Hallo Christoph,
zum Setup würde ich sagen:
Wenn es ähnlich wie in meinem Schaubecken ist (weißer Sand (0,8-1,2 mm) / 30% der Fläche bepflanzt, min 50 Liter pro Diskus, 12-15 Corydoras Sterbai, 20-30 Otocinclus, Wasser KH unter 3), würde ich einen GHL Computer verwenden (ich habe auch IKS und andere gehabt) für:
- Temperatursteuerung 28°
- PH Regelung CO2 Flasche mit 12 V Magnetventil auf etwa 6,6 (unter 20mg/l CO2)
- Futterpause (finde ich wichtig)
- Licht dimmen mit GHL sehr schön und komfortabel, T5 Vollspektrum Röhren, bei Deinem Becken würde ich auf 2x 80 Watt mit guten Reflektoren (ATI Superreflektoren und z.B. NARVA Bio Vital 958) gehen
- Alarm wenn etwas "klemmt"
- Ich habe in meinen Schaubecken immer gerne einen konstanten Wasserstand, habe das mit TUNZE Osmolator gemacht (optischer Sensor der sehr fein reagiert), das geht mittlerweile auch gut mit dem GHL. Wenn Du einen Vorratstank von etwa 120 Liter unter dem Becken hast, kannst Du es mit dem GHL und den Pegelschaltern auch gut als Wasserwechselautomatik verwenden
- UV-Klärer macht das Wasser superklar, hält die Keimdichte unten, würde ich über GHL nachts von 22 Uhr bis 11 Uhr laufen lassen, um 11 Uhr dann Tagesdünger (Drak Daily oder ähnliche zugeben). beim Innenfilter muss man sich überlegen wie man ihn antreibt (kleine extra Pumpe). Alternativ SEACHEM PURIGEN in den Filter einbringen, das entfernt auch Trübstoffe, lässt sich etwa 10x regenerieren. Das verwenden viele der Aquascaping-Szene

vor wichtigen Terminen/Fotos...
Bei heranwachsenden Fischen denke ich etwa 1-2x in der Woche 20-30% Wasserwechsel, bei ausgewachsenen 1x 25% Wasserwechsel, kommt auf Futter und die Deko an

Ich bringe CO2 meist mit einem einfache Miniauströmer unter der Filterpumpe ein, die saugt die Bläschen an und zerteilt das CO2 nochmal feiner ins Becken, ansonsten auch an der Uv-Klärer Pumpe, das Klärer-Gehäuse dient dabei als Reaktor, er muss nur so angebracht sein dass er kein Gas ansammelt, die Pumpe läuft immer, die Lampe über GHL geschaltet.
Ansonsten gibt es viele andere Möglichkeiten wie Glasdiffusor in die letzte Kammer etc.
Wie gesagt es gibt viele Möglichkeiten und Ansätze so ein Becken funktionierend zu bringen. ich muss dazusagen dass ich beim Besatz sehr diszipliniert bin, ich hatte mit meine Gruppe einmal gekauft, und in 6 Jahren nur 2 gleiche Wildfänge dazugesetzt.
Vor Jahren war das auch recht bewundert worden, aktuell geht die Meinung hier im Portal immer mehr dazu über, dass man Überbesatz und hartes Wasser auch gut findet. Deshalb halte ich mich hier im Portal auch etwas zurück.
Ich bin davon überzeugt dass man alle Facetten eines Diskus nur sieht wenn er ein lebenswertes Becken hat. Bei Bildern und Schilderungen muss man immer vorsichtig sein ob es um Züchter / Händler geht, bei denen muss die optimale und praktisch machbare Aufzucht gewährleistet sein, das ist klar, das sieht in meinen Aufzuchtbecken auch ganz anders aus als im Schaubecken.
Dann aber beim Halter denke ich schon sollte man 5-7 Jahre Freude mit den Tieren haben, und die Tiere mit dem Halter. Die sind oft erst mit 2-3 Jahren wirklich ausgewachsen/geschlechtsreif und die Gruppe verändert sich kontinuierlich. Meine WF(Wildfänge) iund WF-Nachfahren sind sehr wetterfühlig, hier in München schlägt das Wetter oft heftig um, oder aber wir haben warmen Fallwind, Föhn, da zicken sie rum. Sobald sich das auflöst und es endlich kühl regnet finden sie es super, kommen in Laichstimmung.
Ich meine damit, so ein Diskus ist reich an Gespür, er hat Vorlieben beim Futter, bei der Partnerwahl und wo er sich am liebsten versteckt. In einem Becken überbesetzt, ohne Bodengrund, Fischkauftourismus, wechselnde Wasserparametern, hartes Wasser, hoher PH etc, wird einem viel verborgen bleiben.
So, genug vom Wort zum Sonntag

keine Predigt mehr ....
Alex
"Wenn der Wind der Veränderung weht bauen die einen Mauern, die anderen hissen die Segel."