Hallo Steffen,
wie viele von den Düngestäbchen ballerst du denn monatlich in dein Becken? Bei mir reicht eine Packung bestimmt fast ein Jahr. Da finde ich 2 Euro für Dünger im Jahr + Kosten für CO2-Füllung, bei äußerst hervorragendem Pflanzenwuchs, mehr als human. Wenn ich daran denke, was ich früher für Dennerle Produkte verpulvert hab...
In meinem Becken steigt der PO4-Wert durch die Stäbchen übrigens nicht merkbar an. Pendelt immer so um die 0,5-0,7 mg/L. Der Großteil dürfte aus dem Frostfutter kommen, dass ich unaufgetaut verfüttere. Nitrat ist meines Erachtens kein wirkliches Problem für Fische. Konzentrationen über 50mg/L habe ich zwar noch nicht ausprobiert, wäre aber zuversichtlich, dass auch das funktionieren würde. Das Problem ist einfach, dass in vielen Aquarien ein hoher Nitratwert mit schlechter Wasserpflege/-hygiene einhergeht (Wasserwechsel, Filterung, etc.). Deshalb kommt es in Becken mit hohen Nitratwerten auch häufig zu Problemen. Dies führt meiner Meinung nach zum schlechten Ruf von Nitrat in der Aquaristik. In der Karpfenzucht (zugegeben, wahrscheinlich eine eher unempfindliche Fischart) wurden schon Versuche mit Nitratwerten jenseits von 2.000 mg/l ohne Einschränkungen der Fruchtbarkeit und Vermehrung der Fische durchgeführt. Nur mal so zum Nachdenken.
Gruß,
Hannes