Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon @mazonas » 17. Aug 2009 11:08

Hallo Robert,
mit dem Abschalten deiner CO2 Anlage hast du wohl deinen Pflanzen den wichtigsten Dünger endzogen!!!!
Die Hälfte der Trockensubstanz einer Pflanze besteht aus Kohlenstoff. Durch das Abschalten wird genau dieser deinen Pflanzen nicht mehr in ausreichender Menge zur verfügung gestellt. Desweiteren finde ich eine CO2 Anlage nicht nur gut zur Versorgung mit CO2 sondern auch zur Überwachung deines pH Wertes.
Ohne ausreichend Dünger und Licht kannst du ein Pflanzenbecken vergessen. Am besten schaffst du gleichbleibende, gute Bedingungen (WW 50%/Woche, Düngeplan). Oder überlegst dir was ohne Pflanzen.
Wenn du Osmosewasser verwendest solltest du Mineralstoffe wieder zuführen.
Gruß Holger
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Beitragvon Robert B » 17. Aug 2009 18:24

Hallo Holger,

meine Pflanzen wachsen ausgezeichnet. :D

Aber ich denke du meinst Tristan?
Viele Grüße,
Robert
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon Albert Einstein » 17. Aug 2009 19:31

Guten Abend allerseits,
also wie ich das eurer Empfehlung entnehme, sollte ich umgehend meine Co²-Anlage wieder anschließen... (Hab sie jetzt zum füllen gebracht)
Gibt es sonst noch irgend was, was ich tun kann???
Ich hab nicht gerade das Gefühl, dass die Algen weniger werden... im Gegenteil meine Rückwand ist auch schon voll :cry:
Ich bin echt bald bereit zu chemiekeule zu greifen, weil ich kein anderen Ausweg mehr weiß...

Würde es was bringen, wenn ich das Licht sagen wir mal eine Woche komplett abschalte... oder schädigt das die Pflanzen mehr wie die Algen?
Zudem hab ich jetzt erlichgesagt schiss, wenn ich die Co²-Anlage wieder ans Netzt anschließe, dass das Algenwachstum explodiert, weil die ohnehin geschwächten Pflanzen (durchs umsetzten und Wurzelstutzen) dem Algenwachstum nichts entgegensetzen können, da sie von oben bis unten befallen sind! Die befallenden Blätter kann ich nicht mehr entfernen... Die Pflanzen haben kaum noch Blätter die ich ihnen abschneiden könnte...

Wenn die Anlage wieder ans Netz geht, wie viel Bläschen sollten denn da pro Minute ins (300 l) Becken eingespeist werden?!

Gruß
Tristan
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon @mazonas » 17. Aug 2009 23:38

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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon schnecken-maike » 18. Aug 2009 09:32

Hallo Tristan,

wenn du eine zweites Becken hast, kannst du die Pflanzen auch zwischenzeitlich wo anders unterbringen, wenn du eine Dunkelkur machen willst. Wenn nicht, kannst du das Risiko eingehen und hoffen, dass die Pflanzen das mitmachen.
Von Chemikalien rate ich dir ab. Die wirksamen Mittel enthalten entweder Herbizide oder Kupfer. Beides schadet dem biologischen Gleichgewicht sehr.
Kohlendioxid ist eigentlich kein begrenzender Faktor für Algenwuchs.
Du kannst aber auch versuchen neue und mehr Pflanzen ein zu setzen. Wenn etwa 50 bis 80 % der Bodenfläche bepflanzt sind, sind in der Regel soviele Pflanzen im Becken, dass Algen keine Chance haben.

Liebe Grüße Maike
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon Bananenbier » 18. Aug 2009 12:19

Hi Tristan,

Ich hatte oder habe ja auch immer noch ein paar problemchen mit Algen, aber wenn ich dir einen Tipp geben darf , setz einfach ohne ende schnellwachsende Pflanzen (zb: Hornkraut) ein. Somit nehmen die Pflanzen die im Wasser enthaltenden Nährstoffe auf und die Algen haben keine mehr.
Das habe ich bei mir auch vor einer Woche gemacht und siehe da, wenn es so weiter geht, bin ich alle Algen in 1-2 Wochen los.

Liebe Grüße Nils
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon wuehler » 23. Aug 2009 19:04

Hi,

sorry, ich habe nicht alles gelesen!

Aber nur eins: Wasserpflanzen die supmers (unter Wasser) gehalten werden, benötigen keine"Wurzelnährstoffe"!!!

Ich halte seit vielen Jahren Pflanzen in feinem weißen Sand, natürlich ohne jegliche Bodenzusätze, nur dünge ich täglich
übers Wasser. Der Beweis: http://galerie-hoheier.de

Es ist schade, das jedes Jahr soviele Begeisterte aufhören, nur weil die Diskrepanz zwischen Algen und Pflanzen
nicht in den Griff kommt.

Ich wiederhole mich: ein schönes, ausgewogenes Pflanzenbecken (auch noch mit Fischen) ist wesentlich schwieriger zu halten, als ein ein reines Fischaquarium; vom Wunschgedanken sollte es eigentlich anders rum sein.

Nach 20 Jahren Pflanzenaquarium (HolländerBecken usw) habe ich so meine Erfahrungen gemacht.
Gruß
Holger
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon wuehler » 23. Aug 2009 19:13

Bananenbier hat geschrieben:Hi Tristan,

Ich hatte oder habe ja auch immer noch ein paar problemchen mit Algen, aber wenn ich dir einen Tipp geben darf , setz einfach ohne ende schnellwachsende Pflanzen (zb: Hornkraut) ein. Somit nehmen die Pflanzen die im Wasser enthaltenden Nährstoffe auf und die Algen haben keine mehr.
Das habe ich bei mir auch vor einer Woche gemacht und siehe da, wenn es so weiter geht, bin ich alle Algen in 1-2 Wochen los.

Liebe Grüße Nils



Halo Nils,

ich wünsche Dir von Herzem deinen Erfolg, nur ganz glauben kann ich es nicht!

1. Hornkraut eignet sich nicht für Warm-Wasser-Diksus Becken, sie ist eine Kaltwasserpflanze.
2. Weil Hornkraut eine Schwimmpflanze (überwiegend) ist, nimmt sie den darunter liegenden Pflanzen
das NOTWENDIGENDE!! Licht weg.

3. Es gibt nicht viele Pflanzen, die mit Disksus-Becken harmonieren!
die, die harmonieren: viele (fast alle) Echinodorus Arten, Aponogeton und Javafarnarten. Die langsamwüchsigen
Arten (Anubias), sind später mit Vorsicht dazu zu fügen.
Gruß
Holger
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon Bananenbier » 24. Aug 2009 19:56

Hi Wuehler :D

vieleicht ist es bei mir ja auch Zufall aber er funktioniert :!:

Mir wurde dieses hier im Forum mit dem Hornkraut so empfohlen und nach 1 Woche war schon eine deutliche besserung zu sehen.
http://www.flowgrow.de/pflanzen/Ceratophyllum-demersum-Mexiko-Rotstaengelig-282.html


1. Hornkraut eignet sich nicht für Warm-Wasser-Diksus Becken, sie ist eine Kaltwasserpflanze.

Wie man auf der Seite ja auch sehen kann ist die Pflanze auch bei 28 C zu halten (ich sogar bei 29). Und Sie wächst bei mir wie schon erwähnt wie bescheuert. Ich denke mal jeder muss da seine eigenen Erfahrungen machen :D

2. Weil Hornkraut eine Schwimmpflanze (überwiegend) ist, nimmt sie den darunter liegenden Pflanzen
das NOTWENDIGENDE!! Licht weg.

Du hast ja schon geschrieben das sie überwiegend eine Schwimmpflanze ist, ich habe sie bei mir aber in den Sand gesteckt und es hält. Und ich beschneide sie jede Woche beim Wasserwechsel, ca 25 cm unter der Wasseroberfläche. Somit nimmt sie nicht mehr Licht weg als eine ander Pflanze auch und sie wird unten schön dicht.


Als ich den Erfolg mit dem Hornkraut gesehen habe, habe ich mir noch zwei andere Pflanzen dazugekauft,

http://www.flowgrow.de/pflanzen/Hygrophila-polysperma-121.html

http://www.flowgrow.de/pflanzen/Hydrocotyle-leucocephala-112.html


und seit lezte Woche keine Alge mehr :D



Vieleicht magst du ja recht haben das Hornkraut eigendlich nicht geeignet ist, vieleicht liegt es ja an den ander Pflanzen, aber ich bin froh und bei mir hats geholfen und es wächst wie die Pest.

Liebe Grüße Nils
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon wuehler » 24. Aug 2009 21:23

Hi Nils,

der ERFOLG zählt! Wenn es bei dir klappt, um so besser!
Nur Hornkraut wirst Du nicht lange im warmen Wasser halten können, aber neue
Pfkanzen kosten auch nicht viel.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das sie zum Anfang wirklich gut wächst, dann aber irgendwann
langsam zerfällt, aber wie gesagt, eine billige Pflanze und als Rettungsanker bei dir ganz gut.

Mit den Wasserpflanzen hat es so seine besondere Bewandniss.
- bei dem Einen wachsen sie wie verrückt, bei dem Anderen kümmern sie
- manchmal vertragen sich auch bestimmte Pflanzen in direkter Nähe nicht, sie mögen sich nicht! Gibt es auch zu Hauf im
Gemüseanbau!
- dann muss man sehr häufig viel Geduld haben, da viele (die Meisten) Pflanzen aus dem Emersen-Pflanzenanbau kommen
und sich dann, beim umsetzen ins Aquarium ersteinmal komplett umstellen müssen, sie werfen dann auch schnell ihre Blätter ab, bekommen andere Farben und Blattformen.
Gruß
Holger
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon Albert Einstein » 25. Aug 2009 19:07

So,
ich hab heute auch meine bestellten Hornkraut Pflanzen ins Becken eingepflanzt!
Werd mal schauen, wie sie sich entwickeln. Bin ja mal gespannt, ob das Algenwachstum wirklich so zurückgeht wie ich es mir erhoffe.
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon Unclefish » 26. Aug 2009 06:19

Hi !

Was du bei der Bekämpfung vor allem benötigst, ist Geduld.
Bei deinem Bild fällt mir auf, dass die Echis etwas hell sind. Das kann daran liegen, dass du sie umgesetzt hast, es kann aber auch Eisenmangel sein.

Bei mir sind die Blätter der Echis leider auch immer schneller von den Algen zerstört worden, als sie nachwachsen konnten.
Mein AQ sah mind. 1 Jahr lang furchtbar aus, die Echis hatten kaputte Blätter, regelmässig habe ich Neue dazu gekauft und die Alten entfernt.

Schließlich habe ich das Problem mit besserer Beleuchung und Dünger in den Griff bekommen.
Easy Carbo hat meinen Pflanzen einen Schub verpasst und die Algen eingedämmt, nachdem sich ein Gleichgewicht eingestellt hatte, habe ich es weggelassen.

Ich habe festgestellt, dass wenn ich CO² abstelle (Flasche war leer) mein PH-Wert über 7 geht und sich vermehrt Grün- und Blaualgen bilden. Ist der PH wieder unter 7, verschwinden diese.

Man kann sich jetzt streiten, ob Easy Carbo ein Dünger oder ein Algenmittel ist, wahrascheinlich ist es beides.
Bei mir war es der letzte Versuch, ich hätte das Hobby sonst aufgegeben. Es ist kein Fisch, Garnele oder Schnecke daran gestorben.

Gruß Ralf
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Re: Algenproblem und kein Ausweg in Sicht

Beitragvon Robert B » 26. Aug 2009 08:56

Hallo Tristan,

schnell wachsende Pflanzen sind IMO das beste Mittel gegen Algen. Allerdings müssen sie dann auch gut wachsen und vor allem in ausreichender Anzahl vorhanden sein, sonst bringt das nichts. So 50% der Bodenfläche sollten schon bepflanzt werden. Damit sie gut wachsen brauchen sie CO2 und Dünger.

Easy Carbo soll gut gegen Algen helfen. Sei allerdings vorsichtig mit der Dosierung. Ich würde nicht über die Hälfte des empfohlenen Wertes gehen.
Viele Grüße,
Robert
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