Es war mal wieder an der Zeit in den Urlaub zu fahren. Nach Spanien. Mit dem Auto. Zum Glück fuhren wir zu diesem Zeitpunkt ein recht großes Auto. Mit ausreichendem Platz für das Gepäck. Na ja, wenn unsere kleine Familie zum Tauchen und Baden in den sonnigen Süden fährt braucht man den ja auch. Und bei einem Volvo – Kombi ist davon wirklich genug zur Verfügung. Also brauchte ich nicht so sparsam packen wie früher, als wir unseren Spanienurlaub per Bus unternahmen. Aber ich wäre keine Frau, wenn es mir nicht gelungen wäre auch diesen Wagen bis unters Dach voll zu bekommen. Womit ich nicht rechnen konnte war allerdings der Ideenreichtum meines lieben Mannes. Auch im Urlaub stehen seine Fische deutlich im Vordergrund der Geschehnisse. Wir waren unterwegs zu einem Restaurant. Da sieht Ralph doch eine Baustelle, auf der ein Haufen rötlicher Bauschutt lag. Aber das geschulte Auge eines Aquarianers erkennt in diesem Bauschutt sofort wunderbares Lochgestein für das heimische Aquarium. Und wer sich auskennt, weiß wie unglaublich teuer dieses Zeug ist. Und was man sparen kann, wenn man sich ein kleines Bröckchen davon mitnehmen könnte. Aber auch in Spanien ist das Betreten einer Baustelle nicht gestattet! Und somit kam Ralph auf die Idee, es in einer „Nacht- und Nebelaktion“ zu organisieren! Am späten Abend wurde sich also mit einer Taschenlampe bewaffnet und dann ging es zur Baustelle. Doch alleine waren diese kleinen Bröckchen nicht von der Stelle zu bewegen, geschweige denn zu tragen! Also zurück. Einen Freund zur Unterstützung mitgenommen. Das Auto an die Baustelle gebracht. Und eingeladen. Es lief alles glatt. Keiner kam zu Schaden. Und so lag dieses Bröckchen Lochgestein im Auto. Versteckt unter einem alten Surfsegel. Als Ralph mir nun am nächsten Tag seine Beute voller Stolz präsentierte geriet ich etwas aus der Fassung. Nahm dieser Stein doch etwa die Hälfte unseres Kofferraumes in Anspruch. Und, wie bitte, soll ich unsere mitgebrachten Sachen wieder nach Hause schaffen? Die Antwort war zu erwarten: „Das geht schon irgendwie!“ Ja, es ging. Aber habt ihr schon mal 22 Stunden mit angezogenen Füßen im Auto gesessen? Alle Fußräume mußten mit Gepäck belegt werden, damit dieses prachtvolle Steinchen mitgenommen werden konnte. Aber das Beste kam Zuhause:
Dieses Ungetüm paßte nicht in das Aquarium! Zu groß!
Wenn wir jetzt nach Spanien reisen, dann nur noch mit dem Flugzeug. Da kann mir so etwas nicht mehr passieren!
Lieber Gruß
Fisch-Mama




