durch die Schwefel-Mineralsäure die bei der Autotrophen- Denitrifikation entsteht, kommt es zu einer sanften Kalkausfällung (Endkarbonisierung genannt). Ich konnte bei der schwachen Enthärtung feststellen, dass das Pflanzenwachstum positiv beeinflust wird. Sicherlich spielt eine Erhöhung des Sulfatwertes im Aquariumwasser auch eine große Rolle ! Auch eine sanfte Abgabe an CO2 begünstigt den Pflanzenwuchs. Ich nehme an, dass im Meerwasser aufgrund der hohen KH-Pufferkapazität mehr CO2 produziert wird. Durch das Vermischen des Schwefelsubstrates mit hochporösem Keramikschaum habe ich eine sehr große Oberfläche für heterotrophe Bakterien und vor allem für phosphatspeichernden Bakterien geschaffen. Das war eigentlich der Durchbruch, denn in nitratarmen Gewässern kann eine sehr gut funktionierende Phosphatelimination stattfinden. Es kann aber nur dann reibungslos funktionieren, wenn ein ständiger Wechsel von sauerstofffrei- sauerstoffarm stattfindet (Phosphatatmung).
Vor dem Einsatz des Filters ist der Phosphatgehalt um mehr als 70% höher gelegen, heute liegt der PO4 Gehalt bei ~ 0,5-0,7 ml/l.
Den Reaktor habe ich bewußt proporzional gesehen sehr schmal gebaut, denn so kann eine Pumpe engesetzt werden die nur sehr wenig Energie verbraucht, und trotzdem eine homogene Umwälzung erzeugt. Eine Umwälzung ist nötig, denn durch das Aufstromverfahren werden die entstehenden Stickstoffblasen schneller an die Oberfläche des Reaktors getrieben.
Der Filter hat ein Gesamtvolumen von ~17 Liter, das reicht für eine Anlage bis zu 3000l. Die Besatzdichte muß natürlich mit berücksichtigt werden. Gereinigt wird der Filter nur gelegentlich (je nach Besatzdichte) ich will nicht übertreiben aber maximal zwei mal im Jahr. Um Messfehler zu vermeiden muß die Redoxelektrode einmal im Monat gesäubert werden.
Gruß,
Oswald




