Die Ecke der Flosse bildet sich nicht zurück

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Die Ecke der Flosse bildet sich nicht zurück

Beitragvon Lumachetta » 24. Dez 2011 03:58

Hallo,

meine einzigen Fische sind nur Zwergbärblinge aber ich muss wohl :D richtig sein in Euerem Forum, weil ich mit meinen Googlesuchen (Diagnose, Ursachenforschung zu den Flosseneinschmelzungen und deren vernünftiger Behandlung) ständig hier lande. Ich will meine Boraras maculatus Dame heilen!

Diagnosehilfe:
Alter, Größe, Atemfrequenz, Beschreibung des betroffenen Tieres: Erwachsenes Weibchen im besten Alter, ca. 1 Jahr alt. Vor einem 1/2 Jahr, als ich es kaufte, war es ein junges Weibchen. Das Weibchen ist bei mir noch ein kleines bisschen gewachsen ( :D in allen Richtungen), es ist für ihre Art eine schöne, große (ca. fast 2,5 cm) Dame. Die Dame ist sehr sportlich und schwimmt oft sehr leidenschaftlich in der Strömung. Die Männchen mögen sie und in regelmäßigen Zeitabständen jagen sie bis sie dann laicht. Manchmal während der Paarung oder nach heftigen Wettbewerb mit ihrer Freundin (auch so eine gegen die größte Strömung schwimmende) atmet sie häufiger, als sonst. Aber das finde ich normal, ich würde sagen atemfrequenz normal.


Verhalten, Kot, Futteraufnahme, Farbe:
Normal. Es frisst mit Appetit. Es ist für ein Weibchen ihrer Art sehr gut und gleichmäßig gefärbt.


Beschreiben Sie das Problem des betroffenen Tieres: Paar Tage nach dem Kauf, als ich meine neuen Zwergbärblinge mit der Lupe prüfte, merkte ich, dass bei einem Fischlein die oberste Ecke der Schwanzflosse fehlte. Die Linie war damals gerade, schwarz, schräg. Als ob man dünner Kunststofftextilmaterial mit Flamme verbrennen würde. Die schwarze Linie war damals relativ scharf, als ob man die fehlende Ecke angeknickt und danach abgetrennt hätte.


Haben Sie es behandelt? Wie? Gab es in letzter Zeit andere Probleme? Welcher Art? Hat eine Behandlung statt gefunden? Wie?: Eine meiner Zwergbärblinge (ich glaube eine alte, nicht neugekaufte) hatte, ich glaube im August, einige Wochen nach dem einsetzten der neuen Zwergbärblinge, eine durchsichtige, runde Blase auf ihrem Unterkiefer bekommen. Das hat sich auch nicht geändert, obwohl ich ich ihm allein mehrmals täglich extra Vitamine und Knoblauch verabreicht habe. Im Becken habe ich seit immer bisschen Erlenzapfen und SMBB und das Aquarium war gut gepflegt, hatte stabile, gute Wasserwerte gehabt.

Ich konnte den Fisch mit der Blase nicht sanft, leicht fangen. (Ich hatte keine Übung. Mit dieser Pflanzeneinrichtung im Aquarium musste ich bis dahin nie einen Fisch fangen.) Nach langer Überlegung, habe ich dann das ganze Becken 1 Woche lang behandelt: Die Temperatur erhöht, aufgesalzen, mit Meeressalz, schön langsam 3 Tage lang und ordentliche Mengen, großer, halber Blatt SMBB und noch 10 Erlenzapfen ins Becken gelegt. Ich bin nicht einmal bis zu der geplanten Temperatur oder Salzmenge angekommen, die Blase ist plötzlich zusammengefallen und innerhalb von einem Tag völlig verschwunden. Die geplante Behandlung hatte ich jedoch, wie geplant durchgezogen. Ein Teil meiner Pflanzen hatten sämtliche Blätter abgeworfen und sind fast gestorben. Die Behandlung habe ich nicht wiederholt. Die Pflanzen haben sich danach, seit September sich bemüht sich zu erholen. Das ging aber sehr langsam. Gerade jetzt sind sie fast zu dem Zustand angekommen, wie sie vor der Behandlung waren.

Mir schien, dass die scharfe, schräge Linie dieser Flosse damals kurz nach der Salzbehandlung ein bisschen heller, so dunkel anthrazit geworden ist. Vielleicht habe ich mir das nur eingebildet. Ich habe sehr gehofft, dass auch ihre Flosse sich regeneriert.

Im Oktober und November haben wir andere, teilweise stressige Aktivitäten im Becken gehabt:
Erst hat sich rausgestellt, dass 9 aus den 12 neugekauften B. rasbora, Männchen sind und viele davon Reviere bildeten. Damen insgesamt habe ich nur 5 gehabt. Die Paarungen mit so vielen männlichen Teilnehmern, waren Zirkus pur. Außer der Paarung, durften sich die Fischdamen kaum bewegen, weil sie überall in irgendein Revier hereingeschwommen sind und wurden von dem jeweils zuständigen Männchen oft, auch brutal verjagt. Fast ein Monat hat gedauert bis ich nach und nach die überflüssigen Männchen, mit riesen Aktionen aus dem Becken herausfing.

Danach, ab November wäre das Leben zuckersüß in diesem Aquarium. Die Damen mögen die 2 übrig gebliebenen Männchen sehr. Die haben die 2 sich eigentlich ausgewählt. Die 2 Männchen sind sehr aktiv aber sehr nett. Jeden Tag wird ausgiebig gespielt und auch gemeinsam geschwommen. Nur unten im Moos schlüpfen ständig Zwergbärbling-Babies. Die werden zwar schnell entdeckt und vernascht von den Eltern aber ich will sie aus Versehen nicht eigenhändig aussaugen. Deswegen putze ich den Boden da nicht, wo ich sie gesichtet habe. Außerdem füttere ich seitdem ein bisschen häufiger.

Andere Behandlungen habe ich im Becken nie durchgeführt. Ich habe drei Rennschnecken im Becken, die mir sehr wichtig sind. Ich würde alle Alternativmethoden erst durchprobieren bevor ich Kupfer oder Antiwürmermittel einsetzen würde. Ich habe noch nie Medikament in meinen Becken benutzt.


Trat dieses Problem vorher schon mal auf?:
Nein.


Haben Sie es behandelt? Wie?:
Mit SMBB, Erlenzapfen, Salz, vitaminenreiches Futter, Knoblauchgranulate, siehe oben. Getrennt die Fischdame habe ich nicht behandelt.


Daten zu Ihrem Aquarium: (Größe, Einrichtungsgegenstände,Bepflanzung, Bodengrund, Wurzel, Düngung/Co2,etc.)
50 Liter, 3 Keramikröhrchen, je ein kleines Stück Mangrovenwurzel und Kalkstein, 1 Kokosnuss. Riesen-Busch-Süßwassertang, viele, ca. 120 Stück sehr kleine Moosbällchen (ursprünglich waren 7 mittlere Moosbälle, die hatte ich zerstückelt), Javamoos, 7xPogostemon helferi, 2xTigerlotus, 3xFroschbiss (ich glaube so nennt sich, große Schwimmpflanze mit runden Blättern), 2x(ich glaube Anubia, so mit festen, glatten, fast ovalen Blättern), 4 Stängel Papageienblatt, handvoll Riccia fluitians, wenig Wassernabel.


Angaben zur Filterung:
(Art und Größe des/der Filter(s), Liter pro Stunde, Filtermaterial) Aquaclear 30 Rucksackfilter mit Torf (die 1/2 gestern gegen neue Fasern ausgetauscht) und Kohlepellets (größteils paar Monate alt). Seit heute kam auch 1 Löffel Siporax, so Sera biofilter (gegen Silikat im Meerwasser mindestens) und 7 Stück so 6 mm Muschelgritt dazu.


(Wie / Wie oft wird der Filter gereinigt? Wie / Wie oft wird der Bodengrund gereinigt?) Angaben zu Wasserpflege:
Der Bodengrund wird regelmäßig und oft geputzt. Die 3 sehr großen Rennschnecken mulmen unheimlich viel und das sieht für mich unschön aus. Wöchentlich immer, aber eher alle 3 Tagen sauge ich den Boden an manchen Bereichen. Seit einiger Zeit sehr selektiv. In ca. 1/4-1/5 des Beckens meistens gar nicht. Den Filter? Na ja, den habe ich nie durchgeputzt. Er zieht sehr gut und deswegen fällt mir selten, sagen wir alle 2 Monate mal ein Teil des Torfes und vielleicht paar Kohlestückchen zu ersetzen. Viel mehr habe ich nicht getan. Ich dachte das wäre so in Ordnung.


(Zoohandlung, Zücher, etc.) Fischbesatz: Gab es einen Neukauf von Tieren? Wann? Woher?: Insgesamt 16 erwachsene und jugendliche Zwergbärblinge, 2 riesige und eine große Rennschnecken (Neritina sp.), paar, höchstens je 10 Stück Blasenschnecken und Turmdeckelschnecken (Thiara winteri).

Im Juli wollte ich 15 Boraras maculatus kaufen. Ich sah vorher immer, dass der gleiche Händler, von wem ich die erste Generation maculatus habe, davon immer reichlich hatte. Bei meinem Kauf hatte er nur einen kleinen Restbestand noch übrig. Ich habe also alle Boraras maculatus, die er hatte gekauft. Ein Fisch davon ist die Dame mit der fehlenden Flossenecke. Er sagte, der Züchter hält diese Fische im normal starken Wasser, mit PH wie das Leitungswasser. Er tat das auch so. Beide sind aus meiner Statt oder Region. Alle neuen Boraras fraßen und waren nicht auffällig krank, es gab keine Ausfälle nach dem Kauf. Nach der Salzbehandlung blühten aber viele aus den Neuen richtig voll auf. Ursprünglich provisorisch, im Oktober, habe ich 7 Boraras Männchen aus dieser zum letzt gekaufter Gruppe, in ein andres Becken herausselektiert. Danach suchte ich B. maculatus Damen, weil in diesem 50 Liter Aquarium nur 7 Zwergbärblinge blieben. Lange gesucht, nichts gefunden. Also habe ich vor ca. 1 1/2 Monaten 9 Stück teilweise sehr, sehr junge (viele nur 1,2-1,5 cm große, fast Babies) Boraras merah gekauft. Die wurden herzlich von der Gruppe aus dem 50-er voll adoptiert und die Kleinen sind inzwischen sehr schön gewachsen. Allen, überall, auch in der Männer WG geht es gut. Keine Ausfälle oder Krankheiten.


Welches Futter verfüttern Sie? Wie oft? Die Hauptmahlzeit ist morgens. Alle 2 Tage kommt, bei der Hauptmahlzeit eine Futtersorte aus den folgenden vor: geschälte Artemia (getrocknet), rote Mückenlarven (von mir bisschen zerkleinert, getrocknet), Rädeltierchen (getrocknet). Sehr gut angenommen nach dem Kauf der Neuen und deswegen immer noch sehr häufig bei uns im Programm ist eine Granulatsorte eigentlich für Meeresfische (nennt sich "Ultra Health" von fauna marin). Das kriegen sie nicht mehr pur, sondern ich stoße sie meistens im Mörser zusammen mit D-Allio Plus Granulat oder mit Mückenlarvenhafttablettenstückchen oder vielleicht auch mit ein paar Supervit Minigranulaten zusammen. Der Rest vom Futter ist Sache meiner Inspiration im Moment. Kühlschrank auf (ich esse selber sehr gerne Meeresfrüchte und bekomme auch selbstgefangene Fische.) oder Tiefkühltruhe auf (Bosmiden und "Marine Quartet") Ich tümpele nicht. Artemia, Hüpferlinge züchte ich selber selten. Lebendfutter im Zoogeschäft kaufe ich regelmäßig auch selten. Frisches und gefrorenes Futter ist nicht unbedingt unsere Sache, 70% davon wird schon aus dem Kühlschrank weggeschmissen oder abgesaugt und runtergespült. Hafties und Flocken mögen meine Fische auch nicht so. Nicht einmal Flocken aus Lachsfleisch fressen sie auf. Ich kaufe viel Futter, mehr um zum testen lassen mit meinen Fischlein. Wir haben sehr viel, sehr unterschiedliches Futter. Kommt eine neue Dose, Pakung, muss ich so Platz machen, dass ich eine alte, unbeliebte wegschmeiße.

Ah so! Meine 3 Rennschnecken fressen sehr viel. Sie bekommen von mir sogar mehr Zusatzfutter als die 16 Minifische. Die Fische bekommen nur ca. 3 Zahlstocherspitzen Trockenlarven bei der Hauptmahlzeit. Die Schnecken dagegen 6-7 Spirulinaflocken oder 6-8 Spirulinagranulate oder Garnelengranulate 1/4 Espressolöffel frische Algen oder 1/2 Brennesseltablette und sowas. Auch einmal täglich. Die von mir zugeteilte Rolle der Fische ist eigentlich nur die Spirulinaflocken von der Wasseroberfläche für die Schnecken herunter zu holen. Das tun sie sehr gerne und sehr schnell und kosten sie auch sehr gerne vor. Aber die sind extrem glücklich wenn sie beim gründeln ein von den Schnecken noch nicht entdecktes Granulat (insbesondere die für Garnelen, ich denke voll vegetarisch) entdecken. Das picken sie dann in der Gruppe ruck-zuck ganz auf.

Um von den Fischbabies sie abzulenken, bekommen sie in den letzten Monaten noch einmal am Tag 1-2 Zahnstocherspitzen pulvriges Futter. Abends wird oft trotzdem vor der Scheibe gebetelt. Wenn ich denen das abkaufe, d.h. die Bäuchlein wirklich nicht voll aussehen, dann lasse ich mir noch etwas einfallen, ewt. jage ich noch etwas in den anderen Becken, es gibt dann z.B. zerdrückte Schneckenbabies oder kleine weiße Würmchenstückchen.


Angaben zum Wasserwechsel: (Wie oft? Wieviel? Welche Temperatur hat das Wechselwasser?)
ca. 2 Liter alle 3 Tage. Zimmertemperatur.

Bereiten Sie Ihr Wasser auf?
(Osmosewasser,Easylife, Torf, etc.) Ja. Erst mit normalen (gegen Blei, Chlor, etc.) Wasseraufbereiter schon 1-3 Tag zuvor, wenn ich die Gießkanne mit Wasser fülle. Das immer. Ich benutze sehr gerne "Tropol". Regelmäßig. Bestimmt nach 2-3x Wasserwechseln ein paar Tröpfchen. Weil das auffällt, wenn das Wasser nicht mehr schön gelb ist, wie gewohnt. Und wenn frischere Erlenzapfen schon im Becken waren, dann kann nur der tropische Wasseraufbereiter fehlen! Gelegentlich benutze ich Nitrobakterien mit Mineralmilch. Nicht weil ich die Bakterien bräuchte, sondern, weil so schön auf der Flasche steht "mit wertvollen Mineralien" Sehr selten, eigentlich nur 3 Mal in dieses Becken, goß ich je 2 Liter destilliertes Wasser. Die Torffaser benutze ich nur im Filter.


Daten zum Wasser (Geruch,Farbe) Es riecht nicht. Ein kleines bisschen nur nach Pflanzen. Es ist schön glasklar und gelb. Selten gelb-bräunlich.


Wasserparameter des Aquariums. Ein Teil (ein paar mit 5 ml Proben) habe ich am 21.12. gemessen. Die PH-Messung musste ich mit 5 unterschiedlichen Methoden erneut und erneut messen. Das war ärgerlich! Dann habe ich aus dem Filtermaterial ausgetauscht, die Ecke mit den Fischebabies doch abgesaugt und 2 Liter destilliertes Wasser hereingekippt, dann habe ich am 22.12. die weiteren Werte und manche erneut gemessen. Ich war selber nicht begeistert! Hier sind sie:
Temperatur des Wassers: 25 Grad
Gesamthärte (GH): 14
Karbonathärte (KH): 4,5
Nitrit (No2-): 0,025
Nitrat (No3-): erst am 21.12. 80(!), gestern 50, jetzt 25
pH-Wert: erst 7,3 jetzt angeblich 6,8
Phosphatgehalt (PO4): 1,3
Silikatgehalt (SiO2): 15(!)
Eisengehalt (Fe): 0,06
Kupfer (Cu): 0
Kalzium (Ca): 100
Magnesium (Mg): 250
Schwebstoffe:

Wasserparameter des Wechselwassers
Temperatur des Wassers: 21
Leitungswasser, hier die Angaben von den Wasserwerken meiner Stadt:
Härtebereich 1,8-2,9
Gesamthärte* (°dH) 10,0-16,2
Blei (mg/l) <0,004
Nitrit (mg/l) <0,05
Nitrat (mg/l) 22-37
pH-Wert 7,5-8,2 auch selber gemessen 8
Calcium (mg/l) 54-76
Kalium (mg/l) 3,6-6,6
Magnesium (mg/l) 11-26
Mangan (mg/l) <0,005-0,007
Natrium (mg/l) 11,4-18


Wirklich gut bei der Interpretation dieser Werte bin ich nicht. Vielleicht habe ich Glück mit den Vorbereitungen für diesen Beitrag, hier im Forum. Ich hätte bestimmt auch kein Phosphatgehalt sonst gemessen! Übrigens, der Wert war vorgestern in der 7-Männer-WG viel höher, alarmierend hoch. Das mit dem Nitrat kann ich mir kaum verzeihen. Das Becken läuft seit lange, nach der Salzkur hatte ich oft geprüft ob die Nitatbakterien sich erholt haben und ich prüfe auch den pH-Wert oft, weil den muss ich selber künstlich bisschen senken aber dass die kaputten Pflanzen nicht so viel abbauen, wie früher, als ich mehrere Wasserwerte prüfte, daran habe ich nicht einmal gedacht!

Meine Zwergbärblinge sollten, genau wie Diskuse, Fische für saueres Wasser sein. Gut, die maculatus, also auch die Dame mit der Flosseinschmelzung, sind deutsche Nachzuchten (woher die Baby-merahs kommen, das weiß ich nicht mit Sicherheit). Was pH und Härte angeht, da kann ich wirklich nur einen Kompromiss anbieten, was meinen Rennschnecken-Veteranen und den Minifischen auch passt. Aber sonst würde ich alles tun, damit es allen gut geht!

Ich bedanke mich, dass ihr diesen langen Beitrag durchgelesen habt! Aber ich brauche euere Meiningen auch! Weil in dem Fall meiner Fischdame reimt sich für mich nichts zusammen. Das Wasser wo sie das bekommen hat, kann ich nicht prüfen. Eine bakterielle Krankheit ist diese eher nicht. Ich benutze fast immer Leitungswasser. Wegen Mineralienmangel würde die Flossenverschmelzung hier höchstwahrscheinlich nicht anfangen. Aber warum heilt sie nicht?

Die schräge, gerade Linie aus August - September (ich habe leider keine Bilder) hat sich jetzt im November - Dezember geändert. Leider kann ich nicht sagen kann ob ihre Schwanzflosse jetzt besser oder schlechter geworden ist! Der Rest ist gleich geblieben aber ich meine insbesondere den nächsten Flossenstrahl nach der geraden Linie. Ist der auch jetzt, frisch angegriffen oder ist länger gewachsen und deswegen reiht sich das schwarze Ende in die ehemalige schräge, schwarze Linie nicht mehr? Wäre in der Heilung, wäre das Ende nicht verschmolzen oder?
Flosse_01.jpg
Flosse_02.jpg


Hat jemand schon Flossenverschmelzungen geheilt? Ist der Rand auch während der Heilung schwarz? Was fehlt ihr? Wie lange dauert das? Bitte schreibt mir alles was Euch einfällt!
Lumachetta
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Re: Die Ecke der Flosse bildet sich nicht zurück

Beitragvon Robert B » 28. Dez 2011 12:16

Hallo,

leider hat dir ja immer noch niemand geantwortet, obwohl man anhand deines ausführlichen Beitrages sehen kann, dass dir deine Fische sehr am Herzen liegen.

Ich kenne mich mit dieser Art leider überhaupt nicht aus, aber vielleicht helfen dir ein paar allgemeine Aussagen weiter. Ich denke es gibt drei Möglichkeiten für die Flossendeformation: 1) mechanische Verletzung 2) Flosseneinschmelzung durch Mineralienmangel 3) Bakterieller Befall.
Für mich sieht das am ehesten nach einer mechanischen Verletzung aus, allerdings sollte die Flosse dann schnell wieder nachwachsen, was sie offensichtlich nicht tut. Von daher wird wohl auch einer der anderen Punkte mit im Spiel sein.

Behandeln im Becken würde ich auf keinen Fall. Falls du überhaupt behandeln willst, ich würde das nicht machen, dann setz den Fisch extra zur Behandlung.

Die folgenden Punkte würde ich an deiner Stelle ändern:
1) Aktivkohle. A-Kohle gehört nicht dauerhaft ins Becken. Sie kann bestimmte Spurenelemente binden was zu einem Mangel führen könnte. Außerdem könnten sich bestimmte Stoffe die sie gebunden hat auch wieder zurücklösen. Ich würde sie ganz rausnehmen!
2) Wasserhärte und pH-Wert. Ich denke die Werte könnte ruhig etwas niedriger sein. Ich würde dir raten als erstes den Kalkstein und das Muschelgritt raushzunehmen. Dann mit Torf und evt. etwas destiliertem Wasser die Werte langsam etwas weiter runterzudrücken.
3) Torf. Frischer Torf hat viele positive Wirkungen, hinsichtlich Härte- pH-Wert und Keimzahlsenkung. Im Dauereinsatz im Filter hat er aber leider auch negative Wirkungen. Ich würde nicht länger als eine Woche im Filter lassen und dann gegen eine kleine Menge frischen Torf austauschen. Die Menge solltest du so dosieren, dass die KH nicht unter 2 fällt und auch der CO2-Gehalt nicht zu stark steigt. Messen!
4) Es kann schon mal sein dass das Leitungswasser nicht alle Mineralien im optimalen Verhältnis enthält. Evt. würde ein guter Spurenelementdünger für Pflanzen (z.B. EL Profito) oder auch der Zusatz einer kleinen Menge eines Diskusmineralsalzes (z.B. von Sera) helfen.

Viel Erfolg!

Gruß,
Robert
Robert B
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