----------------------- *** Leitfaden *** -------------------------
Grundsätzliches!
Neu erworbene Fische dürfen nicht ohne eine Quarantäne, auch wenn sie noch so gesund vom Händler oder Züchter
angepriesen werden, oder so gesund und kräftig aussehen, in ein Aquarium, Zuchtanlage zu anderen Fischen gesetzt werden.
In jedem Fall gehört zum Aquarium-Inventar auch ein Quarantänebecken.
Dies ist eine Mindestforderung an den engagierten Aquarianer.
Der Verlust von Fischen und Pflanzen durch eingeschleppte Krankheiten ist sonst vorprogrammiert.
Das Argument: Ich habe noch nie Probleme gehabt, meine Fische sind immer gesund geblieben, ich habe mir noch nie eine Krankheit ins Aquarium eingeschleppt, ist falsch!
Auch dürfen keine Medikamente einfach zur Vorsorge, ohne eine Diagnose, und falscher Dosierung, sorglos ins Wasser gegeben werden.
Der Hilferuf, beim Züchter, Fachhändler oder hier im Diskusportal:
Was soll ich jetzt tun ", wird mit Sicherheit eines Tages ertönen.
Die Missachtung von Hygiene und Quarantäne zeigt die Inkompetenz von Aquarianern zu ihrem Hobby.
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1. Aquariumgröße
Unsere Diskusbuntbarsche können bei entsprechender Pflege stattliche Burschen werden und stellen deshalb Ansprüche an ihre Wohnung.
Pro ausgewachsenem Fisch rechnet man mindestens 50 Liter Wasser- je mehr desto besser. Als Minimum betrachte ich ein Aquarium mit 200 Litern Inhalt und einer Mindesthöhe von 50 Zentimetern. Darin können bis zu vier ausgewachsene Diskusfische, ausreichend gepflegt werden.
2. Anforderungen „ Wasser „
Leitungswasser mit den Ausgangswerten pH 6 bis 7 und einer Gesamthärte von ungefähr 15 Grad DGH ist als günstig zu betrachten, wobei die Gesamthärte eine untergeordnete Rolle spielt, solange die Karbonathärte um 3-4 liegt.
3. Wassertemperatur
Die Hälterungstemperatur sollte zwischen 27° und 30° Celsius liegen, wobei in einem Pflanzenaquarium die niedrigere Temperatur gewählt werden soll.
Bei über 28° Grad stellen die Wasserpflanzen ihren üppigen Wuchs ein. Kurzfristig vertragen Diskusfische auch niedrigere oder höhere Temperaturen zwischen 26° und 35° Grad. ( Höhere Temperaturen nur bei einer Wärmeanwendung ).
4. Wasserwechsel
Je häufiger, desto besser. Es sollte regelmäßig etwa 20% des Beckeninhalts pro Woche gewechselt werden.
Ein sogenannter „ BIOFILTER“ ersetzt keinen Wasserwechsel. Bei einem 20%igen Wasserwechsel darf das Wasser durchaus direkt aus der Wasserleitung genommen werden. Das kurzzeitige Absinken der Wassertemperatur schadet nicht.
Die bessere Lösung ist natürlich ein Wasser zu verwenden, daß mehrere Stunden abgestanden und auf einen Gebrauchswert eingestellt ist.
5. Filterung
Jeder gut funktionierende Filter, ob Innen oder Außen-,Bio oder Rieselfilter, Motor oder Luftbetriebene, ist geeignet.
Je größer das Filtervolumen, um so besser!
Man achte auf praktische Reinigungsmöglichkeiten. Der Fachhandel führt geeignete Filtermedien.
Nach einiger Zeit, wenn der Filter sich mit Reststoffen zusetzt und weniger Wasser durchfließt, muß das Filtermaterial gereinigt werden.
Möglichst nicht das gesamte Filtermaterial, sondern ein wenig von dem alten Material zur „ Impfung“ zurückhalten, damit die Mikroorganismen sich im gereinigten Filter schneller entwickeln können und der Filter seine Arbeit aufnehmen kann.
6. Fütterung und Futter
Tägliches mehrmaliges füttern ist besser, als einmal und viel. Es soll abwechslungsreich gefüttert werden. Einseitige Fütterung führt zu Mangelerscheinungen. Für ausgewachsene Diskusfische genügen zwei Futtergaben pro Tag.
Auch schadet es dem Diskus nicht, wenn er übers Wochenende mal ein wenig fasten muß.
Vorschlag für die Diskus-Speisekarte
gutes Trockenfutter ( Diskusgranulat, Flockenfutter ) ...tiefgefrostete Mückenlarven ...tiefgefrostete Artemia Salina ...Enchyträen ...Rinder.- Putenherzmischung mit Fischfilet - und Muschelfleisch (wobei der Anteil im Futter an Herzmuskelfleisch 50 % nicht überschreiten sollte).
Vorsicht bei lebenden roten Mückenlarven oder Tubifex.
Auch bei sonstigen Lebendfutter besteht die Gefahr sich eine Krankheit ins Aquarium einzuschleppen.


