus fühlt sich in einem großen Becken unwohl und wird das äußern. SChnelle Atmung hat nicht unbedingt mit KW zu tun und bei einer Wärmebehandlung sollte erst schnelle Atmung ausgeschlossen werden. Dein Becken ist so unterbesetzt, wenn du da noch ein Tier entfernst, denke das wird nicht so
gut. Deine Schilderrung hört sich mehr wie eine Bakterielle Sache an, oder irgendwelche Hautparasiten. Durch Bakterien können die Kiemen der Tiere so verschleiemen, das die Tiere ersticken können.
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Beitragvon 123suedamerika » 28. Aug 2005 11:31

sollten die Informationen: Moneol, Wärmebehandlung und Verhalten der Diskus aus einer Quelle kommen, würde ich mir überlegen, ob ich dieser noch weiter vertraue.


Ja, kommt aus derselben Quelle

Deine Schilderrung hört sich mehr wie eine Bakterielle Sache an, oder irgendwelche Hautparasiten.


Wären Hautparasiten aber nicht durch die Moneolbehandlung verschwunden?

Muss jetzt mal was nachtragen.
Von gestern auf heute hat sich der Zustand der 3 Diskus radikal verbessert. Sie sind zwar noch nicht perfekt.
Aber der halbtote Diskus Nr.3 schimmt wieder farbig (wenn auch noch gestreift) mit den anderen mit. Die anderen beiden Nr.1 und Nr.2 durchsuchen im Moment gerade das ganze Becken nach Futter. Diskus Nr.1 frisst Trockenfutter und das aus der Hand wie ein Bekloppter. Diskus Nr.2 frisst auch ganz gut und Nr. 3 beachtet seit heute zum ersten mal wieder das Futter. er nimmt nur ganz kleine Stückchen und spuckt sie dann wieder raus, aber immerhin beachtet er wenigstens das Futter.

Ich blick jetzt überhaupt nciht mehr durch.

Ihr fragt euch sicher was ich gemacht habe. Tja ich wäre froh ich wüßte es. Ich habe nämlich überhaupt nichts gemacht.
Leider hab ich ausgerechent heute morgen festgestellt, dass mein ganzes Frostfutter aufgetaut ist. Deshalb kann ich heute nichts mehr füttern außer eben Trockenfutter.

Muss ehrlich sagen. Ich trau dem Frieden nicht so ganz. Ist schon seltsam, dass von heute auf Morgen plötzlich fast alle sich normal verhalten.

Mal sehen wies jetzt weitergeht. Am Besten wird sein ich warte jetzt mal noch ein paar Tage ab, bevor ich was weiteres unternehme, oder?
Weitere Fische hinzusetzten wäre wohl auch erst ratsam wenn sich meine wieder ganz normal verhalten, oder?

Gruß
Daniel
123suedamerika
 

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