von Liasis » 9. Feb 2012 12:24
Hallo Sascha
Ich habe mich etwas mit dem Verpilzen befasst und festgestellt, dass hier etwas verwechselt wird:
Ein verpilztes Gelege erkennt man mit blossem Auge gut daran, dass es mit einer watteartigen (pilzartigen) Schicht (eben durch Pilzsporen) überzogen ist. Der Grund dazu ist meines Wissens in mangelnder Wasserhygiene (z.B. zu hohe Keimzahl) zu suchen.
Eier die nicht befruchtet wurden oder sich nicht entwickeln, weil z.B. die Karbonathärte zu hoch ist, werden auch weiss, sind aber nicht verpilzt. Also zwei gänzlich verschiedene Dinge.
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege!!
Nun, ich hatte in letzter Zeit unzählige Gelege, welche einfach weiss wurden und bin fast verzweifelt. Das Zuchtwasser hatte ich stets mittels Leitwert und PH-Wert eingestellt und mich nur auf diese Parameter konzentriert. Das Entscheidende aber, die KH, welche unter 1 sein soll, völlig vernachlässigt und nie gemessen! Und hier lag der Grund des Uebels: die Gelege sind wohl alle befruchtet worden und nicht verpilzt. Die KH war schlicht weg zu hoch. Erst als ich einen Laichkegel mit einem frischen Gelege einmal in ein Fass mit reinem Osmoswasser stellte, entwickelten sich die Eier. Da ist der Groschen bei mir gefallen. Seither funktioniert das bei mir wieder mit der Zucht. Der Leitwert, so habe ich gemerkt, darf bei mir nicht über 30mS sein. Denn wenn 33mS in etwa 1 KH entsprechen, dann stimmt das ganze ja.
Probiers doch mal aus!
Gruss Daniel