Aufhärtefilter/Gardena Bewässerungsautomat

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Aufhärtefilter/Gardena Bewässerungsautomat

Beitragvon Erwin » 21. Feb 2004 20:02

Hallo zusammen,<br><br>ich bin am überlegen das Osmosewasser über einen Aufhärtefilter zu leiten - was haltet Ihr davon und wer hat damit Erfahrung? Funktioniert das dauerhaft? Ist Muschelgruss geeignet?<br><br>Beckendaten: 600 Liter Durchlaufbecken nur mit Osmose. Bisher wird täglich ca 75 Liter Osmosewasser tropfenweise zugeführt und jeden zweiten Tag eine geringe Menge Aufhärtesalz. Kh 1.0 - 1,5    <br><br>MfG<br>Erwin  
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Re: Aufhärtefilter

Beitragvon Markus » 21. Feb 2004 23:52

Hallo Erwin,<br><br>warum lässt Du nicht einfach auch Leitungswasser tropfenweise zulaufen. Über das Verhältnis der Zulaufmengen kannst Du dann die Wasserwerte in relativ engen Grenzen einstellen. Natürlich kannst Du auch über eine Zeitschaltuhr und ein 3/2 Wegeventil das Konzentrat der Osmose zuführen.<br>Aus Muschelgruss wird m.E. zu wenig herausgelöst, ist aber sicher eine Frage der Dimensionierung. Allerdings glaube ich nicht, dass die herausgelösten Salze eine wirklich sinnvolle Ionenverteilung gibt, käme aber auf einen Versuch an.<br>Es gibt auch Inline-Aufhärtekartuschen, jedoch weiss ich nicht, wie die Zusammensetzung dabei aussieht.<br>Wenn das Leitungswasser ok ist, würde ich den Zulauf von Leitungswasser am sinnvollsten ansehen.<br><br>Viele Wege führen nach Rom...<br><br>Schöne Grüsse<br>Markus
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Re: Aufhärtefilter

Beitragvon Willy » 22. Feb 2004 10:03

Hallo Erwin,<br>ich kann Markus nur beipflichten. Ich halte Leitungswasser für unersetzlich. Leider wohne ich in einer Wohnung, in der das Wasser aus einem Brunnen kommt. Das Wasser hat zwar kein NO2, ist aber sehr hart und hat einen hohen PH Wert. Deshalb verschneide ich es stark mit VE Wasser (besser umgekehrt, da das VE Wasser mit Abstand den grösseren Anteil hat). Allerdings haben meine Fische, wenn das Wasser zu weich wird Löcher. Wenn ich mit dem LW dann höher gehe, hört das sofort auf. Das hat sich mit Mineralsalz auch nicht verbessert. Eventuell würde es mit Vitaminen besser gehen. Aber da es mit mehr Leitungswasser auch funtioniert, bin ich zufrieden.<br>Gruß<br>Willy
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Re: Aufhärtefilter

Beitragvon Rudi » 22. Feb 2004 14:55

Hallo,<br>ich bin nicht der Meinung, dass man Osmosewasser mit Leitungswasser aufhärtet. Da steh ich nicht alleine mit meiner Ansicht. Immerhin trennt man mit viel Verlusten die Schadstoffe, die Karbonate kurzum die Bestandteile einer nicht im gesunden Ionenverhältnis stehenden Wässer heraus um sie dann wieder zu zumischen.  Wenn man schon die Kosten auf sich nicmmt und über eine UO-Anlage filtert dann sollte man auch noch soviel übrig haben um mit einem guten Aufhärtungssalz ein annäherd natürliches Ionenverhältnis zu schaffen. Leitungswässer kann man nicht in seiner Zusammensetzung nachvollziehen. Angaben von den Wasserwerken sind aus meiner Sicht nicht zufrieden stellend. Um alle Unreinheiten heraus zufiltern würde die Kapazität einer durchschnittlichen Wasserwereks sprengen. Diese bleiben drin und werden durch das bestehende Verbundsüsthem mit anderen Wässern verdünnt. Trotzdem sind sie vorhanden. <br>Gruß<br>Rudi
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Re: Aufhärtefilter

Beitragvon Markus » 22. Feb 2004 22:38

Hallo Rudi,<br><br>
Immerhin trennt man mit viel Verlusten die Schadstoffe, die Karbonate kurzum die Bestandteile einer nicht im gesunden Ionenverhältnis stehenden Wässer heraus um sie dann wieder zu zumischen.
<br>Das kann man so nicht sagen. Es kommt darauf an, welches Ausgangswasser man hat. Wenn es dem natürlichen Wässerchen zwar nicht in Konzentration, aber in Zusammensetzung annähernd gleich ist, dann ist das schon ok, wenn man davon ausgeht, dass die UO-Anlage jeden Stoff gleich herunterverdünnt, was sie aber leider nicht ganz tut. Aber das spielt auch bei Aufhärtesalzen mit rein.<br>Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Aufhärtesalze auch nicht immer ideal sind, vor allem abhängig vom Produkt.<br>Es gibt nur wenige Produkte, denen ich Vertrauen schenke, einige sind nur aus ein paar chemischen Grundelementen zusammengestellt und daher wesentlich ungeeigneter als die meisten Leitungswässer.<br>Das Zudosieren von Aufhärtesalzen ist auch vom Handling her nicht so einfach wie das Zudosieren von Leitungswasser, sofern man eine Anlage mit Überlauf hat, wie Erwin.<br>Daher muss eigentlich jeder für sich den besten Weg finden.<br>In vielen Fällen ist aber der preiswerteste Weg auch der Beste, nämlich mit dem Verschneiden mit Leitungswasser, evtl. verbunden mit Torf und/oder Aktivkohle, wenn nötig.<br><br>Aber jedem das Seine...<br><br>Schöne Grüsse<br>Markus
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Re: Aufhärtefilter

Beitragvon Rudi » 23. Feb 2004 22:09

Hallo Markus,<br>ich meine, die meisten Leitungswässer entsprechen nicht dem natürlichen Ionenverhältnis. Dazu kommen die Belastungen aus der Landwirtschaft, der Industrie und dem Schadstoffeinfluss durch die Atmosphäre. Die UO filter diese Stoffe bis zu 98 % heraus. Wer kennt schon die ganz genauen Inhaltstoffe im Ltg.-Wasser. Wenn ich dann wieder mit der gleichen Jauche verschneide hab ich doch nicht den Stein der Weisen gefunden. Unser Wasser ist zwar das am intensievsten kontrollierte lebensmittel in Deutschland aber mit der Einschränkung, dass Grenzwerte nicht überschritten werden. Für uns Menschen unbedenkliche Konzentrationen, aber für die Fische? Ich verwende schon seit ich mich mit Diskus befasse, Mineralsalt von Sera. Untergasser hat es zusammen mit sera entwickelt. Sicher nicht das "Non plus ultra" aber für die Tiere gut vertäglich. Dagegen kann man viele Aufhärtungssalze setzen die Ihre eigentliche Aufgabe nicht erfüllen, die nur ein zusätzliches Anreichern von bestimmten Stoffen bewirken.<br>Ich meine, dass bei einer Aufhärtung mit Mineralsalt der Einsatz eines Leitwertmessers einen Sinn macht. Bei Leitungswasser ist es doch ziemlich fraglich. Denn rechnerisch kommt man fast nie auf ein befriedigendes Ergebnis. Meist ist der Leitwert viel höher als die GH wenn man ihn durch 30 bzw. 33 teilt.<br>Gruß <br>Rudi
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Re: Aufhärtefilter

Beitragvon Markus » 25. Feb 2004 14:37

Hallo Rudi,<br><br>
ich meine, die meisten Leitungswässer entsprechen nicht dem natürlichen Ionenverhältnis.
<br>Richtig. Aber was meinst Du jetzt mit natürlichem Ionenverhältnis? Ist es das Standardionenverhältnis?<br>Das natürliche Ionenverhältnis von Diskusfischen weicht vom Standardionenverhältnis auch ab, da dort verhältnismässig weniger Karbonate vorhanden sind, als beim sogenannten Standardionenverhältnis. Das von Dir angesprochene Mineralsalz ist aber meines Wissens nach Standardionenverhältnis zusammengesetzt und weicht daher vom natürlichen Verhältnis ab. M.E. spielt es auch keine grosse Rolle, da die Osmose auch nicht prozentual gleich viel herausholt (siehe Silikate, die nur zu 85 % herausgeholt werden). Insofern würde ich an Deiner Stelle auch über Vollentsalzer fahren, wenn Du es mit den Ionenverhältnissen so eng siehst.<br>Schlussendlich muss man das ganze sowieso noch z.B. über Torffilterung in die richtige Richtung bringen, wenn man naturnahe Wässer herstellen möchte.<br>Ich gebe Dir insofern recht, dass man mit dem von Dir angegebenen Aufhärtesalz in Verbingung mit gutem Torf ein sehr gutes Wasser herstellen kann. Aber es geht auch mit sehr vielen Leitungswässern. Speziell als Züchter wird man den Aufwand mit dem Aufhärtesalz nicht machen, wenn man in der Zucht/Aufzucht keine Unterschiede feststellen kann.<br><br>Wer aber Probleme hat, der sollte andere Wege gehen.<br><br>Schönen Gruss<br>Markus
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Re: Aufhärtefilter/Gardena Bewässerungsautomat

Beitragvon Erwin » 7. Mai 2004 18:42

Hallo zusammen,<br><br>und vielen Dank für Eure Anregungen.<br><br>Seit 2 Wochen führe ich nun mit einem Gardena- Bewässerungssystem  zusätzlich zum Osmosewasser auch Leitungswasser tropfenweise zu. Der Anteil des Leitungswassers beträgt dabei 15%, so dass ich einen Leitwert von 90, einer Kh um 1 und einer Gh von 1,5 erreiche.<br>Ebenfalls habe ich mit einer zweiten Gardena Bewässerungsuhr eine automatische Osmoseanlagenspülung installiert.<br>Ich benutze also zwei, voneinander unabhängige Bewässerungsuhren (WT1030), sowie das Micro-Drip-System mit Basisgerät 1000 zur Druckminderung und einen druckregulierenden Endtropfer 2l/h.<br><br>Zur Zeit überwache ich das System regelmässig auf einwandfreie Funktion. Auch sind eventuelle Leckagen besonders abgesichert bzw. steht alles in einer Badewanne.<br>(keine Angst, duschen kann ich trotzdem :)) <br>Da die Gardena-Bewässerungsuhren ausdrücklich nicht in Innenräumen zugelassen sind hätte ich noch eine Frage.<br><br>Welche Zuverlässigkeit bieten diese Bewässerungsuhren?<br>Ist man während einer längeren Abwesenheit (Urlaub o.ä.)<br>vor Überraschungen sicher?<br><br>MfG<br>Erwin
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