von Hartmut-Chr. Biallas » 9. Dez 2002 21:10
Hallo Karl-Heinz, Forum,<br><br>> Wildfänge sind immer erst einmal heikel,da die wenigsten<br>> Händler mit diesen Tieren verstehen verantwortungsvoll<br>> umzugehen.Die Wildtiere haben zunächst erst mal Befall<br>> von Darm und Kiemenparasiten.Im Wildwasser stellt dies noch<br>> kein Problem dar,da in Folge der Wassermassen der<br>> Infektionsdruck gering bleibt und auch der Befall mit<br>> Parasiten.Im<br>> Aquarium verdichten sich diese Faktoren.<br>> Abhilfe:200mg Flubenol auf 100 Liter Wasser .Das ganze 3 X7<br>> Tage mit je 2-3 Tagen Pause<br>> verbunden mit 100 %-igen Wasserwechsel.<br><br>Dein Wunsch helfen zu wollen in Ehren, nur was versprichst Du Dir von einer aufs Blaue hinaus, durchgeführten Flubenolbehandlung? Vor allem, gegen welche Krankheit, bzw. Erreger soll das Flubenol eingesetzt werden? Es ist in den allermeisten Fällen letztendlich nicht möglich, aufgrund subjektiver Schilderungen, auf diesem Wege (Ferndiagnose) eine Krankheit mit Bestimmtheit zu diagnostizieren, die eine derartige Medikamentenempfehlung rechtfertigt. Denn nur bei gesicherter Diagnose können Medikamente gezielt eingesetzt- und eine Heilung, bzw. Besserung, bei entsprechenden Umweltbedingungen ermöglicht werden. Alles andere bleibt ein med. Ratespiel auf Kosten der Tiere. Wir sollten uns zukünftig darauf beschränken durch gezielte Fragen (Diagnosehilfe) eventuelle Pflegemißstände aufzudecken und Wege zu deren Beseitigung zu finden. Falls Parasitenbefall oder eine andere Krankheit vermutet wird, sollte von jeglicher Medikamentenempfehlung abgesehen- und stattdessen zu einer fachmännischen Diagnosestellung geraten werden, auch wenn eine entsprechende Untersuchungsstelle nicht in unmittelbarer Nähe ist. Hier ist der verantwortungsbewußte Diskuspfleger gefragt. Wenn an dieser Stelle Medikamente beschrieben- und Krankheitsbilder vorgestellt werden, ist das nicht gleichbedeutend mit einer Empfehlung, Arzneimittel in jedem Fall einzusetzen. Diese Berichte dienen lediglich der Information, wie sie auch in entsprechenden Fachbüchern nachzulesen sind und nicht zur Aufforderung diese Mittel auf einen bestimmten Verdacht hin einzusetzen. "Eine gesicherte Diagnosestellung ist vor jeglicher Behandlung unabdingbar".<br><br>Viele Grüße<br><br>Hartmut-Chr.