Autotrophe Denitrifikation

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Beitragvon Diskus4ever » 30. Mai 2006 16:14

Hallo Jörg!

Soweit ich weiß bedeutet "autotroph" selbsternärend! Die Bakterien ernären sich vom Schwefel, es muss also nicht wie z.B bei Deniballs o.Ä. mit z.B Essigsäure gearbeitet werden.....das wollte ich nur bestätigt haben, auch ist mir bekannt, das Schwefelfilter aus MW-Aquaristik stammen :shock: :wink:

Warum man das nicht behaupten kann, habe ich ja schon oben beschrieben! Ich weiß nicht ob dir die Wassermasse die dieser Filter zu "klären" hat oder der Nitratgehalt in Oswalds Anlage bekannt ist, jedoch kann man das nicht pauschalisieren...meine Meinung! :)
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Viele Grüße
Jonathan


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Beitragvon jgottwald » 30. Mai 2006 16:31

Hallo Jonathan!
neben mir steht jemand der diesen Filter (Aqua Medic 1000 mit Aqualite und Schwefel) bei Redox -250 im Meerwasser im Einsatz hat. In den Filter gehen KH 8 rein und kommt unter KH 6 raus. Deswegen schaltet man dort einen KH Nachfilter mit Muschelgrus nach. Da fast Nitrat im Meerwasser vorhanden ist, fällt die Reaktion im Süsswasser bei wesentlich mehr Nitrat höher aus.
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Beitragvon Diskus4ever » 30. Mai 2006 17:14

Hallo Jörg!

Du beschreibst hier die Funktionsweise eines Nitratfilters eines individuellen Meerwasserbeckens mit völlig anderen Gegebenheiten wie z.B. die Wasserbeschaffenheit, das ist keine Pauschalisierung!
Es ist doch natürlich ein Unterschied ob ich einen solchen Filter, mit identischen Rahmenbedingungen an einem 200l Becken oder einem 2000l Becken benutze, erdenklich sind auch die unterschiedlichen Wasserwerte, deshalb ja meine Fragen, auf die du leider nicht eingegangen bist :cry:
Viele Grüße
Jonathan


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Beitragvon jgottwald » 30. Mai 2006 17:46

Hallo Jonathan !
warum gibt es wohl verschieden große Nitratfilter? Man kann pauschal sagen, das das Ausgangswasser immer eine niedrigere KH wie das Eingangswasser hat. Je mehr Nitrat desto größer die Spanne, das ist die Regel. Die Funktion eines solches Filters ist in Meer und Süsswasser im groben gleich. Eigentlich sind diese Filter aus dem Meerwasserbereich in den Süsswasserbereich gekommen.
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Beitragvon Diskus4ever » 30. Mai 2006 19:24

Hallo Jörg!

Ich denke wir reden hier ein wenig an uns vorbei!
Deine Aussagen:
ich denke aber, das dein Aqaurienwasser aufgrund des Nitratfilters eine wesentlich niedrigere KH Härte aufweist


warum kann man das nicht behaupten?


Man kann pauschal sagen, das das Ausgangswasser immer eine niedrigere KH wie das Eingangswasser hat.


Stimmt, das kann man pauschal sagen, aber nicht das Oswald in seiner Anlage eine wesentlich niedrigere KH hat, worauf sich meine Aussagen ja alle beziehen! Wie gesagt muss man dazu ja Leistung des Nitratfilters und das zu "klärende" Wasservolumen mit einberechnen, und nur das habe ich gesagt.... :!: :wink:


warum wohl gibt es verschieden große Nitratfilter?


...eben :wink:

Eigentlich sind diese Filter aus dem Meerwasserbereich in den Süsswasserbereich gekommen.


..siehe vorletzten Beitrag....

:)
Viele Grüße
Jonathan


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Beitragvon jgottwald » 30. Mai 2006 19:46

Hallo Jonathan!
ich denke das wir deswegen aneinander vorbeireden, da du das Prinzip eines biologischen Nitratfilters auf Schwefelbasis noch nicht verstanden hast.
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Beitragvon Oswald » 30. Mai 2006 21:35

Hallo zusammen,

als ich mich vor ca. fünf Jahren mit der Autotropen Denitrifikation beschäftigt habe, war es leider nicht möglich, Informationen über das damals neue Wasserbehandlungsverfahren zu bekommen. Die damaligen Pioniere aus der Meerwasseraquaristik die die Nitrateliminierungsmethode angewendet haben, haben es mir abgeraten hochprozentigen Schwefel in der Diskushaltung zu verwenden. Die Gründe waren sehr verschieden z.B zu schneller KH-GH Abbau, zu schnelle Senkung des Säuregrades, Bakterienstämme....
Es ist mir auch bekannt gewesen, dass einigen Meerwasseraquarianern das teuer besetzte Aquarium umgekippt ist. Trotzdem habe ich mich gewagt, den Filter einzusetzen und selber Erfahrungen zu sammeln.
Erst nach vielen Misserfolgen und Umänderungen des Reaktors und natürlich des Besiedlungssubstrates ist es mir dauerhaft gelungen, den D-Reaktor in der Diskusaufzuchtanlage dauerhaft einzusetzen. Heute laufen zwei Säulen die nach dem selbem Prinzip aufgebaut sind. Die Abbauleistung ist schon beeindrukend der 17 l D-Reaktor schafft heute teilweise mehr als 600l am Tag, ohne dass eine Verschleimung wie bei einem heterotrophen Denitrifikationsfilter eintritt; und das über viele Monate !
Bei einer zuverlässigen Redoxregelung läuft der Filter wie am Schnürchen
und benötigt kaum Wartung.

Wasserwerte des Aquarimwassers (heute gemessen) :

NO3 = ~15mg/l
Nitrit =0,0mg/l
KH =10mg/l
GH =13ml/l
KH =10ml/l
PH =7,3
Redox = +140MV
Wasserte des Ausgangswasses meines Autotrophen D - Reaktors (heute gemessen) :

NO3 =0,0mg/l
Nitrit =0,0mg/l
GH =11mg/l
KH =9mg/l
PH =6,7
Redox =-100MV


Gruß,

Oswald
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Beitragvon Oswald » 30. Mai 2006 21:46

Hallo,

unten auf dem Bild ist mein zweiter D- Filter zu erkennen. Auch der kleiner Filter arbeitet nach dem selben Prenzip.

Gruß,

Oswald
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Beitragvon Oswald » 30. Mai 2006 22:01

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Beitragvon Oswald » 30. Mai 2006 23:05

Hallo Jörg,

das ist aber etwas Neues :idea: ab -170mv wird von einem Denitrifikationsfilter Schwefelwasserstoff produzier,t egal ob das Auto- oder Heterotroper Filter ist! Es ist abzuwarten; denn bei einem Redox-Wert von -250 mv ist der Weg das sensible Meerwasser - Ökosystem zu zerstören sehr kurz. Auch die KH ist sehr niedrig für ein Meerwasseraquarium???

Gruß,

Oswald
Zuletzt geändert von Oswald am 31. Mai 2006 05:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Oswald » 31. Mai 2006 05:13

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Beitragvon jgottwald » 31. Mai 2006 10:18

Hallo Oswald!
der stand neben mir und hat mir die Werte so genannt. Wie bereits gschrieben, verwendet er einen Aqua Medic 1000 gefüllt mit Aqualite/Schwefel und das ganze wird über Redox gesteuert. Bei -250 geht die Dosierpumpe an und erhöht durch Zugabe von Frischwasser den Redoxwert.
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Beitragvon Diskus4ever » 31. Mai 2006 11:10

Hallo zusammen!

@Jörg:

Hallo Jonathan!
ich denke das wir deswegen aneinander vorbeireden, da du das Prinzip eines biologischen Nitratfilters auf Schwefelbasis noch nicht verstanden hast.
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..dann klär mich doch mal bitte auf und argumentiere mal! Du gehst weder auf meine Fragen ein, noch begründest du deine Aussagen! Was verstehe ich denn deiner Meinung nach nicht? :?


Mich würde auch interessieren wie derjenige, der neben dir steht/stand bei einem Redoxwert von -250mV die Dosierpumpe, für Frischwasser, ansteuert! Ich behaupte einmal aufgeschnappt zu haben das der Idealwert bei + 40mV liegt.... wie Oswald bereits sagte besteht unter ca. -180mV die Gefahr der "Produktion" von Schwefelwasserstoff :!:
Viele Grüße
Jonathan


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Beitragvon jgottwald » 31. Mai 2006 11:39

Hallo Jonathan !
der Abbau von Nitrat kann nur anerob stattfinden, also mit minus Redox-Werten. Ein Nitratfilter veratmet den Nitrat anerob Mithilfe von Kohlenhydrahten oder in diesem Fall Schwefel. Jeder Nitratfilter arbeitet allerdings zum Teil aerob, d.h. ein Teil der Bakterien baut erst den Sauer-
stoff im Wasser ab, bis das Wasser fast keinen Sauerstoff mehr erhält. Kommt nun frisches sauerstoffreiches Wasser in den Filter erhöht sich der Redoxwert in Richtung plus. Liegt der Wert zu niedrig , ja auch Bakterien brauchen was zu Leben.
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Beitragvon Robert B » 31. Mai 2006 13:55

Hallo Oswald, hallo Michael,

enthalten eure Nitratfilter bzw. ein Bypass auch Kalkgestein? Wenn ja, was genau und zu welchem Anteil?

Habt ihr eine Erklärung, wieso auch die GH sinkt? Ich könnte mir das a) durch Einlagerung in die Bakterienmasse, oder b) durch Ausfällung von Calciumsulfat entweder am Schwefelsubstrat oder durch Reaktion mit dem Kalk??? erklären.

Wie verhält sich die Leitfähigkeit und der Phosphatgehalt. Sinken die auch im Filterauslauf?


Oswald, wie lange hast du Filter in der Art schon in Betrieb? Wie lange ist bei dir die Standzeit bis der Filter gereinigt wird - so lange wie das Substrat vorhält, also mehrere Jahre?
Viele Grüße,
Robert
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