Eine ethische Grundfrage . . .

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Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Normi » 24. Jun 2011 09:20

Eine ethische Grundfrage: Mein größter Diskus hat seit ca. einem viertel Jahr eine defekte Schwimmblase. Ursache ist unklar. Eine Besserung der Situation ist mitlerweile unwahrscheinlich.

Er liegt immer hinter den Pflanzen auf dem Boden und wird von mir separat mit Enchyträn durchgefüttert. Die Farbe des Tiers ist dunkler, als die der anderen.

Die Frage ist . . . sollte man das Tier erlösen? Quält es sich? Ich will das nicht selber entscheiden, da ich sehr an diesem Tier hänge . . . was würdet Ihr tun?

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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon heckelcross » 24. Jun 2011 12:01

Hi Normi, das musst Du doch selbst entscheiden. Kein Aussenstehender hat das Recht sich dort einzumischen, weil Du der eizige bist der die Situation kennt, aber Du kannst ja noch eine Behandlung mit "Furanol 2" versuchen.
Gruß, Ioan
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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Anita77 » 25. Jun 2011 12:27

Hallo Normi,

frag Dich mal selber; wirkt das Tier glücklich, glaubst Du, es hat ein gutes Leben so?

So wie Du es beschreibst, daß es nur noch hinter den Pflanzen liegt, separat gefüttert werden muß, dunkel gefärbt ist (ein Anzeichen für Unwohlsein!) würde ich ihn vermutlich gehen lassen.

Lieblingsfisch hin oder her, aber ich würde niemand, den ich mag, gerne leiden sehen. Zumal eine Besserung nach einem Vierteljahr tatsächlich unwahrscheinlich scheint.

Entscheiden kannst nur Du; das wird Dir hier niemand abnehmen. Wir können Dir nur raten mal die Gefühle auszuschalten und den Fisch mal emotionslos zu betrachten; fühlt er sich wohl? Wenn ja, prima, mach weiter so. Wenn nein, laß ihn bitte gehen.

Liebe Grüße,
Anita
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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Tho66 » 25. Jun 2011 13:09

Hallo,

...nach einer so langen Zeit dürfte leider keine Behandlung mehr erfolgreich sein...eine Abtötung des kranken Tieres, das sich jetzt ja schon so lange quält, ist schnellstens geboten... ...glaube mir, es ist auch für dich ein erlösender Schritt, wenn du diesen Diskus nicht mehr so sehen mußt... ...es ist nicht schön - aber es muß sein...
(..ich habe das gerade hinter mir...habe auch lange auf Besserung gehofft und die Entscheidung geschoben...)...

Gruß
Thomas
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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Normi » 27. Jun 2011 08:33

Hallo!

Danke nochmals für Euere Antworten. Ich werde es nochmal mit Furanol probieren . . . aber nicht im Becken sondern separat.

Und dann schauen wir mal, wie sich das weiterentwicklet.

Klar muss ich diese Entscheidung selber fällen, allerdings ist es manchmal gut, den Rat anderer einzuholen, bevor man voreilig handelt und das mit dem Furanol ist ja mal ein weiterer, neuer Ansatz.

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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Tho66 » 4. Jul 2011 21:28

Hallo,

mich würde interessieren, ob die Behandlung erfolgreich war. Berichte doch mal .

Gruß Thomas
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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Dimi » 5. Jul 2011 03:57

Hallo,
in solchen Situationen muss ich immer an den Satz meines Opas denken (der da leider im sterben lag) zum Thema Lebenserhaltene Maßnahmen:
"Es kommt immer darauf an ob man das Leben oder Sterben verlängert."
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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Normi » 6. Jul 2011 08:32

Hallo zusammen,

habe die Behandlung mit Furanol 2 durchgeführt. Es hat sich bisher keine Verbesserung ergeben. Allerdings ist der Fisch trotz des Wässerungsstresses mitlerweile heller geworden. An und für sich ist er recht vital und kräftig, allerdings liegt er halt meist hinter den Pflanzen, da ihm das Schwimmen zu schwer fällt, so ohne Schwimmblase.

Gestern haben wieder zwei meiner Paare gleichzeitig abgelaicht . . . nachdem sie das am Samstag auch schon gemacht hatten . . . in meinem 240 l-Becken. . . hoffentlich muß ich nicht bald noch Vergnügungssteuer zahlen.

Danke für Euere Beiträge!

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Re: Eine ethische Grundfrage . . .

Beitragvon Tho66 » 6. Jul 2011 20:58

Hallo Normi,

es heißt, dass man - wenn überhaupt - nur in den ersten zwei/ drei Tagen durch eine geeignete Medikamentengabe eine solche bakterielle Erkrankung erfolgreich behandeln kann. Ich hatte sowas auch - das Tier war nicht zu retten, ich habe es abgetötet...

..möchtest du das Tier weiter so leiden sehen ?

Gruß
Thomas
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