Werd mich einmal vorstellen, da ich dies bei meinen ersten beiden einträgen verabsäumt habe.
ich heiße marko, bin 24 jahre alt und wohne in wien. schon seit ich laufen kann hab ich mein eigenes aquarium, aus dem dann nach und nach immer mehr und immer größere becken wurden. mittlerweile habe ich ein 45 liter becken (endlers guppys und garnelen), ein 116 liter quarantäne/evtl. zuchtbecken und mein prachtstück: ein 672 liter gesellschaftsbecken mit diskus.
als diskushalter bin ich noch sehr unerfahren, da ich mir diese wunderschönen tiere erst vor knapp 2 monaten zugelegt habe. bevor ich mir die tiere kaufte habe ich mich natürlich bei euch und auch auf diversen anderen seiten fleißig eingelesen.
trotz gründlicher recherche und erfahrung in der aquaristik bereiten mir meine scheiben probleme.
nach längerer wartezeit, versuchen mit temperaturerhöhung, salz+semandelbaumblätter und kontrolle aller schwachstellen (wasserwerte, verschmutzung der filter, faulender kies, faulende wurzeln, qualität des frostfutters, sauerstoffversorgung, co2-überversorgung, usw.) war ich überzeugt ich hätte es mit parasiten, viren oder bakterien zu tun.
die symptome waren erhöhte atmung (120/min), scheuern an blättern und wurzeln, "husten" und wie wild durchs becken flitzen. teilweise waren manche tiere auch dunkel gefärbt und etwas benommen, dieser zustand wechselte jedoch andauernd.
letztendlich hab ich mich dafür entschieden, die tiere denen es am schlechtesten ging bei einer fischtierärztin (www.fischtierarzt.at) untersuchen zu lassen.
ich brachte 3 lebende diskus, 1 verstorbenen (tiefgefroren) und wasserproben von allen becken zur ärztin.
sie nahm, nachdem sie die 3 narkotisierte, einem hautabstrich vor und entnahm ein wenig kiemenmaterial welches sie dann unter dem mikroskop begutachtete.
es wurde sofort ein schwerer befall mit kiemen- und hautsaugwürmern festgestellt (leider eierlegende und lebendgebärende).
die obduktion des toten fisches hingegen ergab nur nierenkonkremente und eine stakre unterernährung (wahrscheinlich durch den starken befall mit schwächeparasiten und die daraus resultierende fressunlust).
die wasserproben waren einwandfrei:
KH: 7°
GH: 8°
NO2: 0 mg/l
NO3: 1 mg/l
pH: 6,8
PO4: 0 mg/l
sie riet mir zu einer behandlung mit formalin oder praziquantel.
aufgrund des besatzes (metallpanzerwelse, blauer antennenwels, dornaugen, neon, glühlichtsalmler, rotmaulsalmler und natürlich diskus) haben wir uns dann aber doch schlussendlich für praziquantel entschieden.
als medikament habe ich von der firma jbl gyrodol bestellt und werde es in angegebener dosierung in allen becken einsetzen. werde 3 behandlungen in einem abstand von jeweils einer woche durchführen und peinlichst genau wasserwechseln. natürlich werde ich auch vor dem einsatz von dem medikament das wasser etwas aufhärten (obwohl dem kunden eine kh-unabhängigkeit bei der neuen formel von gyrodol versichert wird).
habe vor das gyorodol in einem 20 liter kübel zu lösen und mit einem dünnen schlauch (lufschlauch) direkt über dem filterauslauf langsam einzulassen.
nach der 3. behandlung werde ich 3 tiere meines hoffentlich noch vollzähligen besatzes erneut untersuchen lassen.
uv-entkeimer werde ich natürlich während der behandlung deaktivieren und erst nach der behandlung wieder einsetzen.
wollte euch nach eurer expertenmeinung fragen, ob ich richtig gehandelt habe und auch richtig behandle!
vielen dank gleich einmal vorab.
lg
marko



